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Beschreibung
vor 1 Monat
Als die Sowjetunion 1991 aufgelöst wurde, war die Bilanz rasch
gezogen: Ein wirtschaftliches Fiasko nahm sein Ende. Gewiss, im
Vergleich zu Bürgern in Deutschland oder den USA waren die
Menschen in der Sowjetunion bedeutend ärmer. Jedoch hilft einem
dieser direkte Vergleich nicht weiter, viel wichtiger ist es, in
Relationen zu denken.
Vergleicht man die Entwicklungen anderer Länder und erkennt man,
dass die globale Ungleichheit zwischen den Ländern während des
20. Jahrhunderts stark gestiegen ist, schneidet das
realsozialistische Experiment gar nicht so schlecht ab. Die
Sowjet-Wirtschaft startete auf einem viel niedrigeren Niveau als
die Ökonomien des Westens, konnte aber gleich schnell wachsen.
In der neuen Folge von “Wohlstand für Alle” sprechen Ole Nymoen
und Wolfgang M. Schmitt über einen unkonventionellen Historiker
und dessen Blick auf die Dinge.
Literatur:
Robert C. Allen: Farm to Factory. A Reinterpretation of the
Soviet Industrial Revolution, Princeton University Press.
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