#08 Digitaler Stress – Ein Gespräch mit Dr. Johanna Renker, TBS NRW
In dieser Episode spreche ich mit der Psychologin Dr. Johanna
Renker von der Technologieberatungsstelle TBS NRW über die
Auswirkungen von digitalem Stress auf unsere Psyche und unser
Wohlbefinden. Im Vorfeld hat Johanna mit drei Menschen gesprochen.
20 Minuten
Podcast
Podcaster
Fundierte und pragmatische Impulse für den Arbeitsalltag aus den Bereichen Management, Führung, Psychologie und Selbstreflexion. Erfahrungen und Quintessenzen meiner Arbeit als Berater, Coach und Trainer im Business.
Beschreibung
vor 5 Jahren
Stress durch Mediennutzung? Claudia ist Verwaltungsangestellte und
tagtäglich mit neuen Situationen konfrontiert, die ihr so in ihrem
Berufsleben bisher nicht begegnet sind. Sie berichtet, dass die
einfachsten Dinge nicht funktionieren. Von der Telefonanlage über
den Drucker bis hin zum Kundenmanagementsystem. Immer hakt
irgendetwas. Und das verursacht Stress. Sie sagt: „Früher war alles
besser. Heute ist alles so kompliziert und ständig stürzt etwas ab
oder läuft nicht. Da nutze ich doch lieber mal schnell mein
privates Telefon, wenn die Telefonanlage spinnt. Müssen die anderen
ja nicht wissen.“ Was kann Claudia tun? Offen kommunizieren, dass
sie Probleme mit der Technik hat und Hilfe benötigt. Diejenigen,
die für die Einführung der Technologie zuständig sind, sehen oft
nicht mehr, welche Probleme es beim Nutzer geben könnte. Darüber
hinaus braucht es eindeutige Ansprechpartner. Jeder Change-Prozess
ist mit Widerständen gekoppelt. Für Claudias Teamleiter heißt das
also, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst früh mit
einzubeziehen bei der Einführung neuer Technologien und
aufzuklären, warum die neue Technik sinnvoll ist. Ständige
Erreichbarkeit kann Anspannungen begünstigen. Dennis ist im
IT-Support tätig und wird auf allen Kanälen mit Fragen bombardiert.
Push-Up Nachrichten, Mails und Telefonanrufe bis in den Feierabend
hinein, sind keine Seltenheit. Er klagt öfter über Verspannungen
und Kopfschmerzen. Was kann Dennis tun? Informationskanäle und
Kommunikationskanäle klar definieren. Telefon, bei dringenden
Anfragen, Videokonferenzen für Absprachen, E-Mail für Infos und den
Chat eher für unwichtige Themen. Push-Up Nachrichten ausschalten,
wenn man konzentriert arbeiten will. Nur zu bestimmten Zeiten Mails
und Chats checken. Denn Unterbrechungen beeinflussen die
Konzentration und stören den Flow. Feierabend ist Feierabend. Alle
Geräte ausschalten. Videokonferenzen können ermüdend sein. Der
Teamleiter Stefan hetzt von einer Videokonferenz in die nächste und
hat das Gefühl, dass die Meetings ineffizient sind und seine Zeit
verschwendet wird. Bei ihm klingelt dann zwischendurch das Handy
und er klinkt sich aus. Darüber hinaus muss er sich noch auf den
aktuellen Stand bringen, was viele andere Themen angeht. Dazu nutzt
er Webinare oder eLearning Formate, die er für die nächste
Konferenz erneut unterbricht. Was kann Stefan tun? Mutig
entscheiden, was wirklich relevant ist und nur an wichtigen
Videokonferenzen teilnehmen. Themen delegieren und Mitarbeitenden
das Vertrauen schenken, die Aufgabe zu übernehmen. Klare Regeln für
Konferenzen vereinbaren, wie in der analogen Welt. Top 5 um
digitalen Stress zu bewältigen Kommunikation und ehrlicher
Austausch. Medienkanäle und deren Nutzung definieren. Analog wird
digital. Klare Regeln für Videokonferenzen festlegen. Prioritäten
setzen. Grenzen der Mediennutzung kennen und persönliche Kontakte
pflegen. „Arbeit ist mehr als ein Tastendruck und finanzieller
Outcome. Teamgefühl, Zusammenhalt und Vertrauen haben einen viel
größeren Einfluss für den Einzelnen. Das wird unterschätzt.“
tagtäglich mit neuen Situationen konfrontiert, die ihr so in ihrem
Berufsleben bisher nicht begegnet sind. Sie berichtet, dass die
einfachsten Dinge nicht funktionieren. Von der Telefonanlage über
den Drucker bis hin zum Kundenmanagementsystem. Immer hakt
irgendetwas. Und das verursacht Stress. Sie sagt: „Früher war alles
besser. Heute ist alles so kompliziert und ständig stürzt etwas ab
oder läuft nicht. Da nutze ich doch lieber mal schnell mein
privates Telefon, wenn die Telefonanlage spinnt. Müssen die anderen
ja nicht wissen.“ Was kann Claudia tun? Offen kommunizieren, dass
sie Probleme mit der Technik hat und Hilfe benötigt. Diejenigen,
die für die Einführung der Technologie zuständig sind, sehen oft
nicht mehr, welche Probleme es beim Nutzer geben könnte. Darüber
hinaus braucht es eindeutige Ansprechpartner. Jeder Change-Prozess
ist mit Widerständen gekoppelt. Für Claudias Teamleiter heißt das
also, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst früh mit
einzubeziehen bei der Einführung neuer Technologien und
aufzuklären, warum die neue Technik sinnvoll ist. Ständige
Erreichbarkeit kann Anspannungen begünstigen. Dennis ist im
IT-Support tätig und wird auf allen Kanälen mit Fragen bombardiert.
Push-Up Nachrichten, Mails und Telefonanrufe bis in den Feierabend
hinein, sind keine Seltenheit. Er klagt öfter über Verspannungen
und Kopfschmerzen. Was kann Dennis tun? Informationskanäle und
Kommunikationskanäle klar definieren. Telefon, bei dringenden
Anfragen, Videokonferenzen für Absprachen, E-Mail für Infos und den
Chat eher für unwichtige Themen. Push-Up Nachrichten ausschalten,
wenn man konzentriert arbeiten will. Nur zu bestimmten Zeiten Mails
und Chats checken. Denn Unterbrechungen beeinflussen die
Konzentration und stören den Flow. Feierabend ist Feierabend. Alle
Geräte ausschalten. Videokonferenzen können ermüdend sein. Der
Teamleiter Stefan hetzt von einer Videokonferenz in die nächste und
hat das Gefühl, dass die Meetings ineffizient sind und seine Zeit
verschwendet wird. Bei ihm klingelt dann zwischendurch das Handy
und er klinkt sich aus. Darüber hinaus muss er sich noch auf den
aktuellen Stand bringen, was viele andere Themen angeht. Dazu nutzt
er Webinare oder eLearning Formate, die er für die nächste
Konferenz erneut unterbricht. Was kann Stefan tun? Mutig
entscheiden, was wirklich relevant ist und nur an wichtigen
Videokonferenzen teilnehmen. Themen delegieren und Mitarbeitenden
das Vertrauen schenken, die Aufgabe zu übernehmen. Klare Regeln für
Konferenzen vereinbaren, wie in der analogen Welt. Top 5 um
digitalen Stress zu bewältigen Kommunikation und ehrlicher
Austausch. Medienkanäle und deren Nutzung definieren. Analog wird
digital. Klare Regeln für Videokonferenzen festlegen. Prioritäten
setzen. Grenzen der Mediennutzung kennen und persönliche Kontakte
pflegen. „Arbeit ist mehr als ein Tastendruck und finanzieller
Outcome. Teamgefühl, Zusammenhalt und Vertrauen haben einen viel
größeren Einfluss für den Einzelnen. Das wird unterschätzt.“
Weitere Episoden
43 Minuten
vor 5 Jahren
39 Minuten
vor 5 Jahren
50 Minuten
vor 5 Jahren
22 Minuten
vor 5 Jahren
7 Minuten
vor 5 Jahren
In Podcasts werben
Kommentare (0)