Eltif & Co.: Europäische Ansätze für nachhaltige Finanzierung

Eltif & Co.: Europäische Ansätze für nachhaltige Finanzierung

vor 5 Tagen
Karsten Kührlings, GLS Investments, über Hürden, Missverständnisse und Engagement
27 Minuten
Podcast
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Beschreibung

vor 5 Tagen
Seit gut zwei Jahren ist das Eltif-2.0-Regime in Kraft, das
kleinere Vermögen über den European Long-Term Investment Fund für
Investitionen in die grüne Transformation aktivieren soll. Die
Struktur bringe „sehr viele Verbesserungen für Privatinvestoren“,
sagt Karsten Kührlings, Geschäftsführer der GLS Investments, im
Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. Bei der
Tochter der GLS Bank verantwortet Kührlings unter anderem das
Investmentfondsgeschäft und Nachhaltigkeitsresearch. GLS hat einen
Energie-Infrastrukturfonds als Eltif konzipiert, mit Fokus auf
Wind- und Solarparks und Speichertechnologien. Für Privatanleger
sei ein Eltif eine „Riesenchance“, in Realwerte zu investieren,
findet Kührlings. „Aber es ist zweifelsfrei natürlich auch nur ein
kleiner Depotbaustein.“ Nach wie vor würden Eltifs zudem oft als
Produktkategorie aufgefasst – ein Missverständnis. „Wir reden nur
über ein Regime, ein gesetzliches Rahmenwerk, das etwas regelt“,
stellt Kührlings klar. „Und darunter sind sehr viele verschiedene
Strukturen möglich.“ Die größten Herausforderungen sieht Kührlings
derzeit auf Ebene der Nationalstaaten. „Wenn man den
Privatkundensektor sieht, dann gibt es immer noch mal auf
nationaler Ebene Besonderheiten und Hürden, so dass wir leider
nicht von einem einheitlichen europäischen Markt reden können“,
sagt er. Das erschwere den Vertrieb von Produkten, da man auch mit
den Intermediären unterschiedliche Anforderungen abstimmen müsse.
GLS engagiert sich in verschiedenen Netzwerken für mehr
Harmonisierung, eins davon ist die Sustainable Banking Coalition.
Darin haben sich elf nachhaltige Finanzinstitute aus acht
EU-Staaten zusammengeschlossen, die GLS Bank war 2023
Gründungsmitglied.Neben Eingaben zu regulatorischen Neuerungen
setzt das Netzwerk auf praktischen Austausch und auf
Wissenstransfer. Während Initiativen nicht mehr operativ in
Erscheinung treten, sieht Kührlings bei der Sustainable Banking
Coalition weiterhin großes Engagement – „gerade, weil es sehr
praxisbezogen ist und wir an konkreten Problemen und Lösungen
arbeiten“.
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