Journalismus und Medienmanagement: Strategie, Innovationen und Verantwortung - Interview mit Dr. Rainer Esser
41 Minuten
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Beschreibung
vor 4 Wochen
Wie gelingt es, ein Traditions-Medienunternehmen umzustrukturieren
und erfolgreich in die Champions League zu führen? Das ist die
spannende Frage, die ich Dr. Rainer Esser, CEO der ZEIT
Verlagsgruppe, gestellt habe! Eines kann ich jetzt schon verraten:
es sind hochinteressante, unternehmerische Erkenntnisse dabei
herausgekommen! Doch beginnen wir von vorne. Wie tickt eigentlich
Dr. Rainer Esser und auf welchem Führungsverständis basiert seine
Arbeit? Rainers Weg ging über eine Banklehre, ein Jurastudium und
die Deutsche Journalistenschule und führte ihn schließlich zur
Spitze der ZEIT Verlagsgruppe. Besonders überraschend: Seine
Banklehre war für seine Arbeit wichtiger als das Jurastudium und
prägte sein Verständnis für Geschäftsprozesse. Die Deutsche
Journalistenschule öffnete ihm die Welt des Storytellings, um
Menschen für News zu begeistern. Das zeigt, dass diverse
Fachkompetenzen in Führungspositionen wertvoller sein können als
klassische, punktgenaue Berufsausbildungen. Genau diese Kombination
- journalistische Leidenschaft plus kaufmännisches Denken und
unternehmerischer Mut - ermöglichte die digitale Transformation der
ZEIT. 1999 übernahm Rainer die Geschäftsführung der ZEIT, als sich
für Medien die Geschäftsgrundlagen änderten und die Branche unter
Druck brachten. Seine größte Herausforderung war, den Verlag aus
den roten Zahlen zu führen und eine zukunftsfähige Organisation
aufzubauen. Statt radikale Neuerfindung setzte Rainer auf
Teamarbeit und einen starken Gemeinschaftsspirit, kontinuierliche
Erweiterung durch schnelles Ausprobieren von neuen Formaten und
Geschäftsmodellen, niedrige Investitionen in Testformate, echtes
Lernen aus Fehlern und ständiges Innovieren mit klugem Anpassen.
Die Neuausrichtung erfolgte nicht durch einen radikalen Bruch,
sondern durch den Ausbau vorhandener Stärken. Das Ergebnis? Die
ZEIT wuchs von 300 auf 1.400 Mitarbeitende, hat redaktionelle
Unabhängigkeit durch 75 % Verkaufserlöse und nur 25 % Anzeigen,
unterschiedliche Print- und Digitalformate mit dem zentralen Fokus
auf der Community. Interessant ist, dass über die Hälfte der
Abonnenten digitale Produkte nutzen, doch die gedruckte Zeitung
bleibt wichtig. Dr. Rainer Esser hat aus einem wirtschaftlich
angeschlagenen Printverlag ein digitales Erfolgsmodell gemacht: mit
20 Millionen LeserInnen und HörerInnen monatlich, einem Umsatzplus
von 70 auf 300 Millionen Euro und einem Portfolio, das von 1 auf
über 100 Marken gewachsen ist. Unter seiner Führung sind zahlreiche
neue Formate wie ZEIT Unternehmer und ZEIT Campus entstanden. Die
Unabhängigkeit garantiert Qualität und ermöglicht Widerstand gegen
Fake News und falsche KI-Inhalte. Unabhängige Medien sind eine
tragende Säule der Demokratie. Die wichtigste Grundlage für diese
Transformation ist für Rainer, eine Firmenkultur, die auf echter
Wertschätzung, konstruktiver Zusammenarbeit und Innovation basiert.
Mitarbeiter entfalten ihr volles Potenzial, wenn sie Vertrauen und
Anerkennung erhalten. Das ist kein Soft Skill, sondern harte
Wirtschaftsrealität für echtes Wachstum. Nach 27 Jahren an der
Spitze übergibt Rainer jetzt die operative Rolle und wechselt in
den Aufsichtsrat. Gute Führung bedeutet auch, im richtigen Moment
loszulassen und Vertrauen zu zeigen. In unserem Gespräch hörst Du:
- Welche Wachstums- und Finanzierungsmodelle Medienhäuser haben, -
Wie die Zukunft von Medienhäusern in Zeiten digitaler
Transformation aussieht, - Weshalb schnell lernen perfekt planen
und Kultur Strategie schlägt, - Wie Führungskompetenz durch
kontinuierliches Lernen, Verständnis für komplexe Zusammenhänge und
die Fähigkeit, über längere Zeiträume zu denken, entsteht. -
Welchen Rat Rainer seinem jüngeren Ich geben würde. Viel Spaß und
viel Inspiration! Was ist Dein Aha-Moment?
und erfolgreich in die Champions League zu führen? Das ist die
spannende Frage, die ich Dr. Rainer Esser, CEO der ZEIT
Verlagsgruppe, gestellt habe! Eines kann ich jetzt schon verraten:
es sind hochinteressante, unternehmerische Erkenntnisse dabei
herausgekommen! Doch beginnen wir von vorne. Wie tickt eigentlich
Dr. Rainer Esser und auf welchem Führungsverständis basiert seine
Arbeit? Rainers Weg ging über eine Banklehre, ein Jurastudium und
die Deutsche Journalistenschule und führte ihn schließlich zur
Spitze der ZEIT Verlagsgruppe. Besonders überraschend: Seine
Banklehre war für seine Arbeit wichtiger als das Jurastudium und
prägte sein Verständnis für Geschäftsprozesse. Die Deutsche
Journalistenschule öffnete ihm die Welt des Storytellings, um
Menschen für News zu begeistern. Das zeigt, dass diverse
Fachkompetenzen in Führungspositionen wertvoller sein können als
klassische, punktgenaue Berufsausbildungen. Genau diese Kombination
- journalistische Leidenschaft plus kaufmännisches Denken und
unternehmerischer Mut - ermöglichte die digitale Transformation der
ZEIT. 1999 übernahm Rainer die Geschäftsführung der ZEIT, als sich
für Medien die Geschäftsgrundlagen änderten und die Branche unter
Druck brachten. Seine größte Herausforderung war, den Verlag aus
den roten Zahlen zu führen und eine zukunftsfähige Organisation
aufzubauen. Statt radikale Neuerfindung setzte Rainer auf
Teamarbeit und einen starken Gemeinschaftsspirit, kontinuierliche
Erweiterung durch schnelles Ausprobieren von neuen Formaten und
Geschäftsmodellen, niedrige Investitionen in Testformate, echtes
Lernen aus Fehlern und ständiges Innovieren mit klugem Anpassen.
Die Neuausrichtung erfolgte nicht durch einen radikalen Bruch,
sondern durch den Ausbau vorhandener Stärken. Das Ergebnis? Die
ZEIT wuchs von 300 auf 1.400 Mitarbeitende, hat redaktionelle
Unabhängigkeit durch 75 % Verkaufserlöse und nur 25 % Anzeigen,
unterschiedliche Print- und Digitalformate mit dem zentralen Fokus
auf der Community. Interessant ist, dass über die Hälfte der
Abonnenten digitale Produkte nutzen, doch die gedruckte Zeitung
bleibt wichtig. Dr. Rainer Esser hat aus einem wirtschaftlich
angeschlagenen Printverlag ein digitales Erfolgsmodell gemacht: mit
20 Millionen LeserInnen und HörerInnen monatlich, einem Umsatzplus
von 70 auf 300 Millionen Euro und einem Portfolio, das von 1 auf
über 100 Marken gewachsen ist. Unter seiner Führung sind zahlreiche
neue Formate wie ZEIT Unternehmer und ZEIT Campus entstanden. Die
Unabhängigkeit garantiert Qualität und ermöglicht Widerstand gegen
Fake News und falsche KI-Inhalte. Unabhängige Medien sind eine
tragende Säule der Demokratie. Die wichtigste Grundlage für diese
Transformation ist für Rainer, eine Firmenkultur, die auf echter
Wertschätzung, konstruktiver Zusammenarbeit und Innovation basiert.
Mitarbeiter entfalten ihr volles Potenzial, wenn sie Vertrauen und
Anerkennung erhalten. Das ist kein Soft Skill, sondern harte
Wirtschaftsrealität für echtes Wachstum. Nach 27 Jahren an der
Spitze übergibt Rainer jetzt die operative Rolle und wechselt in
den Aufsichtsrat. Gute Führung bedeutet auch, im richtigen Moment
loszulassen und Vertrauen zu zeigen. In unserem Gespräch hörst Du:
- Welche Wachstums- und Finanzierungsmodelle Medienhäuser haben, -
Wie die Zukunft von Medienhäusern in Zeiten digitaler
Transformation aussieht, - Weshalb schnell lernen perfekt planen
und Kultur Strategie schlägt, - Wie Führungskompetenz durch
kontinuierliches Lernen, Verständnis für komplexe Zusammenhänge und
die Fähigkeit, über längere Zeiträume zu denken, entsteht. -
Welchen Rat Rainer seinem jüngeren Ich geben würde. Viel Spaß und
viel Inspiration! Was ist Dein Aha-Moment?
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