Literatur #61: Émile Zola – Das Geld
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Beschreibung
vor 3 Wochen
In „Wohlstand für Alle“-Literatur sprachen wir bereits über zwei
Romane von Émile Zola: „Germinal“ und „Das Paradies der Damen“.
Ersterer handelt von Klassenkampf und Industrialisierung,
Letzterer von Konsum, Marketing und dem Aufstieg einer
Angestellten.
In der neuen Folge sprechen wir über Zolas Börsenroman „Das Geld“
und begeben uns damit hinein in den finanzialisierten
Kapitalismus des 19. Jahrhunderts. Der Protagonist Saccard hat
eine kühne Idee: Er will eine Bank gründen, um damit angeblich
den Orient mit Infrastruktur und Industrie auszustatten, ja,
sogar der Papst könnte bald von Jerusalem aus regieren.
Der kapitalistische Fortschritt wird ebenso propagiert wie die
Wiedererstarkung des Katholizismus. Gegründet wird diese Bank vor
allem auf tolle Erzählungen, auf Gaunereien und Fiktionen.
Zunächst funktioniert alles ausgezeichnet: Nicht nur die reichen
Kapitalisten investieren, sondern auch Kleinbürger und die arme
Landbevölkerung lassen sich vom Börsenfieber anstecken. Das kann
nicht lange gutgehen.
„Das Geld“ ist einer der großen Finanzkrisenromane, der
erstaunlich viele Parallelen zur Gegenwart zulässt.
Darüber diskutieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der
neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur!
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