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Beschreibung
vor 2 Monaten
Supply Chain AD ABSURDUM:
https://deine-lieferkette.de/supply-chain-ad-absurdum/Du kennst das
sicher: Du hast einen soliden Business Case ausgearbeitet, das Team
ist begeistert – und trotzdem gehst du mit gekürztem Budget und
viel Skepsis aus dem Vorstandsgespräch heraus. Mehr Details,
bessere Sicherheiten, ein höherer Return on Investment – diese
Forderungen fühlen sich wie Misstrauen an. Doch ich behaupte: Es
ist ein rationales Misstrauen, und die Agency Theory liefert das
theoretische Fundament dafür.Agency Theory: Trennung zwischen
Eigentum und KontrolleStell dir vor, du betreibst einen eigenen
kleinen Laden. Am Anfang bist du Eigentümer und Manager zugleich,
die Interessen sind deckungsgleich. Doch sobald das Geschäft wächst
und du Verantwortung abgibst – zum Management, zu Führungskräften –
entsteht der Bruch:Eigentümer (oder Aktionäre) tragen das volle
Risiko, geben aber Kontrolle ab. Das Management übernimmt die
Kontrolle, trägt aber nicht das volle Verlustrisiko. Daraus
entstehen Interessenunterschiede und – besonders spannend –
Informationsasymmetrien: Der Manager kennt den Markt, die Details,
die Risiken besser als der Eigentümer. Diese Asymmetrie wird mit
wachsender Größe noch komplexer: Jede Managementebene ist ein Agent
für darüber liegende Ebenen – eine verkettete Agency Chain.Was
heißt das für uns in der Supply Chain?Diese strukturellen
Unterschiede erklären, warum der Vorstand nicht aus Bosheit oder
Unwissen Budgets streicht, sondern weil er selbst Druck von oben
bekommt, Ziele erfüllen muss und deshalb wissen will: Wird das
Kapital effizient eingesetzt? Die Kritik und Challenges sind also
Teil der strukturellen Notwendigkeit, kein persönlicher Angriff.
Das hilft enorm, wenn du Investitionsvorlagen
vorbereitest.Overengineering und Empire BuildingEin Beispiel: Du
willst die modernste Planungsoftware oder das vollautomatisierte
Lager. Als Profi strebst du nach Perfektion – doch Perfektion ist
teuer. Der Eigentümer zahlt nicht für Perfektion, sondern für
ökonomische Effizienz! Systeme, die robuster und komplexer sind als
der Markt verlangt, kosten “operative Ruhe” mit dem Geld der
Eigentümer – das ist im Endeffekt ineffizient. Deshalb hinterfragt
der Vorstand “Future-Proof”-Lösungen kritisch.Moral Hazard:
Bestände als AngstprämieViele von euch kennen das: Um ruhig
schlafen zu können, werden extra Bestände angelegt – die
Konsequenzen trägt am Ende aber jemand anderes. Der
Produktionsleiter will keine Minute Stillstand, der Einkaufsleiter
wird nicht verantwortlich gemacht für Überbestände, aber der
Eigentümer muss die Kosten tragen. Das Working Capital explodiert,
der Cashflow sinkt. Und wieder: Informationsasymmetrie. Der
Vorstand hat oft das operative Detailwissen nicht, muss sich auf
Business Cases verlassen. Spätestens der CFO prüft kritisch jedes
Szenario. Das ist gut, denn es validiert, ob im Sinne des
Unternehmens gehandelt wird.Sandbagging: Zielpuffer als
AbsicherungDie meisten von uns kennen das Prinzip, Zielpuffer ins
Budget einzubauen – für ein “easygoing” Geschäftsjahr. Unerwünschte
Nebeneffekte: Der Vorstand geht mit der Rasenmäher-Methode durch
und kürzt pauschal. Umso wichtiger wird Transparenz: Offen, ehrlich
erklären, wo die Annahmen herkommen – und gemeinsam als Team die
Budgets vertreten.Lösung: Informationsasymmetrie abbauen!Die Agency
Theory kann man für sich nutzen, indem man Informationsasymmetrien
abbaut – durch Signaling und Bonding:Signaling: Proaktiv alle Infos
offenlegen, die Kosten und Risiken transparent machen, Szenarien
erklären, statistische Evidenz liefern.Bonding: Sich an ehrgeizige,
realistische Ziele binden – Erfolg messbar machen, kontinuierlich
nachsteuern und offenlegen.Das Ziel: Als Partner auftreten, nicht
als Agent – und so das Misstrauen senken, Genehmigungen
beschleunigen und als wertvolle Führungskraft wahrgenommen
werden.Meine Homepage: https://deine-lieferkette.de
https://deine-lieferkette.de/supply-chain-ad-absurdum/Du kennst das
sicher: Du hast einen soliden Business Case ausgearbeitet, das Team
ist begeistert – und trotzdem gehst du mit gekürztem Budget und
viel Skepsis aus dem Vorstandsgespräch heraus. Mehr Details,
bessere Sicherheiten, ein höherer Return on Investment – diese
Forderungen fühlen sich wie Misstrauen an. Doch ich behaupte: Es
ist ein rationales Misstrauen, und die Agency Theory liefert das
theoretische Fundament dafür.Agency Theory: Trennung zwischen
Eigentum und KontrolleStell dir vor, du betreibst einen eigenen
kleinen Laden. Am Anfang bist du Eigentümer und Manager zugleich,
die Interessen sind deckungsgleich. Doch sobald das Geschäft wächst
und du Verantwortung abgibst – zum Management, zu Führungskräften –
entsteht der Bruch:Eigentümer (oder Aktionäre) tragen das volle
Risiko, geben aber Kontrolle ab. Das Management übernimmt die
Kontrolle, trägt aber nicht das volle Verlustrisiko. Daraus
entstehen Interessenunterschiede und – besonders spannend –
Informationsasymmetrien: Der Manager kennt den Markt, die Details,
die Risiken besser als der Eigentümer. Diese Asymmetrie wird mit
wachsender Größe noch komplexer: Jede Managementebene ist ein Agent
für darüber liegende Ebenen – eine verkettete Agency Chain.Was
heißt das für uns in der Supply Chain?Diese strukturellen
Unterschiede erklären, warum der Vorstand nicht aus Bosheit oder
Unwissen Budgets streicht, sondern weil er selbst Druck von oben
bekommt, Ziele erfüllen muss und deshalb wissen will: Wird das
Kapital effizient eingesetzt? Die Kritik und Challenges sind also
Teil der strukturellen Notwendigkeit, kein persönlicher Angriff.
Das hilft enorm, wenn du Investitionsvorlagen
vorbereitest.Overengineering und Empire BuildingEin Beispiel: Du
willst die modernste Planungsoftware oder das vollautomatisierte
Lager. Als Profi strebst du nach Perfektion – doch Perfektion ist
teuer. Der Eigentümer zahlt nicht für Perfektion, sondern für
ökonomische Effizienz! Systeme, die robuster und komplexer sind als
der Markt verlangt, kosten “operative Ruhe” mit dem Geld der
Eigentümer – das ist im Endeffekt ineffizient. Deshalb hinterfragt
der Vorstand “Future-Proof”-Lösungen kritisch.Moral Hazard:
Bestände als AngstprämieViele von euch kennen das: Um ruhig
schlafen zu können, werden extra Bestände angelegt – die
Konsequenzen trägt am Ende aber jemand anderes. Der
Produktionsleiter will keine Minute Stillstand, der Einkaufsleiter
wird nicht verantwortlich gemacht für Überbestände, aber der
Eigentümer muss die Kosten tragen. Das Working Capital explodiert,
der Cashflow sinkt. Und wieder: Informationsasymmetrie. Der
Vorstand hat oft das operative Detailwissen nicht, muss sich auf
Business Cases verlassen. Spätestens der CFO prüft kritisch jedes
Szenario. Das ist gut, denn es validiert, ob im Sinne des
Unternehmens gehandelt wird.Sandbagging: Zielpuffer als
AbsicherungDie meisten von uns kennen das Prinzip, Zielpuffer ins
Budget einzubauen – für ein “easygoing” Geschäftsjahr. Unerwünschte
Nebeneffekte: Der Vorstand geht mit der Rasenmäher-Methode durch
und kürzt pauschal. Umso wichtiger wird Transparenz: Offen, ehrlich
erklären, wo die Annahmen herkommen – und gemeinsam als Team die
Budgets vertreten.Lösung: Informationsasymmetrie abbauen!Die Agency
Theory kann man für sich nutzen, indem man Informationsasymmetrien
abbaut – durch Signaling und Bonding:Signaling: Proaktiv alle Infos
offenlegen, die Kosten und Risiken transparent machen, Szenarien
erklären, statistische Evidenz liefern.Bonding: Sich an ehrgeizige,
realistische Ziele binden – Erfolg messbar machen, kontinuierlich
nachsteuern und offenlegen.Das Ziel: Als Partner auftreten, nicht
als Agent – und so das Misstrauen senken, Genehmigungen
beschleunigen und als wertvolle Führungskraft wahrgenommen
werden.Meine Homepage: https://deine-lieferkette.de
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