#21 Wie halten wir unser Gehirn fit, Hannah Monyer? Wie schärfen wir unser Gedächtnis? Und was können wir getrost vergessen? (1/2)
1 Stunde 5 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Wochen
Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum Sie noch genau
wissen, wo Sie vor zehn Jahren im Urlaub waren, aber heute Morgen
Ihren Parkplatz suchen mussten? Unser Gedächtnis ist kein
staubiges Archiv, sondern eine lebendige Konstruktion, die
ständig an unserer Zukunft baut.
In dieser Folge begrüßen wir eine der renommiertesten
Hirnforscherinnen weltweit: Professorin Hannah Monyer. Sie lehrt
an der Uni in Heidelberg und erklärt uns, warum Vergessen absolut
lebensnotwendig ist, um in der Gegenwart klarzukommen, und wieso
unser Gehirn ab 50 zwar schrumpft, wir dem Abbau aber aktiv
entgegenwirken können. Erfahrt, weshalb zehn Kilometer Radfahren
und das Auswendiglernen von Gedichten das perfekte
„Gehirn-Futter“ sind und wie wir schlechte Tage durch gezieltes
„Überschreiben“ unserer Gedanken retten können. Eine Folge voller
Aha-Momente, die beweist: Wir sind unserem Alterungsprozess im
Kopf nicht hilflos ausgeliefert!
Teil 2 des Interviews erscheint kommende Woche.
Kapitelübersicht
00:00 – Begrüßung und Gastvorstellung: Prof. Hannah Monyer
02:50 – Morgensport und Gedichte: Das Fitnessprogramm der
Expertin
05:40 – Konstruktion statt Archiv: Wie Erinnerungen wirklich
entstehen
10:15 – Parkplatz-Frust vs. Langzeitwissen: Kurzzeit- und
Arbeitsgedächtnis
15:30 – Das Vorurteil als „schnelles Urteil“: Die Macht unserer
Schemata
19:45 – Gehirn-Abbau ab 50? Was die Radiologie verrät
24:10 – „Windows of Opportunity“: Sprachen und Musik im Alter
lernen
27:50 – Erinnerungen gezielt überschreiben: Strategien gegen
negative Gedanken
34:20 – Mythos Babybett: Können wir uns an die Zeit im Mutterleib
erinnern?
44:15 – Marcel Proust und der Geruch der Kindheit
49:00 – Ausblick auf Teil 2 und Verabschiedung
Zitate und Redewendungen
„Es fällt einem wie Schuppen von den Augen.“ – Über den
Belohnungseffekt beim Begreifen.
„Last in, first out.“ – Die traurige Regel des Gedächtnisverlusts
bei Demenz oder Traumata.
„Die Nervösen sind das Salz der Erde.“ – Ein Verweis auf die
Empfindsamkeit als Teil der Persönlichkeit.
„Ich werde Ihnen sagen, ich sage Ihnen, ich habe Ihnen gesagt.“ –
Hannah Monyers Formel für einen guten Vortrag.
Referenzen & Empfehlungen
Das geniale Gedächtnis von Hannah Monyer und Martin Gessmann.
Marcel Proust – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (Die
berühmte Madeleine-Szene).
Johann Wolfgang von Goethe: An den Mond.
Eduard Mörike: Er ist’s (Frühling lässt sein blaues Band...).
Franz Schubert – Winterreise.
Endlich ich! – Anne-Bärbel Köhle und Brigitte Huber
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