Überdosis G'fühl (für Europa) mit Katharina Moser
Warum europäische und nationale Identität kein Widerspruch sind und
es Gefühle für einen Kontinent braucht.
42 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 6 Jahren
Über die nächsten Wochen werden hier Menschen zum Gespräch geladen,
die aus Wirtschaft, Kultur, Zivilgesellschaft, Wissenschaft,
Startups, NGO und mehr einen anderen Blick auf Europa haben. Wir
stellen allen drei Fragen: Wie denken wir Europa von Grund auf neu?
Welches eine Gesetz würden sie auf Europaebene beschließen? Was hat
sie politisiert? In der dritten Folge haben wir mit Katharina Moser
gesprochen. Sie sieht sich als gesellschaftspolitische
Unternehmerin und arbeitet zwischen Politik und Wirtschaft. Mit
ihrer Agentur Mosaik möchte sie Europa „erlebbarer“ machen, denn
mehr Zahlen und Fakten würden sicher nicht zur europäischen
Identität führen. Nur Geschichten, Gefühle und Menschen können für
Inspiration und Zusammenhalt sorgen, meint sie und entwickelt dafür
konkrete Formate. Allen voran die Europareise durch Wien, das
Routes Europe. Anfänge als Unternehmerin Moser hat sich 2015
selbstständig gemacht, nachdem sie Erfahrungen bei einigen
europäischen Organisationen gesammelt hat. „Was mir dort gefehlt
hat, war der kreative Ansatz. Wie kann man mit dem Thema Europa
auch Spaß haben?“. Die Vielfalt, Kulturen und skurrilen Eigenheiten
der (noch) 28 Mitgliedsstaaten zu zeigen, war das Ziel des ersten
Projekts „Komm zu mir!“, ein Kartenspiel. Das entsteht zufällig, im
Gespräch mit einem französischen Freund, der einen Spieleverlag
besitzt. Neben dem klassischen Spielemarkt wird es auch als
Kommunikationsmittel für Organisationen vermarktet, die selbst
Europa vermitteln. Die Idee geht auf und Moser auf Tour: „Wie ein
Staubsaugerverkäufer bin ich für ein Jahr lang durch Europas
Institutionen getingelt um das Spiel zu verkaufen, das war doch
irgendwann genug. Ich habe mich gefragt was ich noch machen
könnte“. Auch die zweite Idee entstand wieder zufällig im Gespräch
mit einem Freund. Woher kommt eine europäische Identität? „Wir
haben uns gefragt, warum fühlen wir uns eigentlich europäisch? Weil
ich ganz persönliche Erlebnisse in Europa gemacht habe:
Aufenthalte, Freunde und Sprachen“ Von den knapp 500 Millionen
Europäern haben fast ein Drittel ihr Land noch nie verlassen,
Erlebnisse die diesen Menschen fehlen. „Wenn die nicht nach Europa
kommen, bringen wir Europa zu ihnen“, sagt Moser und die
Veranstaltung Routes war geboren. Die Idee dahinter ist simpel:
Eine Reise durch die eigene Stadt, mit Stationen aus mehreren
europäischen Ländern, die auch von Landsleuten betreut werden.
Pierogi-Teig kneten in Polen, ein Pint im Pub für Großbritannien
oder Gestik lernen von Italienern. Geführt in großen Gruppen:
„Dadurch entstand in den Gruppen schon ein eigener Zusammenhalt:
Bei welchem Event spaziert man mit Fremden durch die Stadt und
erlebt einen Kontinent?“. Ist Routes für Moser politische Bildung
oder Unterhaltung? „Ich finde es total ok, es Unterhaltung zu
nennen. Das ist eine Grundprämisse von mir, die emotionale und
persönliche Seite von Menschen zu erreichen“. Routes sollte sich
nicht wie ein politisches Bildungsprogramm anfühlen, sondern einen
Tag voller Spaß sein. Wen hat sie damit erreicht? „Es sollte nicht
die klassische Haus-der-EU-Veranstaltung werden mit bekanntem
Klientel, sondern Menschen die nicht unbedingt zu europäischen
Veranstaltungen kommen“. Ein Netz über ganz Europa Moser ist eine
exzellente Netzwerkerin. Für ihre Projekte hat sie Namen wie
Europäische Kommission, Europäisches Parlament, Bundeskanzleramt,
Außenministerium, das Deutsche Auswärtige Amt oder Schweiz
Tourismus gewonnen. Wie kam sie dazu? „Europaarbeit ist zu einem
großen Teil Netzwerkarbeit. Einerseits bin ich sicher ein
grundneugieriger und offener Mensch. Andererseits habe ich eine
wichtige Lektion gelernt: Man darf keine falsche Ehrfurcht haben,
vor Personen in höherrangigen Positionen“. Damit meint sie nicht
Respektlosigkeit, sondern auf Menschen menschlich zugehen. Das gilt
für Ban Ki-Moon genauso wie für hohe Beamte.
die aus Wirtschaft, Kultur, Zivilgesellschaft, Wissenschaft,
Startups, NGO und mehr einen anderen Blick auf Europa haben. Wir
stellen allen drei Fragen: Wie denken wir Europa von Grund auf neu?
Welches eine Gesetz würden sie auf Europaebene beschließen? Was hat
sie politisiert? In der dritten Folge haben wir mit Katharina Moser
gesprochen. Sie sieht sich als gesellschaftspolitische
Unternehmerin und arbeitet zwischen Politik und Wirtschaft. Mit
ihrer Agentur Mosaik möchte sie Europa „erlebbarer“ machen, denn
mehr Zahlen und Fakten würden sicher nicht zur europäischen
Identität führen. Nur Geschichten, Gefühle und Menschen können für
Inspiration und Zusammenhalt sorgen, meint sie und entwickelt dafür
konkrete Formate. Allen voran die Europareise durch Wien, das
Routes Europe. Anfänge als Unternehmerin Moser hat sich 2015
selbstständig gemacht, nachdem sie Erfahrungen bei einigen
europäischen Organisationen gesammelt hat. „Was mir dort gefehlt
hat, war der kreative Ansatz. Wie kann man mit dem Thema Europa
auch Spaß haben?“. Die Vielfalt, Kulturen und skurrilen Eigenheiten
der (noch) 28 Mitgliedsstaaten zu zeigen, war das Ziel des ersten
Projekts „Komm zu mir!“, ein Kartenspiel. Das entsteht zufällig, im
Gespräch mit einem französischen Freund, der einen Spieleverlag
besitzt. Neben dem klassischen Spielemarkt wird es auch als
Kommunikationsmittel für Organisationen vermarktet, die selbst
Europa vermitteln. Die Idee geht auf und Moser auf Tour: „Wie ein
Staubsaugerverkäufer bin ich für ein Jahr lang durch Europas
Institutionen getingelt um das Spiel zu verkaufen, das war doch
irgendwann genug. Ich habe mich gefragt was ich noch machen
könnte“. Auch die zweite Idee entstand wieder zufällig im Gespräch
mit einem Freund. Woher kommt eine europäische Identität? „Wir
haben uns gefragt, warum fühlen wir uns eigentlich europäisch? Weil
ich ganz persönliche Erlebnisse in Europa gemacht habe:
Aufenthalte, Freunde und Sprachen“ Von den knapp 500 Millionen
Europäern haben fast ein Drittel ihr Land noch nie verlassen,
Erlebnisse die diesen Menschen fehlen. „Wenn die nicht nach Europa
kommen, bringen wir Europa zu ihnen“, sagt Moser und die
Veranstaltung Routes war geboren. Die Idee dahinter ist simpel:
Eine Reise durch die eigene Stadt, mit Stationen aus mehreren
europäischen Ländern, die auch von Landsleuten betreut werden.
Pierogi-Teig kneten in Polen, ein Pint im Pub für Großbritannien
oder Gestik lernen von Italienern. Geführt in großen Gruppen:
„Dadurch entstand in den Gruppen schon ein eigener Zusammenhalt:
Bei welchem Event spaziert man mit Fremden durch die Stadt und
erlebt einen Kontinent?“. Ist Routes für Moser politische Bildung
oder Unterhaltung? „Ich finde es total ok, es Unterhaltung zu
nennen. Das ist eine Grundprämisse von mir, die emotionale und
persönliche Seite von Menschen zu erreichen“. Routes sollte sich
nicht wie ein politisches Bildungsprogramm anfühlen, sondern einen
Tag voller Spaß sein. Wen hat sie damit erreicht? „Es sollte nicht
die klassische Haus-der-EU-Veranstaltung werden mit bekanntem
Klientel, sondern Menschen die nicht unbedingt zu europäischen
Veranstaltungen kommen“. Ein Netz über ganz Europa Moser ist eine
exzellente Netzwerkerin. Für ihre Projekte hat sie Namen wie
Europäische Kommission, Europäisches Parlament, Bundeskanzleramt,
Außenministerium, das Deutsche Auswärtige Amt oder Schweiz
Tourismus gewonnen. Wie kam sie dazu? „Europaarbeit ist zu einem
großen Teil Netzwerkarbeit. Einerseits bin ich sicher ein
grundneugieriger und offener Mensch. Andererseits habe ich eine
wichtige Lektion gelernt: Man darf keine falsche Ehrfurcht haben,
vor Personen in höherrangigen Positionen“. Damit meint sie nicht
Respektlosigkeit, sondern auf Menschen menschlich zugehen. Das gilt
für Ban Ki-Moon genauso wie für hohe Beamte.
Weitere Episoden
39 Minuten
vor 4 Jahren
37 Minuten
vor 4 Jahren
40 Minuten
vor 4 Jahren
54 Minuten
vor 5 Jahren
30 Minuten
vor 5 Jahren
In Podcasts werben
Kommentare (0)