Politik in neuen Formaten mit Dieter Zirnig
Beteiligung spielerisch lernen und wie man Politunternehmern den
Weg bereitet
34 Minuten
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Beschreibung
vor 7 Jahren
In der neuesten Folge von Wer jetzt? ist Dieter Zirnig zu Gast. In
den letzten Jahren war er selbständig als Unternehmensberater
tätig, hat die Plattform neuwal.com gegründet (die derzeit
pausiert) und ist aktuell für die Rechercheplattform Addendum
tätig. Woher kommt das Engagement für Politik und warum ist ihm
politische Bildung wichtiger als das Wahlergebnis? Das Interesse
für Politik begann als kleiner Junge. In einem Klagenfurter
Gasthaus seiner Tante erlebte er Diskussionen mit dem
Bürgermeister, bald darauf war er im Schülerparlament. Statt selbst
in die Politik zu gehen, experimentierte er mit Formaten was
schlussendlich zu neuwal.com führte. Warum er nicht selbst
Politiker wurde? „Viele Menschen sind politikbegeistert, aber es
fehlt das Wissen. Man kann auch sehr viel im Vorfeld machen, um am
Wahltag eine bessere Entscheidung zu treffen“. Oft findet das über
einen spielerischen Zugang statt, um auch Menschen zu begeistern,
die weniger interessiert sind. 1000 Umfragen und fast so viele
Formate In der bald 11-jährigen Geschichte von neuwal.com ist
vieles passiert. Zirnig ist ein verspielter Mensch, er probiert
konstant neue Formate aus. Das bestätigt die Bilanz: Mehr als
tausend Wahlumfragen gab es, Barometer, Transkripte,
Diskussionsrunden, Public Viewings, Workshops, lange Tage der
Politik und sogar ein Kartenspiel. Letzteres ist auch sein
aktueller Favorit, damit will er auch die EU-Parlamentswahlen
Schülern näherbringen. „Wir sind in Schulen gegangen, um
Grundlegendes zu erklären. Wer tritt an, welche Farben haben
Parteien, welchen Themen sind wichtig. Wer wofür steht, ist schon
der zweite Schritt“. Das mag für politikinteressierte Leser seltsam
wirken, 16-Jährige dafür zu interessieren sieht Zirnig schon als
kleinen Sieg. Die größte Hürde Auf die Frage, woran er am längsten
zu kämpfen hatte mit neuwal.com hat er zwei Antworten. „Vor drei
Jahren hätte ich gesagt Geld. Einen stetigen Fluss von finanziellen
Mitteln zu schaffen ist das schwierigste, auf Projektebene
funktioniert es aber gut“. Aus heutiger Sicht ist ihm die Bildung
mehr ans Herz gewachsen. „Heute brauche ich motivierte Menschen,
die mit mir gemeinsam Bildung tragen wollen. Das sind vor allem
Lehrerinnen und Lehrer, und hier merke ich wie die Bereitschaft in
den letzten Jahren zurückgegangen ist“. Bildung und Politik zu
vereinen sei ein heikles Thema.
den letzten Jahren war er selbständig als Unternehmensberater
tätig, hat die Plattform neuwal.com gegründet (die derzeit
pausiert) und ist aktuell für die Rechercheplattform Addendum
tätig. Woher kommt das Engagement für Politik und warum ist ihm
politische Bildung wichtiger als das Wahlergebnis? Das Interesse
für Politik begann als kleiner Junge. In einem Klagenfurter
Gasthaus seiner Tante erlebte er Diskussionen mit dem
Bürgermeister, bald darauf war er im Schülerparlament. Statt selbst
in die Politik zu gehen, experimentierte er mit Formaten was
schlussendlich zu neuwal.com führte. Warum er nicht selbst
Politiker wurde? „Viele Menschen sind politikbegeistert, aber es
fehlt das Wissen. Man kann auch sehr viel im Vorfeld machen, um am
Wahltag eine bessere Entscheidung zu treffen“. Oft findet das über
einen spielerischen Zugang statt, um auch Menschen zu begeistern,
die weniger interessiert sind. 1000 Umfragen und fast so viele
Formate In der bald 11-jährigen Geschichte von neuwal.com ist
vieles passiert. Zirnig ist ein verspielter Mensch, er probiert
konstant neue Formate aus. Das bestätigt die Bilanz: Mehr als
tausend Wahlumfragen gab es, Barometer, Transkripte,
Diskussionsrunden, Public Viewings, Workshops, lange Tage der
Politik und sogar ein Kartenspiel. Letzteres ist auch sein
aktueller Favorit, damit will er auch die EU-Parlamentswahlen
Schülern näherbringen. „Wir sind in Schulen gegangen, um
Grundlegendes zu erklären. Wer tritt an, welche Farben haben
Parteien, welchen Themen sind wichtig. Wer wofür steht, ist schon
der zweite Schritt“. Das mag für politikinteressierte Leser seltsam
wirken, 16-Jährige dafür zu interessieren sieht Zirnig schon als
kleinen Sieg. Die größte Hürde Auf die Frage, woran er am längsten
zu kämpfen hatte mit neuwal.com hat er zwei Antworten. „Vor drei
Jahren hätte ich gesagt Geld. Einen stetigen Fluss von finanziellen
Mitteln zu schaffen ist das schwierigste, auf Projektebene
funktioniert es aber gut“. Aus heutiger Sicht ist ihm die Bildung
mehr ans Herz gewachsen. „Heute brauche ich motivierte Menschen,
die mit mir gemeinsam Bildung tragen wollen. Das sind vor allem
Lehrerinnen und Lehrer, und hier merke ich wie die Bereitschaft in
den letzten Jahren zurückgegangen ist“. Bildung und Politik zu
vereinen sei ein heikles Thema.
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