Podcaster
Episoden
27.02.2026
54 Minuten
Caroline und Dorothea sind klug und gebildet, begnadete
Briefschreiberinnen, mehrfach verheiratet und scheren sich wenig um
die Normen der Gesellschaft. Und beide haben in den 1760er Jahren
das Licht der Welt erblickt. Caroline in Göttingen als
Professorentochter und Dorothea in Berlin als Tochter des berühmten
Aufklärers Moses Mendelssohn. Vor ihnen liegt ein ebenso
leidenschaftliches wie skandalumwittertes Leben, das geprägt ist
durch die Salonkultur des 18. Jahrhunderts, durch den engen Umgang
mit Dichtern und Philosophen, durch Freundschaftsbünde,
Frühromantik und Französische Revolution. Bittere Ereignisse
pflastern ihren Lebensweg, aber auch Sternstunden. Ende des 18.
Jahrhunderts treffen sie aufeinander und leben für eine Weile
zusammen in Jena in einer Wohngemeinschaft mit den
Schlegel-Brüdern. Die Autorin folgt den Spuren der beiden
außergewöhnlichen Frauen, die für ihr unkonventionelles Leben einen
hohen Preis zahlen mussten. Ein Feature von Margareta
Bloom-Schinnerl zum internationalen Frauentag am 8. März.
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18.02.2026
53 Minuten
Die Fastenzeit hat begonnen - und das bedeutet für viele eine Zeit
des freiwilligen Verzichts. Verzicht ist nicht unbedingt eine
erfreuliche Vokabel, und Verzichten ist in einer
Wohlstandsgesellschaft nicht angesagt, wenn alles auf ökonomisches
Wachstum ausgerichtet ist. Doch schon vor Jahrzehnten wurden dessen
Grenzen aufgezeigt. Religiöse und philosophische Systeme haben
Verzicht immer wieder neu definiert. Sofern er nicht zwangsweise
verordnet wird oder aufgrund wirtschaftlicher und sozialer
Verhältnisse geübt werden muss, beruht Verzicht auf einer
freiwilligen Einschränkung, auf Rücksicht- und Anteilnahme, auf
mündiger Besonnenheit. Dabei sind in der Regel nicht dauerhafte
Entbehrung oder gar selbstauferlegte Armut das Ziel, und nur selten
extremer Rückzug oder äußerste Weltflucht. Jenseits bloßen Genusses
und materiellen Wohlstands erscheint im Verzicht die Idee des
Glücks, des glücklichen Lebens. Dem sich zu nähern, erfordert
manchmal Entsagung, gelegentlich auch Askese, die Bereitschaft,
Dinge aufzugeben, deren Wert zweifelhaft geworden ist. Eine neue
Perspektive kann den Blick auf das lenken, was tatsächlich wichtig
ist. Das mag für jeden etwas anderes sein. Deutungen und Angebote
gibt auch die Dichtung, die Erfolg neben das Scheitern stellt und
jedem einzelnen erlaubt, seinen eigenen Lebensentwurf zu prüfen, um
ihm schließlich vertrauen zu können.
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23.01.2026
47 Minuten
Das deutsche Bildungssystem produziert jedes Jahr zehntausende
Jugendliche, die ohne Abschluss von der Schule abgehen. In die
Konkurrenzgesellschaft entlassen, beginnt für viele dieser
Jugendlichen ein Kampf gegen Arbeitslosigkeit, Armut und
Obdachlosigkeit. Seit Jahrzehnten gibt es Kampfansagen aus der
Politik, die Zahlen zu senken, seit Jahrzehnten bleiben sie gleich
hoch. Was sind die Gründe, dass so viele Jugendliche das
Bildungssystem ohne Schulabschluss verlassen - und wieso ändert
sich nichts? Featureautor Carlo Hoffmann begleitet mehrere
Jugendliche auf ihrer Suche nach Perspektiven: Zidane mit seiner
Hündin Kelly, der sich von einem unbezahlten Praktikum zum nächsten
schleppte; Ioannis, der sich einen Ausbildungsplatz erkämpft hat;
Helene, die Freunde an die Drogensucht verloren hat. Das
Radiofeature zeigt die Lebensrealitäten der Jugendlichen und folgt
ihnen in ihrem Alltag: Wie lebt man, wenn der Schulabschluss fehlt?
Wo findet man Orientierung und ein Bewusstsein für den eigenen
Wert? Wie kann man lieben, wenn der Vater einen nur Gewalt lehrte?
Und welche Fördermaßnahmen helfen wirklich, wieder Fuß zu fassen?
hr 2026
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14.01.2026
51 Minuten
Friedrich Hollaender war mit vielen Begabungen gesegnet und wusste
sie auch weidlich einzusetzen: Er war Komponist und Textdichter, er
war Regisseur und Pianist. In den 'Kabarettgeschichten' erzählt
Karin Köbernick mit vielen Ausschnitten aus seinen Werken von einem
ungewöhnlichen Musiker, der uns viele eingängige Melodien beschert
hat, der nach seiner Emigration in Hollywood Weltruhm erlangte -
und der den Zeitgeist immer wieder musikalisch und in Worten auf
den Punkt brachte. Friedrich Hollaender starb am 18. Januar 1976,
vor genau 50 Jahren.
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02.01.2026
49 Minuten
Wie schön wäre es, wenn wir anstandslos das tun würden, was
eigentlich gut für uns wäre, was wir immer schon in Angriff nehmen
wollten oder sollten. Doch lieber schieben wir unsere Pläne auf die
lange Bank. Disziplin genießt bei uns seit langem kein großes
Ansehen. Zu stark haftet ihr das Stigma von Abrichtung und Drill
an. Doch wie es schon bei Marc Aurel heißt: Der Mensch muss von
innen mit Säulen und Bögen gestützt sein, sonst zerfällt der
"Tempel" zu Staub. Das Feature wirft einen Blick auf die alte, aber
nicht veraltete Tugend.
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Über diesen Podcast
Aufwändig produzierte Feature, investigative Recherchen und
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Remscheid
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