Ep. 122: Zinsen, Antisemitismus und Verschwörungstheorien
22 Minuten
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vor 4 Jahren
Wohlstand für Alle Bis heute wird immer wieder nur eine
vorgeschobene, vereinfachte Kapitalismuskritik formuliert, um
eigentlich Antisemitismus zu verbreiten. Die Kritik an Zinsen etwa
hat eine lange, vor allem antisemitische Geschichte. Im frühen
Mittelalter war es Christen zunächst verboten, Zinsen von anderen
Christen zu nehmen, allerdings gab es auch eine Kritik am Zins
seitens der Rabbiner. Nach und nach jedoch wuchs die Frage nach
Geld und nach Krediten, sodass es ohne die Erlaubnis von Zinsen
kaum noch möglich war, die Nachfrage zu stillen. Zunächst wurde
deshalb der Zins jüdischen Kaufmännern aufgezwungen, damit Christen
nach wie vor sich mit vermeintlich weißer Weste präsentieren
konnten. Besonders im 19. Jahrhundert wird das antisemitische Bild
vom mit dem Zins wuchernden Juden reaktiviert. Damals wurde auch
der Mythos einer jüdischen Weltverschwörung virulent und dann zu
Beginn des 20. Jahrhunderts mit den sogenannten „Protokollen der
Weisen von Zion“ als wissenschaftlich belegt inszeniert. Statt über
die dem Kapitalismus innewohnenden Monopoltendenzen zu sprechen,
kreierte man das Feindbild einer geheimen jüdischen Organisation,
die die wirtschaftlichen Geschicke global lenke. In der neuen Folge
von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M.
Schmitt über die antisemitische Kritik am Kapitalismus. Literatur:
Wolfgang Benz: Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Legende von
der jüdischen Weltverschwörung, C. H. Beck. Micha Brumlik:
Antisemitismus. 100 Seiten, Reclam. Jacques Le Goff: Geld im
Mittelalter, Klett-Cotta. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen
Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M.
Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745
0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Twitter: Ole:
twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die
gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app
vorgeschobene, vereinfachte Kapitalismuskritik formuliert, um
eigentlich Antisemitismus zu verbreiten. Die Kritik an Zinsen etwa
hat eine lange, vor allem antisemitische Geschichte. Im frühen
Mittelalter war es Christen zunächst verboten, Zinsen von anderen
Christen zu nehmen, allerdings gab es auch eine Kritik am Zins
seitens der Rabbiner. Nach und nach jedoch wuchs die Frage nach
Geld und nach Krediten, sodass es ohne die Erlaubnis von Zinsen
kaum noch möglich war, die Nachfrage zu stillen. Zunächst wurde
deshalb der Zins jüdischen Kaufmännern aufgezwungen, damit Christen
nach wie vor sich mit vermeintlich weißer Weste präsentieren
konnten. Besonders im 19. Jahrhundert wird das antisemitische Bild
vom mit dem Zins wuchernden Juden reaktiviert. Damals wurde auch
der Mythos einer jüdischen Weltverschwörung virulent und dann zu
Beginn des 20. Jahrhunderts mit den sogenannten „Protokollen der
Weisen von Zion“ als wissenschaftlich belegt inszeniert. Statt über
die dem Kapitalismus innewohnenden Monopoltendenzen zu sprechen,
kreierte man das Feindbild einer geheimen jüdischen Organisation,
die die wirtschaftlichen Geschicke global lenke. In der neuen Folge
von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M.
Schmitt über die antisemitische Kritik am Kapitalismus. Literatur:
Wolfgang Benz: Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Legende von
der jüdischen Weltverschwörung, C. H. Beck. Micha Brumlik:
Antisemitismus. 100 Seiten, Reclam. Jacques Le Goff: Geld im
Mittelalter, Klett-Cotta. Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen
Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M.
Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745
0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD Twitter: Ole:
twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJunior Die
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