«Fremdwörter sind nicht mein Rechaud!» (W)

«Fremdwörter sind nicht mein Rechaud!» (W)

Manchmal sind Wörter nicht das, was sie zu sein scheinen. Das Wetterleuchten zum Beispiel hat etymologisch gar nichts mit «leuchten» zu tun. Aber unser Sprachempfinden knüpft gern Verbindungen, wo sprachlich keine existieren. Das Phänomen nennt sich V ...
55 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat
Manchmal sind Wörter nicht das, was sie zu sein scheinen. Das
Wetterleuchten zum Beispiel hat etymologisch gar nichts mit
«leuchten» zu tun. Aber unser Sprachempfinden knüpft gern
Verbindungen, wo sprachlich keine existieren. Das Phänomen nennt
sich Volksetymologie. (Wiederholungssendung) Volksetymologie ist
wie die Verballhornung und der Malapropismus eine Art, absichtlich
oder unabsichtlich Wörter zu verwenden, die zwar korrekt tönen, mit
denen man aber knapp daneben liegt. Besonders mit Fremdwörtern kann
man sich leicht plombieren! Diese Falschverwendung eines Wortes
heisst Malapropismus. «Afflikat» dagegen, wie man früher im Dialekt
für Advokat sagte, zählt zu den Verballhornungen. Ein Thema wie
geschaffen für Nadia Zollinger und Markus Gasser von der
Mundartredaktion. Hinter den Fachbegriffen stecken nämlich oftmals
schöne Wortgeschichten! Das Wetterleuchten, in der alten Mundart
«wätterläichne» ausgesprochen, ist nämlich ursprünglich und
wörtlich ein «Wettertanz»! Familiennamen Madöry und Madörin Die
Familiennamen Madörin und Madöry sind im Kanton Baselland
einheimisch gehen vermutlich auf einen lateinischen Rufnamen
Madorinus zurück, der seinerseits auf den Namen Maternus,
Materninus zurückzuführen ist.

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