#84 Psychologische Sicherheit braucht Mut – ein Gespräch mit Karin Lausch
über Führung, Vertrauen und das Unbequeme
48 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Monat
In dieser Folge von „Freiraum für Führungskräfte“ spricht Nicole
Zätzsch mit der Autorin, Rednerin sowie Leadership- und
Vertrauensexpertin Karin Lausch. Sie arbeitet als Executive Coach
und Keynote Speakerin und ist Bestseller-Autorin. Ausgezeichnet
wurde sie unter anderem als LinkedIn Top Voice und Personio HR Top
Voice 2024. Karin Lausch setzt sich mit großer Klarheit und
Leidenschaft für zukunftsfähige Führung, vertrauensvolle
Zusammenarbeit und psychologische Sicherheit ein. Bereits in ihrem
ersten Buch Trust Me vertritt sie die These, dass Vertrauen immer
eine eigenverantwortliche Entscheidung ist und langfristig der
bessere Weg. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht ihr aktuelles Buch
Feel Safe. Be Brave.. Darin zeigt Karin Lausch, warum
psychologische Sicherheit weit mehr ist als ein Wohlfühlkonzept und
weshalb Mut, Klarheit und das Aushalten von Unbequemem zu den
zentralen Aufgaben moderner Führung gehören. Was psychologische
Sicherheit wirklich bedeutet Psychologische Sicherheit meint die
Bereitschaft, zwischenmenschliche Risiken einzugehen. Es geht
darum, sich zu trauen, Fehler sichtbar zu machen, Fragen zu stellen
oder den Status quo zu hinterfragen, ohne Angst vor Bloßstellung
oder Ausgrenzung zu haben. Entscheidend ist, dass die Person selbst
dabei nicht infrage gestellt wird, auch wenn sie den vermeintlich
störungsfreien Ablauf unterbricht. Der Ursprung unserer
Schutzmechanismen Viele unserer Anpassungsstrategien entstehen
früh. Anhand einer Kindergarten-Situation beschreibt Karin Lausch,
wie uns schon früh vermittelt wird, dass Harmonie und Gehorsam oft
wichtiger sind als die eigenen Gefühle oder die eigene Meinung.
Diese Muster wirken im Erwachsenenalter weiter und führen dazu,
dass Mitarbeitende im Arbeitskontext schweigen, obwohl ihre
Perspektiven wertvoll wären. Psychologische Sicherheit als
Wirtschaftsfaktor Fehlende psychologische Sicherheit ist kein
weiches Thema, sondern ein relevanter ökonomischer Faktor.
Mangelnde emotionale Bindung, inneres Kündigen und kollektives
Schweigen verursachen enorme Kosten. Zusätzlich wird ein
erheblicher Teil der Arbeitszeit für Tätigkeiten aufgewendet, die
niemand kritisch hinterfragt, weil der Mut dazu fehlt. Die fünf
Handlungsfelder für Führung Mit Vereinbarung, Vertrauen,
Verbindung, Verantwortung und Veränderung beschreibt Karin Lausch
einen klaren Rahmen, mit dem Führungskräfte psychologische
Sicherheit aktiv gestalten können. Besonders zentral ist die
Vereinbarung. Begriffe wie Augenhöhe oder Offenheit brauchen eine
gemeinsame Definition, damit sie im Alltag Orientierung geben und
nicht zu leeren Schlagworten werden. Der Juckpulli als Metapher
Viele Menschen verharren jahrelang in belastenden Situationen.
Karin Lausch vergleicht das mit einem kratzenden Pullover auf
nackter Haut, den man anbehält, um sich nicht zu blamieren. Dabei
bindet das Aushalten enorm viel kognitive Energie, die für
Kreativität, Lernen und Leistung fehlt. Fazit Wahre psychologische
Sicherheit entsteht nicht durch komplexe Konzepte, sondern in den
kleinen Mikromomenten des Alltags. Wenn Führungskräfte den Mut
haben, sich verletzlich zu zeigen, Klarheit zu schaffen und Räume
für echte, auch unbequeme Gespräche bewusst auszuleuchten, entsteht
die Grundlage für Innovation, Gesundheit und echte emotionale
Bindung im Team. Links zum Buch:
https://shop.haufe.de/prod/feel-safe-be-brave
https://www.amazon.de/dp/3689510759/ref=sr_1_1 Link zu LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/karin-lausch/?originalSubdomain=de
Zätzsch mit der Autorin, Rednerin sowie Leadership- und
Vertrauensexpertin Karin Lausch. Sie arbeitet als Executive Coach
und Keynote Speakerin und ist Bestseller-Autorin. Ausgezeichnet
wurde sie unter anderem als LinkedIn Top Voice und Personio HR Top
Voice 2024. Karin Lausch setzt sich mit großer Klarheit und
Leidenschaft für zukunftsfähige Führung, vertrauensvolle
Zusammenarbeit und psychologische Sicherheit ein. Bereits in ihrem
ersten Buch Trust Me vertritt sie die These, dass Vertrauen immer
eine eigenverantwortliche Entscheidung ist und langfristig der
bessere Weg. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht ihr aktuelles Buch
Feel Safe. Be Brave.. Darin zeigt Karin Lausch, warum
psychologische Sicherheit weit mehr ist als ein Wohlfühlkonzept und
weshalb Mut, Klarheit und das Aushalten von Unbequemem zu den
zentralen Aufgaben moderner Führung gehören. Was psychologische
Sicherheit wirklich bedeutet Psychologische Sicherheit meint die
Bereitschaft, zwischenmenschliche Risiken einzugehen. Es geht
darum, sich zu trauen, Fehler sichtbar zu machen, Fragen zu stellen
oder den Status quo zu hinterfragen, ohne Angst vor Bloßstellung
oder Ausgrenzung zu haben. Entscheidend ist, dass die Person selbst
dabei nicht infrage gestellt wird, auch wenn sie den vermeintlich
störungsfreien Ablauf unterbricht. Der Ursprung unserer
Schutzmechanismen Viele unserer Anpassungsstrategien entstehen
früh. Anhand einer Kindergarten-Situation beschreibt Karin Lausch,
wie uns schon früh vermittelt wird, dass Harmonie und Gehorsam oft
wichtiger sind als die eigenen Gefühle oder die eigene Meinung.
Diese Muster wirken im Erwachsenenalter weiter und führen dazu,
dass Mitarbeitende im Arbeitskontext schweigen, obwohl ihre
Perspektiven wertvoll wären. Psychologische Sicherheit als
Wirtschaftsfaktor Fehlende psychologische Sicherheit ist kein
weiches Thema, sondern ein relevanter ökonomischer Faktor.
Mangelnde emotionale Bindung, inneres Kündigen und kollektives
Schweigen verursachen enorme Kosten. Zusätzlich wird ein
erheblicher Teil der Arbeitszeit für Tätigkeiten aufgewendet, die
niemand kritisch hinterfragt, weil der Mut dazu fehlt. Die fünf
Handlungsfelder für Führung Mit Vereinbarung, Vertrauen,
Verbindung, Verantwortung und Veränderung beschreibt Karin Lausch
einen klaren Rahmen, mit dem Führungskräfte psychologische
Sicherheit aktiv gestalten können. Besonders zentral ist die
Vereinbarung. Begriffe wie Augenhöhe oder Offenheit brauchen eine
gemeinsame Definition, damit sie im Alltag Orientierung geben und
nicht zu leeren Schlagworten werden. Der Juckpulli als Metapher
Viele Menschen verharren jahrelang in belastenden Situationen.
Karin Lausch vergleicht das mit einem kratzenden Pullover auf
nackter Haut, den man anbehält, um sich nicht zu blamieren. Dabei
bindet das Aushalten enorm viel kognitive Energie, die für
Kreativität, Lernen und Leistung fehlt. Fazit Wahre psychologische
Sicherheit entsteht nicht durch komplexe Konzepte, sondern in den
kleinen Mikromomenten des Alltags. Wenn Führungskräfte den Mut
haben, sich verletzlich zu zeigen, Klarheit zu schaffen und Räume
für echte, auch unbequeme Gespräche bewusst auszuleuchten, entsteht
die Grundlage für Innovation, Gesundheit und echte emotionale
Bindung im Team. Links zum Buch:
https://shop.haufe.de/prod/feel-safe-be-brave
https://www.amazon.de/dp/3689510759/ref=sr_1_1 Link zu LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/karin-lausch/?originalSubdomain=de
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