Unter Freunden: Thomas Hartung – Woran erkennt man den neuen Faschismus?
Georg Orwell hat schon im Jahr 1944 in seinem Essay „Was ist
Faschismus?“ festgestellt, dass der Begriff zum bloßen Schimpfwort
verkommen ist. Für die Jahre nach der Wende kann Dr. Thomas Hartung
den Befund bestätigen: „Wer alles Faschismus nennt,...
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Hier herrscht Harmonie im Kontrafunk. Schriftsteller und Liedermacher Bernhard Lassahn, auch genannt „der Milde aus dem Norden“, unterhält sich mit Gästen, die in Kultur und Gesellschaft etwas Besonderes beigetragen haben. Der Ton ist heiter, manchmal....
Beschreibung
vor 1 Monat
Georg Orwell hat schon im Jahr 1944 in seinem Essay „Was ist
Faschismus?“ festgestellt, dass der Begriff zum bloßen Schimpfwort
verkommen ist. Für die Jahre nach der Wende kann Dr. Thomas Hartung
den Befund bestätigen: „Wer alles Faschismus nennt, kennt keinen
mehr“, sagt er und führt als Beispiel den Umgang mit dem Gedenken
an Trümmerfrauen an. Hartung spricht von einer
„Begriffsverwahrlosung“, die als Folge des übereifrigen Kampfes
„gegen rechts“ entstanden ist und die sich auch da zeigt, wo man es
nicht erwartet hat, wenn es etwa um Blutspenden, um die DLRG, um
den Negerkuss oder Accessoires an Kleidungsstücken geht. Hartung
sieht sich selbst als Bildungspolitiker, und man merkt ihm sein
Engagement an, der „ungebildeten Gegenwart“ entgegenzutreten und
die „Bildungslandschaft zu verändern“. Das tut er, indem er für die
AfD arbeitet und sich gleichwohl beim Verfassen seiner
„Betrachtungen“, wie er seine Art der Essays nennt, einem
künstlerischen Ideal verpflichtet fühlt und Freiräume für das
eigene Denken schafft.
Faschismus?“ festgestellt, dass der Begriff zum bloßen Schimpfwort
verkommen ist. Für die Jahre nach der Wende kann Dr. Thomas Hartung
den Befund bestätigen: „Wer alles Faschismus nennt, kennt keinen
mehr“, sagt er und führt als Beispiel den Umgang mit dem Gedenken
an Trümmerfrauen an. Hartung spricht von einer
„Begriffsverwahrlosung“, die als Folge des übereifrigen Kampfes
„gegen rechts“ entstanden ist und die sich auch da zeigt, wo man es
nicht erwartet hat, wenn es etwa um Blutspenden, um die DLRG, um
den Negerkuss oder Accessoires an Kleidungsstücken geht. Hartung
sieht sich selbst als Bildungspolitiker, und man merkt ihm sein
Engagement an, der „ungebildeten Gegenwart“ entgegenzutreten und
die „Bildungslandschaft zu verändern“. Das tut er, indem er für die
AfD arbeitet und sich gleichwohl beim Verfassen seiner
„Betrachtungen“, wie er seine Art der Essays nennt, einem
künstlerischen Ideal verpflichtet fühlt und Freiräume für das
eigene Denken schafft.
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