Window of tolerance-Teil 2

Window of tolerance-Teil 2

19 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

In dieser zweiten Folge möchte ich noch einmal tiefer eintauchen
und das, worüber wir im ersten Podcast gesprochen haben,
spürbarer und greifbarer machen.





Vielleicht kennst du diese Momente, in denen dein Inneres sich
anfühlt wie ein Motor auf Hochtouren – Gedanken rasen, der Körper
ist angespannt, alles ist zu viel. Das ist ein Bild für
Übererregung: Das Nervensystem steht auf Alarm, bereit zu
kämpfen, zu fliehen oder alles kontrollieren zu müssen.





Und dann gibt es das andere Extrem: das Gefühl, wie hinter einer
Glasscheibe zu sein. Müde, leer, zurückgezogen, irgendwie nicht
ganz da. Das ist Untererregung – ein Zustand, in dem das System
herunterfährt, um uns vor Überforderung zu schützen.





Zwischen diesen beiden Polen liegt ein Raum, der sich ganz anders
anfühlt. Ein Raum von Verbundenheit, Lebendigkeit und innerer
Sicherheit. Hier spielt der Vagusnerv eine zentrale Rolle –
besonders sein ventraler Anteil. In diesem Zustand können wir
atmen, fühlen, lachen, kreativ sein. Wir fühlen uns gesehen,
verbunden mit anderen Menschen und gleichzeitig ganz bei uns
selbst. Viele beschreiben diesen Zustand als ein sanftes
Glow-Gefühl, als Freude, Weite oder innere Ruhe.





Und vielleicht gibt es für dich noch eine weitere Ebene darüber
hinaus. Einen Zustand, in dem sich Verbundenheit nicht nur
menschlich anfühlt, sondern größer – weiter. Ein Erleben von
All-Eins-Sein, von Getragen-Sein, von etwas, das manche das
Göttliche nennen und andere einfach tiefe Präsenz oder Sein. Du
musst das nicht benennen oder einordnen. Es darf einfach da sein,
wenn es sich stimmig anfühlt.





Diese Folge soll dich einladen, all diese Zustände nicht zu
bewerten, sondern zu erkennen. Als Ausdruck eines intelligenten
Nervensystems, das immer versucht, dich zu schützen und in
Sicherheit zu bringen. Und je mehr Bewusstsein wir dafür
entwickeln, desto leichter wird es, wieder bewusst in jene
verbundenen Zustände zurückzufinden – mit uns selbst, mit anderen
und vielleicht auch mit etwas, das größer ist als wir.





Wenn dir meine Inhalte guttun oder dich ein Stück begleiten
durften, freue ich mich über einen kleinen virtuellen Kaffee ️


Ich kreiere all das in meiner freien Zeit als alleinerziehende
Mama – und manchmal darf Unterstützung einfach fließen.


Der Kaffee geht natürlich auf dich





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