107 - Aus der Bubble: x3 Bericht mit Ani Menua und Julia Boxler (moderiert von Anna Mikheeva)

107 - Aus der Bubble: x3 Bericht mit Ani Menua und Julia Boxler (moderiert von Anna Mikheeva)

54 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen

Diese Folge ist unser sehr persönlicher Lagebericht aus dem
Inneren des x3 Kollektivs: über Förderkrisen, überlastete
Strukturen und die Frage, wie ein postmigrantisches Projekt
zwischen Ehrenamt, Care-Arbeit und politischer Gegenwart
überhaupt weiterexistieren kann.


Migration, zivilgesellschaftliches Engagement und Podcast-Arbeit
bedeuten derzeit permanente Unsicherheit, un(ter)bezahlte
Expertisen und das ständige Aushandeln von Sichtbarkeit.
Ausbleibende Förderzusagen, gekürzte Kulturmittel und
institutionelle Hierarchien verschärfen den Druck – und machen
zugleich deutlich, wie sehr selbstorganisierte Räume gebraucht
werden.


Mit dieser Folge brechen wir bewusst mit der Social-Media-Kultur,
wo nur Erfolg performt. Stattdessen sprechen wir offen über
unsere Herausforderungen, Hoffnungen und Entschlossenheit, sie
gemeinsam zu meistern. Wir wissen auch, dass unsere Erfahrungen
nicht einzigartig sind und exemplarisch dafür stehen, wovon viele
Projekte betroffen sind. Deshalb appellieren wir an euch, auch
Krisen solidarisch zu denken, um sie gemeinsam durchzustehen.




Wie verändert Förderprekarität die Arbeit eines
postmigrantischen Kollektivs – inhaltlich, strukturell und
emotional?




Welche Lücken lassen staatliche Institutionen bewusst offen,
wenn sie Diskurse zu Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien
weiter marginalisieren?




Und wie kann Solidarität praktisch aussehen – jenseits von
symbolischen Credits und reiner Sichtbarkeit?




️ Gemeinsam mit Anna Mikheeva sprechen Ani und Julia darüber, wie
x3 sich in den letzten Jahren von einem „klassischen“ Podcast hin
zu einem Kooperationshub und Forschungsprojekt entwickelt hat –
getragen von einem Kollektiv, das überwiegend prekär bzw.
ehrenamtlich arbeitet. Sie erzählen von geplatzten Förderräumen
(ein Jahr Warten auf eine Absage), der Erfahrung staatlich als
„nicht relevante Zielgruppe“ eingestuft zu werden, und von
Erschöpfung, Zorn und trotzigem Weitermachen.


Zugleich geht es um Visionen: die Gründung der gemeinnützigen
Post Ost Agency gUG, den Wunsch, Förderlogiken zu verändern,
Institutionen kritisch zu beraten und Synergien über PostOst
hinaus zu schaffen. Live-Formate, Residenzen und Kooperationen
zeigen, wieviel politische Energie in Begegnungsräumen entsteht –
jenseits toxischer Social-Media-Dynamiken und Performancedruck.
Klar wird: Diese Arbeit ist gelebte Wissensproduktion, Archiv und
solidarische Infrastruktur zugleich – und ohne materielle
Anerkennung auf Dauer nicht haltbar.


Unterstützt uns mit einer Spende: einmalig oder
regelmäßig, je nachdem, was ihr euch leisten könnt.


Bankverbindung


X3 PostOst Agency gUG (haftungsbeschränkt)



Bank: FINOM Payments



IBAN: DE37 1001 8000 0714 8873 46



BIC: FNOMDEB2



Verwendungszweck:
Spende x3 Podcast


Die Aufnahme entsteht in Kooperation mit ⁠@n_ost_org⁠, wo der
Podcast seit Jahren aufgezeichnet wird – eine der wenigen
stabilen Säulen in einem ansonsten extrem fragilen Förderumfeld.


Die Hosts: Julia Boxler ⁠@boxxler⁠ & Ani
Menua ⁠@ani_menua – künstlerische Forscherinnen, Aktivistinnen
und Teil eines wachsenden Kollektivs, das postmigrantische,
queer-feministische Perspektiven in Forschung, Medien und Praxis
miteinander verschränkt.​


Anna Mikheeva ist Redakteurin der multilingualen
Plattform syg.ma, Feministin, interdisziplinär tätige Künstlerin
und Teil des x3 Kollektivs. 


(Ich bin für die Social-Media-Kanäle von x3 verantwortlich.)


In der Folge moderiert sie das Gespräch, bringt eigene
Erfahrungen ein und beschreibt, wie sehr ihr in ihrem Kontext
dekoloniale Perspektiven und Räume wie x3 fehlen.


Mehr auf unserer ⁠⁠Webseite⁠⁠


Folgt uns auf ⁠⁠Instagram⁠⁠ für mehr Updates & Diskussionen,
Einblicke in die Arbeit des Kollektivs und kommende
Live-Formate.​


Weitere Podcast-Folgen zum Kontext PostOst, Migration &
Partizipation findet auf unserer ⁠⁠⁠Webseite⁠⁠⁠ – viele davon
werden inzwischen von Hochschulen, Einrichtungen und Projekten
als Vorbereitungsmaterial und Diskursarchiv genutzt.​

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15