Emotionales Essen: Wenn das Gehirn Hunger hat

Emotionales Essen: Wenn das Gehirn Hunger hat

Felix Moese & Matthias Baum
47 Minuten
Podcast
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Beschreibung

vor 2 Wochen
„Emotionales Essen ist kein Zeichen mangelnder Disziplin. Es ist
ein biologischer Regulationsmechanismus.“ Wir essen nicht nur, um
satt zu werden. Wir essen, um Stress zu dämpfen, Emotionen zu
regulieren, Belohnung zu erleben oder innere Spannungen abzufedern.
Genau hier beginnt emotionales Essen - ein Verhalten, das viele
betrifft und dennoch oft missverstanden wird. Denn was wie fehlende
Kontrolle wirkt, ist in Wirklichkeit eng mit unserem Gehirn,
unserem Stresssystem und unserer biologischen Energieverteilung
verknüpft. In dieser Episode von HEALTH NERDS erklären Podcast-Host
Felix Moese und Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, warum
Emotionen unseren Appetit so stark beeinflussen, welche Rolle
Stresshormone wie Cortisol und Neurotransmitter wie Dopamin dabei
spielen und weshalb das Gehirn in belastenden oder überfordernden
Situationen gezielt nach Zucker, Fett und schnellen Kalorien
verlangt. Im Mittelpunkt stehen die neurobiologischen Mechanismen
hinter emotionalem Essen und die Frage, warum klassische Diätregeln
hier oft ins Leere laufen. Aktuelle Erkenntnisse aus der
Neurobiologie zeigen: Emotionen verändern den Energiebedarf des
Gehirns. Stress, mentale Überforderung oder starke Gefühle erhöhen
die neuronale Aktivität und damit den Bedarf an schnell verfügbarer
Energie. Das Gehirn priorisiert sich selbst und steuert das
Essverhalten entsprechend. Dieser Mechanismus ist evolutionär
sinnvoll, kollidiert aber mit unserem heutigen Überangebot an
hochverarbeiteten Lebensmitteln. Spannend: Zwischen emotionalem
Essen, Comfort Eating und Binge Eating gibt es eine klare
Abgrenzung. Während emotionales Essen häufig eine gelernte
Strategie zur Emotionsregulation ist, beschreibt Comfort Eating vor
allem eine energetische Beruhigung des Systems in
Stresssituationen. Binge Eating hingegen ist eine eigenständige
Essstörung, gekennzeichnet durch Kontrollverlust und hohen
Leidensdruck und erfordert eine andere medizinische und
therapeutische Einordnung. Warum verlangt unser Gehirn in
Stresssituationen gezielt nach Zucker und Fett? Weshalb verstärken
Schlafmangel und chronische Überforderung emotionales Essen
messbar? Warum scheitern Verbote und reine Willenskraft so häufig?
Was hilft stattdessen wirklich? Und ab wann wird emotionales Essen
zu einem ernstzunehmenden gesundheitlichen Problem? HEALTH NERDS.
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