Fastenzeit - Vom Verzicht "Von Selbstsucht und von Dünkel frei"
53 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Woche
Die Fastenzeit hat begonnen - und das bedeutet für viele eine Zeit
des freiwilligen Verzichts. Verzicht ist nicht unbedingt eine
erfreuliche Vokabel, und Verzichten ist in einer
Wohlstandsgesellschaft nicht angesagt, wenn alles auf ökonomisches
Wachstum ausgerichtet ist. Doch schon vor Jahrzehnten wurden dessen
Grenzen aufgezeigt. Religiöse und philosophische Systeme haben
Verzicht immer wieder neu definiert. Sofern er nicht zwangsweise
verordnet wird oder aufgrund wirtschaftlicher und sozialer
Verhältnisse geübt werden muss, beruht Verzicht auf einer
freiwilligen Einschränkung, auf Rücksicht- und Anteilnahme, auf
mündiger Besonnenheit. Dabei sind in der Regel nicht dauerhafte
Entbehrung oder gar selbstauferlegte Armut das Ziel, und nur selten
extremer Rückzug oder äußerste Weltflucht. Jenseits bloßen Genusses
und materiellen Wohlstands erscheint im Verzicht die Idee des
Glücks, des glücklichen Lebens. Dem sich zu nähern, erfordert
manchmal Entsagung, gelegentlich auch Askese, die Bereitschaft,
Dinge aufzugeben, deren Wert zweifelhaft geworden ist. Eine neue
Perspektive kann den Blick auf das lenken, was tatsächlich wichtig
ist. Das mag für jeden etwas anderes sein. Deutungen und Angebote
gibt auch die Dichtung, die Erfolg neben das Scheitern stellt und
jedem einzelnen erlaubt, seinen eigenen Lebensentwurf zu prüfen, um
ihm schließlich vertrauen zu können.
des freiwilligen Verzichts. Verzicht ist nicht unbedingt eine
erfreuliche Vokabel, und Verzichten ist in einer
Wohlstandsgesellschaft nicht angesagt, wenn alles auf ökonomisches
Wachstum ausgerichtet ist. Doch schon vor Jahrzehnten wurden dessen
Grenzen aufgezeigt. Religiöse und philosophische Systeme haben
Verzicht immer wieder neu definiert. Sofern er nicht zwangsweise
verordnet wird oder aufgrund wirtschaftlicher und sozialer
Verhältnisse geübt werden muss, beruht Verzicht auf einer
freiwilligen Einschränkung, auf Rücksicht- und Anteilnahme, auf
mündiger Besonnenheit. Dabei sind in der Regel nicht dauerhafte
Entbehrung oder gar selbstauferlegte Armut das Ziel, und nur selten
extremer Rückzug oder äußerste Weltflucht. Jenseits bloßen Genusses
und materiellen Wohlstands erscheint im Verzicht die Idee des
Glücks, des glücklichen Lebens. Dem sich zu nähern, erfordert
manchmal Entsagung, gelegentlich auch Askese, die Bereitschaft,
Dinge aufzugeben, deren Wert zweifelhaft geworden ist. Eine neue
Perspektive kann den Blick auf das lenken, was tatsächlich wichtig
ist. Das mag für jeden etwas anderes sein. Deutungen und Angebote
gibt auch die Dichtung, die Erfolg neben das Scheitern stellt und
jedem einzelnen erlaubt, seinen eigenen Lebensentwurf zu prüfen, um
ihm schließlich vertrauen zu können.
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