ESG in der Sozialwirtschaft: Ein pragmatischer Ansatz für Sustainable Finance
Joachim Fröhlich, Evangelische Bank, über reinigende Gewitter und
das Aus der Sozialtaxonomie
32 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Der ESG-Backlash ist für Joachim Fröhlich nicht das Ende von
Sustainable Finance. Das Vorstandsmitglied der Evangelischen Bank
in Kassel sieht vielmehr eine neue Phase in der
Nachhaltigkeitsdiskussion gekommen. „Ich glaube, es ist ein
Problem, dass eine gewisse Blase sich dieses Themas angenommen hat
und dann gedacht hat: Das ist das, was alle denken“, sagt Fröhlich
im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. Manchmal
sei ein „reinigendes Gewitter“ hilfreich. Als Betriebswirt treffe
man eine einfache, rationale Entscheidung: „Der Klimawandel geht
mit Risiken einher für mein ökonomisches Handeln. Da muss ich was
für tun. Und wenn ich die Risiken nicht analysiere, wenn ich sie
nicht bewerte, und wenn ich mich nicht vorbereite, dann werden sie
irgendwann bei mir wahrscheinlich schlagend werden.“ Gerade in der
Sozial- und Gesundheitswirtschaft, die zur Kernklientel der
Evangelischen Bank zählt, prallen regulatorische Vorgaben
allerdings auf enge finanzielle Spielräume. Viele Betriebe seien
auf staatliche Zahlungen angewiesen. Doch diese sind oft zu knapp,
um ambitionierte Ziele zu Klimaschutz, CO2-Reduktion und
Gebäudeertüchtigung zu erreichen. Für die Bank sei dies ein
„spannender Tradeoff“, räumt Fröhlich ein. Nachdem eine
Sozialtaxonomie politisch versandet ist, hofft Fröhlich auch
regulatorisch auf einen pragmatischen Ansatz, um Erleichterungen
für Investitionen in soziale Infrastruktur wie Pflegeheime oder
Schulen zu erzielen. Diese könne man beispielsweise unter dem
Oberbegriff „kritischer Infrastruktur“ erfassen, so sein Wunsch.
„Ich glaube, das funktioniert auch besser und schneller, als
erstmal wieder eine Regulierung zu schaffen.“
Sustainable Finance. Das Vorstandsmitglied der Evangelischen Bank
in Kassel sieht vielmehr eine neue Phase in der
Nachhaltigkeitsdiskussion gekommen. „Ich glaube, es ist ein
Problem, dass eine gewisse Blase sich dieses Themas angenommen hat
und dann gedacht hat: Das ist das, was alle denken“, sagt Fröhlich
im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. Manchmal
sei ein „reinigendes Gewitter“ hilfreich. Als Betriebswirt treffe
man eine einfache, rationale Entscheidung: „Der Klimawandel geht
mit Risiken einher für mein ökonomisches Handeln. Da muss ich was
für tun. Und wenn ich die Risiken nicht analysiere, wenn ich sie
nicht bewerte, und wenn ich mich nicht vorbereite, dann werden sie
irgendwann bei mir wahrscheinlich schlagend werden.“ Gerade in der
Sozial- und Gesundheitswirtschaft, die zur Kernklientel der
Evangelischen Bank zählt, prallen regulatorische Vorgaben
allerdings auf enge finanzielle Spielräume. Viele Betriebe seien
auf staatliche Zahlungen angewiesen. Doch diese sind oft zu knapp,
um ambitionierte Ziele zu Klimaschutz, CO2-Reduktion und
Gebäudeertüchtigung zu erreichen. Für die Bank sei dies ein
„spannender Tradeoff“, räumt Fröhlich ein. Nachdem eine
Sozialtaxonomie politisch versandet ist, hofft Fröhlich auch
regulatorisch auf einen pragmatischen Ansatz, um Erleichterungen
für Investitionen in soziale Infrastruktur wie Pflegeheime oder
Schulen zu erzielen. Diese könne man beispielsweise unter dem
Oberbegriff „kritischer Infrastruktur“ erfassen, so sein Wunsch.
„Ich glaube, das funktioniert auch besser und schneller, als
erstmal wieder eine Regulierung zu schaffen.“
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