4. Februar 2026. Bücher am HIS. Im Sog der totalen Subkultur

4. Februar 2026. Bücher am HIS. Im Sog der totalen Subkultur

Wie junge Menschen zu Dschihadisten werden. Im l…
1 Stunde 40 Minuten
Podcast
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Podcast by Hamburger Institut für Sozialforschung

Beschreibung

vor 1 Monat
Wie junge Menschen zu Dschihadisten werden. Im letzten Jahrzehnt
zogen rund 5.000 junge Europäerinnen und Europäer nach Syrien, um
sich dschihadistischen Gruppierungen wie dem sog. Islamischen Staat
anzuschließen. Die meisten von ihnen wuchsen in Europa auf und
fanden erst in ihrer Jugend zum Islam. Auf ihren Wegen brachen sie
mit ihrem bisherigen Alltag, suchten nach einem religiösen Leben,
verschrieben sich dem riskanten Aktivismus und teils sogar einem
bewaffneten Kampf, der ihnen als Dschihad galt. Warum schlagen
junge Menschen solche Wege ein, die auf ideologische Unterwerfung
zielen und von Brüchen, Konflikten und Risiken geprägt sind? Ist es
religiöser Fanatismus, Spaß an der Gewalt oder politische
Strategie? Auf Basis seiner empirischen Studie zu
militant-salafistischen Werdegängen junger Männer aus dem
deutschsprachigen Raum argumentiert Felix Roßmeißl, dass Wege in
den Dschihadismus als Karrieren in einer totalen Subkultur
begriffen werden müssen. Schritt für Schritt versuchen die jungen
Männer, sich an den Ansprüchen einer total-religiösen Welt- und
Selbstdeutung zu bewähren, und geraten dadurch in einen
destruktiven Sog, der in manchen Fällen sogar tödlich endet. Felix
Roßmeißl, Dr., wissenschaftlicher Mitarbeiter im
DFG-Forschungsimpuls »SaFe. Shaping Future Societies« an der
Hochschule Fulda. Stefan Malthaner ist kurzfristig
krankheitsbedingt ausgefallen, für ihn nahm Prof. Dr. Wolfgang
Knöbl teil, der Direktor des Hamburger Instituts für
Sozialforschung. Moderation: Eddie Hartmann, Privatdozent an der
Universität Potsdam und ehemaliger Projektleiter der Hamburger
Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Die
Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Verlag Hamburger Edition
statt . Aufgrund eines technischen Problems gibt es in der Mitte
der Aufzeichnung leider einen kurzen inhaltlichen Sprung, wir
bitten dafür um Ihr Verständnis und Nachsicht.

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