Softwareeinführung aus systemischer Sicht

Softwareeinführung aus systemischer Sicht

An der Nichtnutzung sind nicht die Nichtnutzer schuld
1 Stunde 32 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche
In dieser Folge von „Antiintuitiv“ dreht sich alles um
Software-Einführung aus systemischer Sicht. Host Holger Schlichting
lädt zwei Praktiker:innen ein, die Digitalisierung aus dem Alltag
kennen. Zu Gast ist Svenja Buckow, systemische
Organisationsentwicklerin und Agile Coach bei Praxisfeld. Außerdem
dabei: Tim Bohlen, Geschäftsführer von Mind Act Consulting &
Content GmbH. Gemeinsam räumen sie mit der Idee auf, „die
Mitarbeitenden müssten sich nur mehr anstrengen“. Denn Software
scheitert selten am Können – sondern an Erwartungen, Rollen und
Rahmenbedingungen. Digitalisierung erhöht zunächst die Komplexität:
mehr Möglichkeiten, mehr Schnittstellen, mehr Druck. Svenja
berichtet aus einer DMS-Einführung mit vielen Einheiten, Regionen
und Stakeholdern. Dabei wird sichtbar, wie Prozessvielfalt erst
durch Software wirklich „aufpoppt“. Im Fokus: Projektorganisation
statt Heldentum – mit klaren Rollen, Gremien und Routinen. Ein
Schlüssel: schneller technischer Support und zügiges Beheben von
Kinderkrankheiten. Tim zeigt, warum Appelle an „Haltung (Mindset)“
oft ins Leere laufen. Stattdessen: Anwendungsfälle, die den
konkreten Nutzen für Anwender:innen greifbar machen. Ein Leitbild
ist das Nutzen-Dreieck aus Organisation, Mitarbeitenden und
Kundschaft. Wer nur den Organisationsnutzen optimiert, riskiert
Ablehnung und Schattenprozesse. Typische Spannungen werden benannt:
Standardisierung versus Individualisierung. Oder:
Prozesskorrektheit versus Effizienz – und was das für
Entscheidungen heißt. Auch wichtig: Messbarkeit ist kein
Automatismus, sie macht oft erst Unsicherheit sichtbar. Am Ende
zählt, welche neuen Routinen im Alltag wirklich anschlussfähig
werden. Eine Folge für alle, die IT-Projekte als Changeprozess
verstehen wollen.

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