Podcaster
Episoden
11.06.2026
33 Minuten
Nachhaltige Geldanlage braucht verlässliche Daten – doch ESG-Informationen sind oft fragmentiert, Ratings messen häufig Unterschiedliches, die Datenqualität ist ein grundlegendes Problem und auch wenn KI die Auswertung verbessern kann, schafft sie gleichzeitig neue Prüfbedarfe. Matthias Breier, CPO von Weefin, erklärt im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung, wie Investoren inmitten des zunehmenden politischen ESG-Gegenwinds durch das Datenlabyrinth navigieren können.
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28.05.2026
30 Minuten
Die neue EU-Offenlegungsverordnung (SFDR 2.0) erkennt erstmals den Impact-Begriff an. Das sei „tatsächlich ein großer Durchbruch“, sagt Eric Prüßner, Geschäftsführer von Advanced Impact Research, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. Er befasst sich mit der Frage, wie man den Impact bei Finanzprodukten messen und vergleichbar machen kann. Dabei dürfte der schwerste Teil der Definitionsarbeit erst noch kommen, erwartet Prüßner. Die SFDR 2.0 arbeitet mit Kategorien wie ESG Basics, Transition und Sustainable. Die bisherige Unterteilung in Artikel-8- oder Artikel-9-Fonds wird dadurch abgelöst. Der Vorschlag behandelt bislang allerdings erst einmal nur Level eins der Regulierung, legt also die Prinzipien und Grundlagen fest. „Bei Impact sind die Definitionen oder die Merkmale noch recht allgemein gehalten“, sagt Prüßner. Auf Ebene der Investmentprozesse lasse sich Vergleichbarkeit bereits recht gut herstellen. Komplex werde es bei konkreten Indikatoren. Während sich Emissionen in konkrete Zahlen fassen lassen, sind Konzepte wie Biodiversität schwieriger zu greifen. Prüßner hat Sympathien für ein Konzept, das in der Gesamtbetrachtung die Frage stellt, ob sich ein Investment im Rahmen planetarer Grenzen bewegt. Er wünscht sich, dass man Investoren in einigen Jahren die Möglichkeit an die Hand geben kann, ihr Portfolio oder auch einzelne Assets daraufhin zu analysieren. „Weil das eben die wissenschaftlich fundierten Grenzen sind, in denen man sich bewegen sollte.“
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13.05.2026
27 Minuten
Das TechQuartier will seine Rolle als Innovationsplattform für Green Tech, Sustainable Finance und Digitalisierung weiter ausbauen. Geschäftsführerin Alice Rettig beschreibt im Podcast der Börsen-Zeitung, wie das Netzwerk Startups, Banken und Investoren zusammenbringt, um nachhaltige Innovationen voranzutreiben. Zu den wichtigsten Initiativen zählen die gemeinsam mit der Landwirtschaftliche Rentenbank entwickelte „Growth Alliance“ für Agrar- und Food-Startups sowie das Impact Festival, das mit mehr als 4.000 Besuchern als größte deutsche B2B-Veranstaltung für Nachhaltigkeitsinnovationen gilt. Künftig soll dort vor allem die Verbindung von Nachhaltigkeit und Digitalisierung – die sogenannte „Twin Transformation“ – im Mittelpunkt stehen. Daneben arbeitet das TechQuartier mit dem neuen „Tech & Data Lab“ an einer digitalen Sandbox für Finanzinstitute, in der gemeinsam mit Startups neue Anwendungen getestet werden können – perspektivisch auch für Green-Tech- und Sustainable-Finance-Lösungen. Trotz zunehmenden politischen Gegenwinds gegen ESG-Themen hält Rettig nachhaltige Innovationen für unverzichtbar. „Es ist nicht leichter geworden, aber es ist umso wichtiger geworden“, sagt sie mit Blick auf die internationale Entwicklung. Nachhaltigkeit dürfe kein Randthema bleiben, sondern müsse „Kern von einem Unternehmen sein“.
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30.04.2026
28 Minuten
Die Procredit erbringt Finanzdienstleistungen vorwiegend für Unternehmen in Ost- und Südosteuropa. Dabei geht es der Bank auch um einen transformatorischen Ansatz. „Wirtschaftliche Entwicklung und ökologische Förderung müssen sich vereinen“, sagt Christian Dagrosa, CFO der Procredit Holding, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der Börsen-Zeitung. Bestimmte Industriesektoren sind ausgeschlossen, etwa weil sie schädlich für die Umwelt sind. In erster Linie setzt Procredit aber auf Zusammenarbeit. „Es geht nicht darum, Leute von Finanzdienstleistungen auszuschließen. Es geht darum, die Transformation der lokalen Wirtschaften – ob das jetzt aus ökologischer, aus sozialer Sicht oder aus ökonomischer Sicht ist – voranzutreiben.“ Im Portfolio finden sich Mikrokunden mit einem Finanzierungsbedarf um 100.000 Euro jährlich, die größten Kunden benötigen einen zweistelligen Millionenbetrag an Finanzierung. Zwar seien die Margen im KMU-Bereich niedriger als im Consumer Lending, räumt Dagrosa ein. „Aber auch die Risikokosten sind deutlich geringer.“ Durch die oft langjährigen Kundenbeziehungen ließen sich Risiken gut einschätzen und bepreisen. Geschäftlich setzt Procredit auf Cross-Selling-Potenzial etwa im Zahlungsverkehr und der Handelsfinanzierung. Die Kundenberater bildet Procredit an einer eigenen Akademie aus. Dort stehen nicht nur Finanzthemen auf dem Lehrplan. Neben Aspekten der Banksteuerung gehe es etwa um Geschichte, Philosophie oder auch Literatur, „um nicht nur Banker hochzubringen, sondern Leute, die mit Kunden auf Augenhöhe sprechen können und die eben Weltmenschen sind“, sagt Dagrosa. Der Dialog mit den Beratern sei oft zentral, um Kunden zu nachhaltigem Handeln zu motivieren. „Themen wie erneuerbare Energien, das kann man den Kunden nicht aufbinden“, sagt Dagrosa. „Wenn der Kunde nicht will, dann will er es nicht. Aber man kann ihm eben die Vorteile aufzeigen. Man kann ihm einen Pfad geben und sagen: wir haben auch Expertise im Haus, die dann da beraten kann.“
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16.04.2026
32 Minuten
Angesichts der vielfältigen regulatorischen Veränderungen zuletzt stellt sich für Investoren die Frage, wie sich verlässliche Daten insbesondere von kleinen und mittelgroßen Unternehmen erheben und auswerten lassen. Conda, ein Anbieter in der digitalen Unternehmensfinanzierung aus dem Bereich Schwarmfinanzierung/Crowd Investing hat auf der eigenen Plattform für KMU einen Fragenkatalog zu ESG-Daten entwickelt, das in ein Scoring-Modell mündet. Welche Hürden es bei der Umsetzung gab und welche Herausforderung es bei der Validierung der freiwillig erhobenen Daten gibt, erläutert Dirk Littig, Geschäftsführer und Co-Gründer der Conda Gruppe, in der aktuellen Episode.
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Über diesen Podcast
Der Sustainable-Finance-Podcast der Börsen-Zeitung Wer definiert,
was nachhaltig ist? Wo beginnt Greenwashing? Und wie müssen sich
Investoren, Finanziers, Unternehmen und Dienstleister
positionieren, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein? Diese Fragen
beleuchtet „Nachhaltiges Investieren“, der Podcast der
Börsen-Zeitung rund um Sustainable Finance, ESG-Investments,
Nachhaltigkeitstransformation & Co. Wir sprechen mit
Expertinnen und Experten, die etwas zu sagen haben. Unsere Gäste
sind Professionals aus Fondsgesellschaften, Banken und Unternehmen,
andere bringen ihre Perspektive als Wissenschaftler, Regulierer
oder Dienstleister ein. In jeder Episode nehmen wir im Interview
ein aktuelles Thema oder eine besondere Herausforderung in den
Blick und sprechen über professionelle und persönliche
Einschätzungen. Zum Abschluss liefert unser Newsblock einen
Überblick über die wichtigsten Meldungen aus der
Sustainable-Finance-Community. Nachhaltiges Investieren erscheint
jeden zweiten Donnerstag, Redaktion: Sabine Reifenberger. Feedback
und Fragen sind willkommen: podcast[at]boersen-zeitung[dot]de Sie
interessieren sich für ein Sponsoring des Podcasts oder für die
weiteren ESG-Produkte der Börsen-Zeitung? Dann tretet gern in den
Austausch mit unserem Sales-Team. Eva Kammler:
E.Kammler[at]boersen-zeitung[dot]de
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