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Beschreibung
vor 2 Wochen
Zwei Tage lang feiern wir zwei Powerfrauen hier in Olpe. Gestern am
Sonntag Agatha, die im 4. Jahrhundert für ihren Glauben an Gott
gefoltert und getötet wurde. Und heute eine Powerfrau aus dem 19.
Jahrhundert, die ihr ganzes Leben Gott und den Menschen gewidmet
hat. Maria Theresia Bonzel. Sie ist in Olpe geboren und hat ihr
ganzes Leben hier gelebt.Und sie hat schon als Schulkind und
Jugendliche mit ihrem Onkel Arnold, der sehr vermögend, aber eben
auch überzeugter Christ war erfahren, dass es in der kleinen Stadt
viel Armut und Not gab. Der Onkel hat sie immer mitgenommen, in die
Heilige Messe am frühen Morgen und am Abend, wenn es nicht mehr
hell war, zu den verschämt Armen. Denen hat er sehr konkret
geholfen: mit Lebensmitteln im Rucksack, mit Geld, um Rechnungen zu
bezahlen und mit dem Versprechen, sich zu kümmern. Also hat das
junge Mädchen sehr früh verstanden, dass beides zusammengehört: das
Beten und Gottesdienst feiern und die Hilfe für Menschen, die in
Not sind und ganz konkret Hilfe brauchen.Ich denke ganz oft, dass
wir in schwierigen Zeiten leben und viele von Euch denken das auch.
Aber wenn ich dann an die Zeiten von Theresia Bonzel denke,
scheinen mir unsere Probleme echt kleiner. Schon zwölf Jahre
nach der Gründung ihrer Gemeinschaft 1863 gab es drastische Verbote
durch die damalige Regierung. Es durften keine neuen Mitglieder
mehr in die Ordensgemeinschaft aufgenommen werden, das Waisenhaus
musste geschlossen werden und vieles mehr. Lediglich die
Krankenpflege war noch möglich. Und noch dazu machte der Protektor
der Vinzentinerinnen, die im Krankenhaus tätig waren, Mutter
Theresia das Leben schwer. Mit Verleumdungen und falschen
Behauptungen, mit Anzeigen beim Bischof in Paderborn hat er alles
versucht, die Franziskanerinnen aus Olpe zu vertreiben. Dabei
sind mir bei Mutter Theresia zwei wichtige Wesenszüge aufgefallen.
Zum einen hat sie den Anordnungen der Regierung und der örtlichen
Behörden Folge geleistet und alles getan, um die Schwestern und
ihre junge Gründung zu schützen. Aber dann hat sie immer auch mit
Mut und Courage und einer ziemlichen Portion Bauernschläue, Wege
gefunden, die die weitere Existenz möglich gemacht hat. Sie selbst
hätte das wohl eher als Gottvertrauen bezeichnet und da ist ja auch
was dran. Wenn wir heute Abend Gottesdienst feiern und dann
mit einer Lichterprozession vom Mutterhaus zu ihrem Grab in der
Martinuskirche gehen, dann denken wir sehr daran, dass es genau das
ist, was authentische Christsein ausmacht: Anbeten und Anpacken –
Gott die Ehre geben und sich engagieren für die Menschen, die
unsere Hilfe brauchen.
Sonntag Agatha, die im 4. Jahrhundert für ihren Glauben an Gott
gefoltert und getötet wurde. Und heute eine Powerfrau aus dem 19.
Jahrhundert, die ihr ganzes Leben Gott und den Menschen gewidmet
hat. Maria Theresia Bonzel. Sie ist in Olpe geboren und hat ihr
ganzes Leben hier gelebt.Und sie hat schon als Schulkind und
Jugendliche mit ihrem Onkel Arnold, der sehr vermögend, aber eben
auch überzeugter Christ war erfahren, dass es in der kleinen Stadt
viel Armut und Not gab. Der Onkel hat sie immer mitgenommen, in die
Heilige Messe am frühen Morgen und am Abend, wenn es nicht mehr
hell war, zu den verschämt Armen. Denen hat er sehr konkret
geholfen: mit Lebensmitteln im Rucksack, mit Geld, um Rechnungen zu
bezahlen und mit dem Versprechen, sich zu kümmern. Also hat das
junge Mädchen sehr früh verstanden, dass beides zusammengehört: das
Beten und Gottesdienst feiern und die Hilfe für Menschen, die in
Not sind und ganz konkret Hilfe brauchen.Ich denke ganz oft, dass
wir in schwierigen Zeiten leben und viele von Euch denken das auch.
Aber wenn ich dann an die Zeiten von Theresia Bonzel denke,
scheinen mir unsere Probleme echt kleiner. Schon zwölf Jahre
nach der Gründung ihrer Gemeinschaft 1863 gab es drastische Verbote
durch die damalige Regierung. Es durften keine neuen Mitglieder
mehr in die Ordensgemeinschaft aufgenommen werden, das Waisenhaus
musste geschlossen werden und vieles mehr. Lediglich die
Krankenpflege war noch möglich. Und noch dazu machte der Protektor
der Vinzentinerinnen, die im Krankenhaus tätig waren, Mutter
Theresia das Leben schwer. Mit Verleumdungen und falschen
Behauptungen, mit Anzeigen beim Bischof in Paderborn hat er alles
versucht, die Franziskanerinnen aus Olpe zu vertreiben. Dabei
sind mir bei Mutter Theresia zwei wichtige Wesenszüge aufgefallen.
Zum einen hat sie den Anordnungen der Regierung und der örtlichen
Behörden Folge geleistet und alles getan, um die Schwestern und
ihre junge Gründung zu schützen. Aber dann hat sie immer auch mit
Mut und Courage und einer ziemlichen Portion Bauernschläue, Wege
gefunden, die die weitere Existenz möglich gemacht hat. Sie selbst
hätte das wohl eher als Gottvertrauen bezeichnet und da ist ja auch
was dran. Wenn wir heute Abend Gottesdienst feiern und dann
mit einer Lichterprozession vom Mutterhaus zu ihrem Grab in der
Martinuskirche gehen, dann denken wir sehr daran, dass es genau das
ist, was authentische Christsein ausmacht: Anbeten und Anpacken –
Gott die Ehre geben und sich engagieren für die Menschen, die
unsere Hilfe brauchen.
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