Raus aus dem Dorf, rein in die Stadt
Lola Randl schreibt über den gescheiterten Versuch, in die
brandenburgische Provinz auszuwandern. Und "Das Ende vom Lied"
zeigt das Berliner Großstadtleben der 70er-Jahre.
51 Minuten
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Beschreibung
vor 2 Wochen
Die Regisseurin und Schriftstellerin Lola Randl hatte vor einigen
Jahren Berlin den Rücken gekehrt und ist in die brandenburgische
Provinz gezogen. Im uckermärkischen Gerswalde bewirtschaftete die
Künstlerin mit ihrer Familie einen Garten und schuf einen bekannten
Treffpunkt für Wochenendausflügler. Gerswalde wurde zum Ort für
Berliner Hipster und Glückssucher aller Art, die in einem von
Japanerinnen betriebenen Restaurant zusammenfanden. In ihrem neuen
Buch "Der lebende Beweis" erzählt Lola Randl literarisch vom
Scheitern dieses Lebensprojekts, vom distanzierten Verhältnis zu
den Einheimischen und brüchigen Beziehungen – und von einem
Aufbruch ins Ungewisse. Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller
Michael Wildenhain hingegen hat einen opulenten Großstadtroman
vorgelegt und entführt uns in das düstere West-Berlin Ende der
Sechzigerjahre. Erzählt wird in "Das Ende vom Lied" aus der
Perspektive eines Jugendlichen. Der Vater war mit nur einem Bein
aus dem Krieg zurückgekehrt, die Mutter war aus dem Osten
geflüchtet. Und der Junge? Der wächst jetzt inmitten von Ruinen,
Straßengangs und dreckigen Kneipen auf. Wäre da nicht die Liebe …
Und wären da nicht so viele politische Ideale in der Luft, die
leider schnell ins Militante abdriften. In unserem Klassiker
sprechen wir über das Werk von Annemarie Schwarzenbach. Die
Freundin von Erika und Klaus Mann war eine hinreißende
Reisereporterin und hat in den Dreißigerjahren den Nahen Osten
bereist. Unser Zitat des Monats kommt aus dem neuen Roman "Mein
gelber Pullover" von Ursula März. Das Team von "Was liest du
gerade?" erreichen Sie unter buecher@zeit.de. Literaturangaben: -
Lola Randl: "Der lebende Beweis". Roman. Matthes & Seitz
Verlag, Berlin 2026, 188 Seiten, 22 EUR - Michael Wildenhain: "Das
Ende vom Lied". Roman. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2026, 416
Seiten, 26 EUR - Annemarie Schwarzenbach: "Orientreisen. Reportagen
aus der Fremde". Ebersbach & Simon Verlag, 2017, 141 Seiten, 18
EUR - Ursula März: "Mein gelber Pullover". Roman. Piper Verlag,
2026, 176 Seiten, 22 EUR [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer
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Jahren Berlin den Rücken gekehrt und ist in die brandenburgische
Provinz gezogen. Im uckermärkischen Gerswalde bewirtschaftete die
Künstlerin mit ihrer Familie einen Garten und schuf einen bekannten
Treffpunkt für Wochenendausflügler. Gerswalde wurde zum Ort für
Berliner Hipster und Glückssucher aller Art, die in einem von
Japanerinnen betriebenen Restaurant zusammenfanden. In ihrem neuen
Buch "Der lebende Beweis" erzählt Lola Randl literarisch vom
Scheitern dieses Lebensprojekts, vom distanzierten Verhältnis zu
den Einheimischen und brüchigen Beziehungen – und von einem
Aufbruch ins Ungewisse. Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller
Michael Wildenhain hingegen hat einen opulenten Großstadtroman
vorgelegt und entführt uns in das düstere West-Berlin Ende der
Sechzigerjahre. Erzählt wird in "Das Ende vom Lied" aus der
Perspektive eines Jugendlichen. Der Vater war mit nur einem Bein
aus dem Krieg zurückgekehrt, die Mutter war aus dem Osten
geflüchtet. Und der Junge? Der wächst jetzt inmitten von Ruinen,
Straßengangs und dreckigen Kneipen auf. Wäre da nicht die Liebe …
Und wären da nicht so viele politische Ideale in der Luft, die
leider schnell ins Militante abdriften. In unserem Klassiker
sprechen wir über das Werk von Annemarie Schwarzenbach. Die
Freundin von Erika und Klaus Mann war eine hinreißende
Reisereporterin und hat in den Dreißigerjahren den Nahen Osten
bereist. Unser Zitat des Monats kommt aus dem neuen Roman "Mein
gelber Pullover" von Ursula März. Das Team von "Was liest du
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Lola Randl: "Der lebende Beweis". Roman. Matthes & Seitz
Verlag, Berlin 2026, 188 Seiten, 22 EUR - Michael Wildenhain: "Das
Ende vom Lied". Roman. Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2026, 416
Seiten, 26 EUR - Annemarie Schwarzenbach: "Orientreisen. Reportagen
aus der Fremde". Ebersbach & Simon Verlag, 2017, 141 Seiten, 18
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