Unter Freunden: Christoph Felder – „A Single Day“, vom Abenteuer zum Widerstand
Der neue Film von Christoph Felder zeigt die spektakuläre
Geschichte des Soldaten Larry Colburn, der sich 1968 im
Vietnamkrieg seinen eigenen Kameraden mit Waffengewalt
entgegengestellt hatte und so das Massaker von My Lai beenden
konnte. Was er an...
49 Minuten
Podcast
Podcaster
Hier herrscht Harmonie im Kontrafunk. Schriftsteller und Liedermacher Bernhard Lassahn, auch genannt „der Milde aus dem Norden“, unterhält sich mit Gästen, die in Kultur und Gesellschaft etwas Besonderes beigetragen haben. Der Ton ist heiter, manchmal....
Beschreibung
vor 3 Wochen
Der neue Film von Christoph Felder zeigt die spektakuläre
Geschichte des Soldaten Larry Colburn, der sich 1968 im
Vietnamkrieg seinen eigenen Kameraden mit Waffengewalt
entgegengestellt hatte und so das Massaker von My Lai beenden
konnte. Was er an einem einzigen Tag innerhalb von vier Stunden
erlebte, prägte sein gesamtes weiteres Leben. Mehr noch: Das Trauma
übertrug sich auf seinen Sohn. Für Christoph Felder ist es wichtig,
dass der Zuschauer nicht mit einem schlechten Gefühl aus dem Kino
kommt. Er zeigt uns eindrückliche Bilder, in denen Geschichten
enthalten sind, die in den Köpfen der Zuschauer weitererzählt
werden. Felder führt uns die Spätfolgen vor, die sich über
Generationen hinziehen. Der Film kommt zur rechten Zeit. Denn auch
wir stehen vor der Frage, ob wir nicht auch mit dem Kriegstrauma
unserer Vorfahren belastet sind und ob wir heute bereit wären,
unsere Kinder in den Krieg zu schicken. Wie weit würden wir gehen,
wenn wir uns im Ernstfall verweigern wollten? Der Fall Larry
Colburn macht das Dilemma deutlich. Wir müssen uns in so einem Fall
fragen: Welchen Preis muss ich zahlen, wenn ich Widerstand leiste?
Welchen Preis muss ich zahlen, wenn ich keinen Widerstand leiste
und einfach mitmache? Wie würden wir uns entscheiden? Sein Sohn
bemerkt beiläufig, als wäre es eine Selbstverständlichkeit: „Von
meinem Vater habe ich gelernt, wie wichtig es ist, für den Frieden
zu kämpfen.“
Geschichte des Soldaten Larry Colburn, der sich 1968 im
Vietnamkrieg seinen eigenen Kameraden mit Waffengewalt
entgegengestellt hatte und so das Massaker von My Lai beenden
konnte. Was er an einem einzigen Tag innerhalb von vier Stunden
erlebte, prägte sein gesamtes weiteres Leben. Mehr noch: Das Trauma
übertrug sich auf seinen Sohn. Für Christoph Felder ist es wichtig,
dass der Zuschauer nicht mit einem schlechten Gefühl aus dem Kino
kommt. Er zeigt uns eindrückliche Bilder, in denen Geschichten
enthalten sind, die in den Köpfen der Zuschauer weitererzählt
werden. Felder führt uns die Spätfolgen vor, die sich über
Generationen hinziehen. Der Film kommt zur rechten Zeit. Denn auch
wir stehen vor der Frage, ob wir nicht auch mit dem Kriegstrauma
unserer Vorfahren belastet sind und ob wir heute bereit wären,
unsere Kinder in den Krieg zu schicken. Wie weit würden wir gehen,
wenn wir uns im Ernstfall verweigern wollten? Der Fall Larry
Colburn macht das Dilemma deutlich. Wir müssen uns in so einem Fall
fragen: Welchen Preis muss ich zahlen, wenn ich Widerstand leiste?
Welchen Preis muss ich zahlen, wenn ich keinen Widerstand leiste
und einfach mitmache? Wie würden wir uns entscheiden? Sein Sohn
bemerkt beiläufig, als wäre es eine Selbstverständlichkeit: „Von
meinem Vater habe ich gelernt, wie wichtig es ist, für den Frieden
zu kämpfen.“
Weitere Episoden
52 Minuten
vor 1 Woche
50 Minuten
vor 1 Monat
46 Minuten
vor 1 Monat
49 Minuten
vor 1 Monat
In Podcasts werben
Kommentare (0)