Podcaster
Episoden
22.12.2025
1 Stunde 18 Minuten
Diese Folge ist der zweite Teil einer Podcast-Reihe zu
transgenerationalen Traumata, Aussiedler:innen,
Spätaussiedler:innen sowie hybriden und fluiden Identitäten im
Spiegel des PostOst-Diskurses.
Migration bedeutet hybride Identitäten und das ständige
Sich-Erklären-Müssen. Die Rückkehrdebatten, die Suche nach echten
Räumen, die prekäre Förderlogik und die Krisen heutiger Zeit
werfen Fragen auf:
Welche Narrative prägen die jüngere Generation von
Spätaussiedlern?
Wie funktioniert Empowerment, ohne transgenerationale Traumata zu
negieren?
Und wie schaffen wir Solidarität statt Konkurrenz zwischen neuen
und etablierten Strukturen?
️ Gemeinsam mit Eugenie Frank und Nikita Heidt sind wir in die
tiefen Schichten deutscher Migrationspolitik gegenüber
sogenannten Russlanddeutschen, Spätaussiessiedlern und
Vertrieben eingetaucht – von der Abwertung in der
Sowjetunion über rechtliche Brüche seit 1993 bis zur Frage, wie
wir heute solidarisch handeln können, ohne die Vorarbeit
vorheriger Generationen zu untergraben.
Klar ist: Wir brauchen differenzierte Positionierungen zwischen
Behördenbegriffen, wissenschaftlichen Kategorien und gelebten
Erfahrungen.
Die Aufnahme entsteht im Auftrag von Katarina Niewiedzial
@integrationsbeauftragteberlin, Beauftragte des Senats von Berlin
für Partizipation, Integration und Migration, und Walter Gauks
@waltergauks, Ansprechperson für Deutsche aus Russland,
Spätaussiedler und Vertriebene in Berlin.
Herzlichen Dank an n-ost für die Studio-Kooperation @n_ost_org
Die Gesprächspartner:innen:
Nikita Heidt wurde 1995 in Moskau geboren und kam 2019 als
Spätaussiedler nach Deutschland. Er beschäftigt sich mit dem
Thema Russlanddeutsche, schrieb seine Masterarbeit als Historiker
über russlanddeutsche Gemeinschaften in Russland, Deutschland und
den USA. 2023 gründete er die Riwwel gUG sowie weitere
Initiativgruppen in Berlin, darunter „Warum бы и nicht“, durch
die die Integration von Spätaussiedlern und die weltweite
Vernetzung der russlanddeutschen Communitys gefördert werden.
Riwwel — (Organisation für Spätaussiedler:innen und
Russlanddeutsche 2. Generation)
Gemeinsam unterwegs — BAMF-Programm "Gemeinsam unterwegs:
Identität. Anerkennung. Begegnung" (§9 Abs.4 BVfG)
Warum бы и nicht Berlin — Club/Initiative im Übergangswohnheim.
Eugi Frank verbindet in diesem Talk persönliche Erfahrungen mit
ihrer beruflichen Expertise in diskriminierungskritischer
Bildungsarbeit. Auslandsaufenthalte in Tadschikistan und
Kasachstan sowie ihr politisches Engagement prägen ihren Blick
auf Herkunft, Identität und Solidarität. In ihrer Masterarbeit
((Un-)Sichtbare Migration?! Identitätskonstruktionen
russlanddeutscher (Spät-)Aussiedler:innen in der zweiten
Generation) beschäftigte sie sich zudem wissenschaftlich mit den
Identitätskonstruktionen der zweiten Generation russlanddeutscher
(Spät-)Aussiedler*innen.
Mehr auf unserer Webseite
Folgt uns auf Instagram für mehr Updates & Diskussionen
Die Hosts:
Julia Boxler @boxxler
Ani Menua @ani_menua
Weitere Podcast-Folgen zum Thema:
Folge 40 Partizipation statt Integration: mit Katarina
Niewiedzial
Folge 26 Russlanddeutsch und BIPoC: Zu Gast Angelika Kim
Folge 88 Talking PostOst Migration mit Emilia Smechowski, Maria
Alexopoulou, Nane Khachatryan & Julia Boxler
Mehr
15.12.2025
1 Stunde 14 Minuten
️ Trauma ist keine Identität — Aussiedler, Spätaussiedler,
PostOst
Unsere neue Folge ist der Auftakt einer zweiteiligen
Podcast-Reihe zu transgenerationalen Traumata, Aussiedler:innen,
Spätaussiedler:innen sowie hybriden und fluiden Identitäten im
Spiegel des PostOst-Diskurses.
️ Gemeinsam mit Katharina Blumberg-Stankiewicz und Waldemar
Masson diskutieren wir, wie zivilgesellschaftliche Arbeit von
vorangegangenen Generationen aufgebaut wurde und wie wir heute
solidarisch handeln können, um neue Resonanzräume zu
schaffen.
Oft wird die Geschichte von Spätaussiedler:innen und sogenannten
Russlanddeutschen auf drei historische Marker verengt:
Auswanderung, Deportation, “Rückkehr”. Jenseits dieser
vereinfachenden Schlagworte beginnt die eigentliche Suche nach
Identität – das Ringen um das Verständnis komplexer
transgenerationaler Migrationserfahrungen und die Sehnsucht nach
echten Austauschräumen auf Augenhöhe. Im Gespräch bewegen wir uns
zwischen migrantischen Selbstverortungen, Mehrfachzugehörigkeiten
und gesellschaftlichen Uneindeutigkeiten, die die
Zivilgesellschaft zuweilen herausfordern.
Wie können wir uns jenseits von technischen und historisch
gewachsenen Kategorien solidarisieren?
Wie funktioniert Empowerment, wenn man sich weder als „Opfer“
noch als „Vorzeige-Migrant“ labeln lassen will? Und wie finden
wir neue Sprachen des Erinnerns, die über Trauerarbeit
hinausgehen?
Können wir Migration nicht nur als problembehaftet, sondern auch
als Ressource und Quelle für produktive Perspektivwechsel
verstehen?
Die Aufnahme entsteht im Auftrag von Katarina Niewiedzial
@integrationsbeauftragteberlin, Beauftragte des Senats von Berlin
für Partizipation, Integration und Migration, und Walter Gauks
@waltergauks, Ansprechperson für Deutsche aus Russland,
Spätaussiedler und Vertriebene in Berlin.
Herzlichen Dank an @n_ost_org für die Studio-Kooperation
Die Gesprächspartner:innen:
Katharina Blumberg-Stankiewicz wurde 1977 in Olsztyn geboren und
wuchs im Ruhrgebiet auf. Sie hat an der Europa-Universität
Viadrina Kulturwissenschaften studiert und promoviert zur
„Uneindeutigkeit nach der Migration“. Sie ist Mitbegründerin der
Initiative „Zwischen den Polen“, die sich für
multiperspektivische Sichtweisen auf Migration und Nachbarschaft
einsetzt. Aktuell kooperiert sie unter anderem mit der
Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, um die
Geschichten polnischer Migrant:innen der 80er Jahre sichtbar zu
machen.
Zwischen den Polen — Initiative für transnationale Zusammenarbeit
und postmigrantische Perspektiven.
ZEIT Online: Polnisch-deutsche Identität – Ein Essay über
Zugehörigkeit, Migration und die Frage nach Nationalität jenseits
starrer Grenzen.
Ateliergespräch (Video) – Ein Einblick in den Austausch über
„Wagheiten“ und die Uneindeutigkeit der Migration. Mit Darja
Klingenberg, Miray Seramet und Julia Boxler.
Waldemar Masson ist Kunsthistoriker, Künstler, Pädagoge, Autor
und passionierter Ahnenforscher. Er setzt sich für eine lebendige
Erinnerungspraxis und moderne Vermittlung russlanddeutscher
Geschichte ein. Seine Ahnenforschung eröffnete ihm seine eigene
europäische Familiengeschichte, die von Frankreich bis Südtirol
reicht.
Zeitzeugengespräch – Waldemar Masson im Interview über
Exilerfahrungen, Familiengeschichte und Erinnerungskultur.
Mehr auf unserer Webseite
Folgt uns auf Instagram
Die Hosts: Julia Boxler @boxxler Ani Menua @ani_menua
Weitere Podcast-Folgen zum Thema:
Folge 74 Ju Bavyka: Migration und Queerness narrativieren
Folge 78 Transformative Identities mit Masha Beketova &
Marina Solnzewa
Mehr
20.11.2025
1 Stunde 11 Minuten
️Framings,
Namings,
Solidaritäten
Unsere Live-Podcast-Aufnahme in Leipzig hat gezeigt, wie
vielschichtig und herausfordernd es ist, über Erfahrungen mit
Imperialismus von Ost und West sowie komplexe Zugehörigkeiten
innerhalb der deutschen Gesellschaft zu sprechen.
️ Gemeinsam mit Elza Gubanova und Ana Tcheischvili sind wir in
die „blinden Flecken“ deutscher Erinnerungskultur eingetaucht –
von der fehlenden Auseinandersetzung mit anti-osteuropäischen
NS-Verbrechen über sowjetischen Imperialismus bis zur Erschöpfung
durch das ständige Sich-Erklären-Müssen.
Migration bedeutet hybride Identitäten und neue Lücken im eigenen
Alltag. Der Krieg, die Okkupation und Proteste in Ukraine, wie
auch Georgien und die Suche nach Zugehörigkeit werfen Fragen
auf:
Wo gehören unsere Stimmen innerhalb postmigrantischer und
postsozialistischer Realitäten hin?
Was bewirkt der PostOst-Diskurs – welche politischen
Perspektiven sind damit verbunden?
Und welche politische Bedeutung kann ein Begriff als poetischer
Suchraum entfalten?
Klar ist: Wir brauchen mehr Räume für differenziertere
Positionierungen.
Danke an alle, die dabei waren – Eure Geschichten und Fragen
machen den Diskurs lebendig und umfassend!
Der Abend und die gesamte Reihe LOKAL DEKOLONIAL sind eine
Kooperation zwischen der bpb und dem Referat Internationale
Zusammenarbeit der Stadt Leipzig. @bpb_de, @stadtleipzig. Im
Rahmen des Festivals @politikimfreientheater.
Die Teilnehmerinnen
Mehr
24.07.2025
41 Minuten
Herkunft, Humor und hybride Selbstbilder
Wie können hybride Identitäten zwischen geografischen und
kulturellen Räumen Kunst beeinflussen? Wie wirkt Humor auf
politischer Ebene? Und warum kann er ein produktives
künstlerisches Mittel sein, um über koloniale und postkoloniale
Erfahrungen zu sprechen?
️ In dieser Live-Folge sprechen wir mit der interdisziplinären
Künstlerin Faina Yunusova über ihren absurd-brillanten Film
"Achtung, vermisst" und die Kraft des Humors als künstlerisches
Werkzeug. Die Aufnahme entstand im Kunstraum hase 29 im Rahmen
der Gruppenausstellung PostOst Re:Vision.
Faina nimmt uns mit auf ihre Reise von Usbekistan über Moskau
nach Deutschland und erzählt, wie sie nach ihrer Exmatrikulation
aus der Moskauer Kunstakademie wegen kritischer Haltung ihren Weg
in die deutsche Kunstszene fand. Ihr Film — eine Mockumentary
über eine Reporterin auf der Suche nach einem vermissten
Croissant — zeigt, wie sie durch absurde Erzählstrukturen und
mehrschichtige Arbeiten komplexe Themen zugänglich macht, ohne zu
belehren oder anzuklagen.
Euch erwartet eine Folge über die Kunst, schwierige Themen mit
Leichtigkeit zu behandeln, ohne sie zu trivialisieren – und
über die Suche nach Identität in einer postkolonialen Welt.
PostOst RE:VISION läuft bis Ende August 2024 – eine Kooperation
zwischen Kunstraum hase 29 und X3
Über die Gästin:
Faina Yunusova setzt sich in ihrer Praxis mit kultureller
Identität, Erinnerung und gesellschaftlichen Narrativen im
digitalen Zeitalter auseinander. Durch Medien wie Malerei, Video,
KI und Performance reflektiert sie das postsowjetische Erbe und
die Fluidität von Zugehörigkeit zwischen geografischen, realen
und fiktiven Räumen.
Jetzt reinhören & teilen!
Auch auf unserer Webseite!
Folge uns auf Instagram für mehr Updates & Diskussionen
Shownotes:
PostOst Re:Vision Ausstellung im Kunstraum hase 29 (kuratiert von
Julia Boxler, Jasmina Janoschka, Jaqui Maschke und Ani Menua)
Faina Yunusova in Instagram
hase 29 in Instagram
Beyond the post-soviet (Btps)
Mehr
30.06.2025
1 Stunde 10 Minuten
PostOstDeutschland mit Dennis Chiponda, Enrique Torres
und Darja Klingenberg
Was heißt „Ostdeutschland“ aus postmigrantischer PostOst
Perspektive? Welche Rolle spielen Herkunft, Erinnerung und
Klassenzugehörigkeit im Osten? Warum finden sich viele in den
offiziellen Erzählungen zur Einheit nicht wieder — und wie lässt
sich diese Leerstelle füllen?
In dieser Folge von X3 veröffentlichen wir einen weiteren
Live-Mitschnitt vom X3 SPACES Creative Fest, das
am 16. Mai 2025 im Berlin Global Village stattfand. Hinter dem
illustren Titel
„PostOstDeutschland“ geht es um
Erfahrungen, die im öffentlichen Diskurs Neuland sind:
ostdeutsche und PostOst Sozialisation. Und noch um vieles mehr,
wie: postmigrantische Ost-Allianzen , Migrationsbiografien
postsozialistischer Staaten, Ostgebiete und Osteuropa ,
Sichtbarkeit, Empowerment, Exotisierung, Rassismuserfahrungen,
Identitätspolitik und der Frage:
Wie lässt sich Ostdeutschland (neu) erzählen?
Mit Julia Boxler @boxxler auf dem Podium:
Dennis Chiponda aka Chipi politischer Bilder,
Moderator, Diversity Manager
Darja Klingenberg Soziologin (kritische
Migrations- und Geschlechterforschung / Soziologie des Wohnens/
Soziologie des Humors / Studien zu Erinnerungskulturen)
Enrique Torres Initator von Künstlerische
Tatsachen, Jena und Zukunftskurator bei enter – Junge
Kulturregion Chemnitz
Die Diskussion kreist um zentrale Themen wie:
Wie lassen sich PostOst Perspektiven im Osten sichtbar machen und
an den postmigrantischen Diskurs anknüpfen?
Welche Narrative fehlen in der Debatte um die deutsche Einheit
und Transformation und welche historischen Kontinuitäten werden
gern ausgeblendet?
Gibt es ein postsozialistisches Erbe von Nähe und Solidarität –
oder ist das ein Mythos?
Die Folge wurde im Rahmen des X3 SPACES Creative Fest
aufgenommen, einem Projekt zum Storytelling gegen Desinformation
im PostOst Kontext, gefördert von der Beauftragten der
Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) @bundeskultur
Das Fest hat im Berlin Global Village stattgefunden.
Jetzt reinhören & teilen!
Auch auf unserer Webseite!
Folge uns auf Instagram für mehr Updates & Diskussionen
Du willst noch mehr hören?
Talking PostOst Migration mit Emilia Smechowski,
Maria Alexopoulou, Nane
Khachatryan & Julia Boxler
Ostarbeiter:innen In Kooperation mit
Dekoder, mit Ksenja Holzmann
Podcast von Dennis Chiponda: Mauerecho
Buch von Darja Klingenberg: Materialismus und
Melancholie
Kulturelle Projekte von Enrique Torres: Künstlerische
Tatsachen
@kuenstlerische_tatsachen
ENTER Kulturregion
Ein Projekt zur Förderung von kulturellen Freiräumen und
experimentellen Formaten für junge Menschen
enter-kulturregion.de
Mehr
Über diesen Podcast
X3 ist der erste PostOst Podcast. Gehostet von Ani Menua, Elena
Barysheva, Julia Boxler, Saltanat Shoshanova
Kommentare (0)