Verlernen für die Zukunft mit Hanno Burmester
Der deutsche Politunternehmer und Gründer der Innocracy über das
Brechen alter Muster für die Zukunft
38 Minuten
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Beschreibung
vor 6 Jahren
Hanno Burmester ist deutscher Politunternehmer und arbeitet zur
Zukunft der Demokratie: Am Progressiven Zentrum ist er als Policy
Fellow tätig, er ist Gründer der Innocracy Konferenz und berät
Organisationen zur digitalen Transformation. Was muss eine
Gesellschaft verlernen? Wie verändert man Organisationskultur? Und
was bedeutet es, Erwartungen von Absichten zu trennen? Hier lesen
Sie Stichpunkte dieses Gesprächs: Zukunft verlernen Ein Satz, den
man im Zusammenhang mit Hanno Burmester oft liest, lautet „Um
Zukunft zu werden, müssen wir verlernen“. Was haben wir falsch
gelernt? „Jeder Mensch lernt Dinge, die zu einem Zeitpunkt nützlich
sind, irgendwann aber hinderlich. Das gilt für nicht nur für
einzelne, auch als Gesellschaft sind wir geprägt von unserer
Vergangenheit. Diese Muster verhindern eine Realität und Zukunft,
die wir haben wollen und könnten“. Ein praktisches Beispiel ist das
Freiheitsverständnis im Kapitalismus. Die Verwirklichung von
kurzfristigen Wünschen werde als Inbegriff von Freiheit gesehen,
gleichgültig der Konsequenzen für Umfeld und Umwelt.„Ich glaube, da
haben wir etwas sehr Falsches und Schädliches gelernt. Politisches
Regulieren wird als Eingriff in unsere Freiheit gesehen, und nicht
als Maßnahme, um das Ganze zu bewahren“. Dieser Konflikt aus
kurzfristigem gegen langfristigem Denken verhindere zurzeit alle
wirksamen Versuche, beispielsweise die Klimakatastrophe in den
Griff zu bekommen.Der WeltenwandererWie verbindet er seine Arbeit
als Aktivist in der Politik mit der des Beraters in der
Privatwirtschaft? „Ich mache im Prinzip in beiden Welten dasselbe.
Wenn ich in einem Unternehmen für mehr Eigenverantwortung sorge,
ist das ein zutiefst demokratischer Prozess!“. Die Arbeit an einem
inhaltlichen, konkreten Punkt sei oft nur der „Vorwand“ und der
Beginn, um die Kultur in Organisationen zu verändern. „Praxis
gestaltet Kultur. Wenn wir an Kultur arbeiten, gestalten wir die
Prozesse anders, und dadurch geschieht etwas. Menschen merken dann,
wir können Dinge auch anders machen“.Typische Probleme in der
Wirtschaft seien intransparente Kommunikation, streng hierarchische
Führung oder passives Verhalten der Mitarbeiter. „Das sind keine
Dinge, die wir uns bewusst angeeignet haben, sondern angelernt aus
der Vergangenheit. Das zu erkennen und zu akzeptieren, sind die
ersten Schritte zu echter Veränderung“. Im öffentlichen Dienst
hingegen herrscht ein Gefühl des 19. Jahrhunderts. „Die Wirtschaft
musste sich wegen der Globalisierung verändern. In der Verwaltung
merkt man oft, dass es ein Produkt der preussischen Kultur ist und
viel weniger Veränderung stattfinden hat müssen“. Die Grundmuster
bleiben aber in beiden Bereichen dieselben. Wer jetzt? Biografie
und LinksHanno Burmester, *1982, ist deutscher Berater und
Politaktivist am Progressiven Zentrum, Gründer des Democracy Labs
und Innocracy.
Zukunft der Demokratie: Am Progressiven Zentrum ist er als Policy
Fellow tätig, er ist Gründer der Innocracy Konferenz und berät
Organisationen zur digitalen Transformation. Was muss eine
Gesellschaft verlernen? Wie verändert man Organisationskultur? Und
was bedeutet es, Erwartungen von Absichten zu trennen? Hier lesen
Sie Stichpunkte dieses Gesprächs: Zukunft verlernen Ein Satz, den
man im Zusammenhang mit Hanno Burmester oft liest, lautet „Um
Zukunft zu werden, müssen wir verlernen“. Was haben wir falsch
gelernt? „Jeder Mensch lernt Dinge, die zu einem Zeitpunkt nützlich
sind, irgendwann aber hinderlich. Das gilt für nicht nur für
einzelne, auch als Gesellschaft sind wir geprägt von unserer
Vergangenheit. Diese Muster verhindern eine Realität und Zukunft,
die wir haben wollen und könnten“. Ein praktisches Beispiel ist das
Freiheitsverständnis im Kapitalismus. Die Verwirklichung von
kurzfristigen Wünschen werde als Inbegriff von Freiheit gesehen,
gleichgültig der Konsequenzen für Umfeld und Umwelt.„Ich glaube, da
haben wir etwas sehr Falsches und Schädliches gelernt. Politisches
Regulieren wird als Eingriff in unsere Freiheit gesehen, und nicht
als Maßnahme, um das Ganze zu bewahren“. Dieser Konflikt aus
kurzfristigem gegen langfristigem Denken verhindere zurzeit alle
wirksamen Versuche, beispielsweise die Klimakatastrophe in den
Griff zu bekommen.Der WeltenwandererWie verbindet er seine Arbeit
als Aktivist in der Politik mit der des Beraters in der
Privatwirtschaft? „Ich mache im Prinzip in beiden Welten dasselbe.
Wenn ich in einem Unternehmen für mehr Eigenverantwortung sorge,
ist das ein zutiefst demokratischer Prozess!“. Die Arbeit an einem
inhaltlichen, konkreten Punkt sei oft nur der „Vorwand“ und der
Beginn, um die Kultur in Organisationen zu verändern. „Praxis
gestaltet Kultur. Wenn wir an Kultur arbeiten, gestalten wir die
Prozesse anders, und dadurch geschieht etwas. Menschen merken dann,
wir können Dinge auch anders machen“.Typische Probleme in der
Wirtschaft seien intransparente Kommunikation, streng hierarchische
Führung oder passives Verhalten der Mitarbeiter. „Das sind keine
Dinge, die wir uns bewusst angeeignet haben, sondern angelernt aus
der Vergangenheit. Das zu erkennen und zu akzeptieren, sind die
ersten Schritte zu echter Veränderung“. Im öffentlichen Dienst
hingegen herrscht ein Gefühl des 19. Jahrhunderts. „Die Wirtschaft
musste sich wegen der Globalisierung verändern. In der Verwaltung
merkt man oft, dass es ein Produkt der preussischen Kultur ist und
viel weniger Veränderung stattfinden hat müssen“. Die Grundmuster
bleiben aber in beiden Bereichen dieselben. Wer jetzt? Biografie
und LinksHanno Burmester, *1982, ist deutscher Berater und
Politaktivist am Progressiven Zentrum, Gründer des Democracy Labs
und Innocracy.
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