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  4. Führung und Struktur: Wenn digitaler Stress zum Dauerzustand wird - Interview mit Dr. David Bausch
Die meisten von uns spüren die schleichende Gefahr digitaler
Belastung. Dr. David Bausch, promovierter Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftler, entdeckte, dass es viele emotionale
Widerstände gegen digitale Technologien gibt, und ging diesen auf
den Grund. Er fand heraus, dass digitaler Stress durch ständige,
kleine Stressoren, und nicht durch einzelne, große Ereignisse die
Menschen chronisch erschöpft. In der Pandemie hat digitaler Stress
als Dauerzustand einen enormen Schub bekommen. Ständige
Erreichbarkeit und Informationsüberflutung rauben Energie und sind
schädlicher als wir vermuten. Was uns erschöpft ist die
kontinuierliche, unterschätzte Dauerlast von 6 etablierten
Stressoren: • Überladung durch zu viele Technologien und Termine, •
Entgrenzung durch ständige Erreichbarkeit und hybride
Arbeitsmodelle, • komplexe Systeme, • wachsende Unsicherheit im
Umgang damit, • Unzuverlässigkeit der Technologien, •
Leistungsüberwachung der Arbeit durch Technologien. Interessant
ist, dass junge Menschen anfälliger für digitalen Stress sind als
ältere Generationen, weil sie nie ohne Smartphone gelebt haben. Sie
leiden weniger unter ständiger Erreichbarkeit, weil sie
Bewältigungsstrategien entwickelt haben und Pausen vom Internet
kennen. Dazu kommt der Druck, wenn sofort Antworten erwartet werden
und Kontrollmechanismen wie Status-Anzeigen aktiv sind. Zudem
verschärfen KI Technologien digitalen Stress zusätzlich. So haben
sich seit 2022 Google-Suchanfragen zu "KI und Jobverlust"
verzehnfacht. Es gibt auch noch zu wenig Diskussionen über mentale
Gesundheit in Bezug auf Arbeiten mit KI. Zum Beispiel wenn
scheinbar effiziente KI-Ergebnisse durch aufwändige Nachbearbeitung
ihren Nutzen aufzehrt. Digitale Belastung ist kein individuelles
Versagen und wird auf drei Ebenen ausgelöst: - innerlich durch
ständige Erreichbarkeit, - durch Führungsverhalten, wenn
Vorgesetzte außerhalb der Arbeitszeit arbeiten, - organisational,
wenn Dauerbeschäftigung statt echter Mehrwert honoriert und mentale
Gesundheit dabei vernachlässigt wird. Das Problem ist, dass
Unternehmen digitalen Stress als HR- oder Gesundheitsthema
behandeln statt ganzheitlich. Isolierte Maßnahmen helfen nicht, um
mit zunehmender digitaler Belastung konstruktiv umzugehen. . In
seinem neuen Buch „Das Ende der Arbeit, wie wir sie kannten“ sieht
Dr. David Bausch einen systemischen Ansatz mit fünf
Schlüsselfaktoren als Lösung: moderne Führung, mentale Gesundheit,
Vielfalt & Diversität, Entwicklung durch Lernen und
Organisationskultur mit psychologischer Sicherheit. Besonders in
Krisenzeiten sollten Unternehmen Vertrauen und Innovationsräume
schaffen statt Kontrolle verstärken und sich der Bedeutung ihrer
Führungskultur und Organisationsstruktur bewusst sein. Die zentrale
Botschaft ist, dass Wege aus der Krise führen, wenn Menschlichkeit
an Bedeutung gewinnt und bewusste Entwicklung die Grundlage für
mutige Veränderung ist. In unserem Gespräch hörst Du: - wie
digitaler Stress entsteht und gemessen werden kann, - welche
Schlüsselfaktoren für eine gute Unternehmenskultur wichtig sind, -
wie die Emergenztherorie einen ganzheitlichen Ansatz untermauert, -
weshalb Kontrolle in Krisenzeiten kontraproduktiv ist. Viel Spaß
und viel Inspiration! Was ist Dein Aha-Moment?
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„Führung und Struktur: Wenn digitaler Stress zum Dauerzustand wird - Interview mit Dr. David Bausch“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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