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  3. Antiintuitiv - der Podcast für systemische Organisationsentwicklung Podcast

Episoden

44 Minuten
In dieser Folge sprechen wir über Dynamic Shared Ownership (DSO) bei Bayer und darüber, wie sich das Organisationsdesign von einer stark hierarchischen Struktur hin zu mehr Selbstorganisation verändert hat. Wir ordnen ein, dass es sich um einen weitreichenden Umbau des Konzerns handelt, der in vielen Bereichen und Ländern relevant ist. Wir, das sind dieses Mal als Gast Marcus Paul Grün, Head Crop Protection Innovation, VP at Bayer AG unf Holger Schlichting, Geschäftsführer PRAXISFELD GmbH. Wir haben 2023 und 2024 in einem globalen Projekt zusammengearbeitet. In dieser Zeit ist auch DSO eingeführt worden. PRAXISFELD hat 2024 und 2025 Teams und Standorte bei der Einführung von DSO unterstützt. Um so spannender war für uns die Frage, wie sich heute, im August 2026, die Lage darstellt. Marcus führt ein Team von rund 300 Kolleginnen und Kollegen, das Herstellverfahren für Pflanzenschutzprodukte ermöglicht und verbessert, neue Prozesse erarbeitet und bestehende Abläufe in chemisch-technologischen und biotechnologischen Anlagen weiterentwickelt. Er hat Einblick in zentrale Unternehmensentwicklungen und berichtet von seinen eigenen Erfahrungen. Ein zentrales Thema ist der Grundgedanke von DSO: Entscheidungen sollen näher an die Orte des Problems verlagert werden. Dazu wurden Führungsebenen reduziert und Entscheidungswege verkürzt. Gleichzeitig ist aber wichtig, dass dafür auch die nötigen Ressourcen, das Know-how, die Erfahrung und das Netzwerk vor Ort vorhanden sein müssen. Wir sprechen darüber, dass DSO in einem Innovations- und Konzernumfeld anders funktioniert als in einem Produktionsunternehmen. Für Bayer mit langen Entwicklungszyklen und großen Investitionen bedeutet das, dass nicht jede Entscheidung dezentral getroffen werden kann, sondern klare Leitplanken und Sicherheitsanforderungen bestehen bleiben. Außerdem thematisieren wir die konkreten Auswirkungen auf Mitarbeitende und Führungskräfte. Einige erleben mehr Gestaltungsspielraum und mehr Wirksamkeit, andere empfinden die Veränderung als Einschränkung. Für Führung bedeutet das auch, stärker Kontext zu schaffen, Fragen anders zu stellen und Teams mehr zuzutrauen. Zum Schluss gehen wir auf erste Beobachtungen zu künstlicher Intelligenz ein. KI kann die individuelle Wirksamkeit von Mitarbeitenden zusätzlich erhöhen und neue Unterschiede in Produktivität und Teamdynamik erzeugen. Dadurch entstehen neue Fragen für Führung, Bewertung und Vergütung. 00:00:00 Intro 00:00:25 Einführung und DSO-Kontext 00:02:41 Markus’ aktuelle Rolle 00:04:56 Was DSO eigentlich ist 00:13:20 Vom Start zur Reife 00:19:57 DSO in der Produktion 00:24:37 Machtverlust und Reibung 00:30:40 Führung neu verstehen 00:35:56 Mitarbeitende und KI 00:43:00 Lernen als Zukunftschance
20 Minuten
In dieser Folge sprechen wir über systemische Organisationsentwicklung und den Hack 17 aus dem Buch von Sabine Kröhn. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie in Organisationen mehr Verantwortung übernommen wird und warum das in der Praxis oft schwerfällt. Wir unterscheiden dabei zwischen Verantwortung und Verantwortlichkeit. Verantwortlichkeit meint, wer im Nachhinein für eine Entscheidung rechtlich, organisatorisch oder moralisch zur Rechenschaft gezogen werden kann. Verantwortung bedeutet, trotz unvollständiger Informationen eine Entscheidung zu treffen und das Risiko zu tragen. Wir diskutieren, dass unklare Zuständigkeiten in agilen oder selbstorganisierten Teams sowohl hinderlich als auch förderlich sein können. Einerseits kann Klarheit darüber, wer im Fehlerfall verantwortlich gemacht wird, Sicherheit schaffen. Andererseits kann gerade eine gewisse Unklarheit dazu führen, dass Teams mutiger entscheiden und mehr Risiko übernehmen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Rolle von Führung. Wir sprechen darüber, dass Mitarbeitende eher Verantwortung übernehmen, wenn Führungskräfte klare Rahmen setzen, Entscheidungen zulassen und im Fehlerfall nicht mit Schuldzuweisungen reagieren. Ein Beispiel zeigt, wie ein Betriebsleiter ausdrücklich erlaubt, kleinere Verbesserungen auszuprobieren, und zugleich zusichert, bei Problemen die Verantwortung zu tragen. Am Ende halten wir fest, dass es wichtig ist, diese Unterscheidung in Organisationen bewusst zu machen und vorab zu klären, was bei Fehlern passiert. So können Mitarbeitende besser einschätzen, wann sie Verantwortung übernehmen und unter welchen Bedingungen sie handeln können. 00:00:31 Verantwortung klären 00:03:39 Begriffe unterscheiden 00:07:14 Agile Risiken 00:11:18 Paradox der Unklarheit 00:15:27 Führung durch Rahmen 00:18:12 Lernen statt Sanktionen
35 Minuten
Die Diplom-Ingenieurin Sabine Kröhn verfügt über langjährige Erfahrung nicht nur als Führungskraft, sondern auch als Lehrberaterin für systemische Organisationsentwicklung und als systemische Beraterin für Großunternehmen und Mittelstand in Organisationsdesign, Strategie, Führung und Teamentwicklung. In ihrem äußerst praktischen Buch 42 systemische Hacks bietet Sabine Kröhn handliches Interventionswerkzeug, das unerwartete Lösungen für Führung und Organisationsberatung wahrscheinlicher werden lässt. Ausgangspunkt sind die oft irritierenden Situationen im Alltag aller, die in und mit Organisationen leben und arbeiten. Und Ausgangspunkt ist ein dezidiert systemtheoretisch gefasstes Verständnis von Organisationen als soziale Systeme. Was ist daran so anders als an einem eher landläufigen Verständnis? Inwiefern braucht gute Hack-Praxis gute Theorie? Für wen? Und wie sind die systemischen Hacks angelegt? Sabine Kröhn im Gespräch bei Carl-Auer Sounds of Science. Zu den Höhepunkten zählen die anschauliche Erklärung, wie systemische Hacks klassische Organisationsverständnisse irritieren, die praxisnahen Beispiele zu Personalentscheidungen und informalen Tauschmitteln, sowie die Diskussion über die Bedeutung von Kontextbeobachtung und Reflexion für Führung und Beratung. Zum Abschluss betont Sabine Kröhn die inspirierende Wirkung systemtheoretischer Perspektiven auf Führungskräfte und Berater, hebt die gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen hervor und spricht sich für einen komplexitätsbewussten Umgang mit Organisationen aus.
25 Minuten
Im Carl Auer Verlag erscheint das Buch "42 systemische Hacks - unerwartete Lösungen für Führung und Organisationsentwicklung". Geschrieben hat es die PRAXISFELD Senior Beraterin Sabine Kröhn, die auch für die Entwicklung der 16-tägigen Weiterbildung "systemische Organisationsentwicklung mit TÜV-Rheinland Personenzertifizierung" bei PRAXISFELD verantwortlich zeichnet. Im Buch sind die jahrzehntelangen Erfahrungen aus komplexen Veränderungsprojekten in mehr oder weniger unwegsamem Organisations-Terrain zu kurzen Hacks verdichtet. Diese Folge ist gleichzeitig auch die Auftaktfolge zu einem nicht öffentlich zugänglichen Podcast, der Weiterbildungsteilnehmenden von PRAXISFELD zur Verfügung steht. Sie gibt aber auch einen Einblick über den Aufbau des Buches und wie immer auch in unsere Art, Organisationsphänomen durch die systemtheoretische Brille zu sehen, um sie dann praktisch bearbeiten zu können. Wobei das Ziel oft ist, nicht immer wieder das gleiche Bearbeitungsmuster zu probieren, sondern dinge auch mal mit einem frischen, antiintuitiven Blick anzugehen.
35 Minuten
Im Podcast „Organisations- und Psychodynamiken bei knappen Ressourcen“ geht es um Führung und Zusammenarbeit unter Druck. Holger Schlichting und Sabine Kröhn zeigen, warum knappe Zeit, Personal und Austausch Teams spürbar verändern. Kernidee: Organisationsdynamik (Kommunikation im System) und Psychodynamik (Erleben in Personen) nicht verwechseln. Unter Knappheit steigen Reibung, Rückzug in Silos und der Wunsch nach schnellen, einfachen Erklärungen. Der Podcast gibt Sprache und Tools, um Sorgen, Hilflosigkeit und Onmacht ansprechbar zu machen – ohne „Therapie-Ton“. Es geht um Prioritäten, Entscheidungsfähigkeit mit unvollständiger Information und realistische Zusagen in unsicheren Lagen. Szenario- und Paradoxiearbeit helfen, diffuse Angst in handhabbare Fragen und praktische Antworten zu übersetzen. Ein starkes Leitmotiv: Vertrauen aufbauen, wenn Sicherheit nicht mehr vollständig lieferbar ist. Mit Blick auf „Verliererkompetenz“ wird klar: Unter Knappheit kann nicht jede Einheit gewinnen. Eine Episode für Führungskräfte und Berater:innen, die in Restrukturierung, Kostendruck oder Wachstum handlungsfähig bleiben wollen.
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Über diesen Podcast

Wie gelingt es, eine Organisation nicht nur am Leben zu halten, sondern erfolgreich weiterzuentwickeln? Organisationen sind keinen Maschinen, die man linear steuern kann, sondern soziale Systeme, die viel eigenwilliger sind, als sich das so manche Führungskraft wünscht. Dieser Podcast zeigt dir auf, wann, wie und warum du deiner Intiution antiintuitives Denken entgegensetzen solltest - gegenüber deinen Mitarbeitern und Kollegen, gegenüber deinen Kunden und vor allem gegenüber dir selbst. Ganz nebenbei erfährst du noch viel über Themen wie Entscheidungsparadoxien, den Umgang mit Komplexität, Organisationen in Veränderungsprozessen und was das Ganze mit antiintuitivem Denken zu tun hat. Im Podcast hörst Du Holger Schlichting und David Agert von PRAXISFELD, zusammen mit Gästen, Freunden und Mitarbeiterinnen. PRAXISFELD entwickelt Strategien für Zukunftsfähigkeit und Innovation, unterstützt bei der Anpassung von Organisationsdesigns und schult, coacht und berät Führungskräfte. #praxisfeld #podcast IMPRESSUM PRAXISFELD GmbH Karlstr. 2 42897 Remscheid Tel. +49 2191 46455-0 Fax +49 2191 46455-29 team@praxisfeld.de www.praxisfeld.de Geschäftsführer: Holger Schlichting Registergericht: Amtsgericht Wuppertal Registernummer: HRB 23161 USt.ID DE206277859
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„Antiintuitiv - der Podcast für systemische Organisationsentwicklung“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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