Freiraum für Führungskräfte - für mehr Klarheit im Leben Archiv
114 Episoden
46 Minuten
Wer bist du, wenn du deine berufliche Rolle einmal beiseitelässt? Viele Führungskräfte sind es gewohnt, sich über Leistung, Verantwortung und Ergebnisse zu definieren. Doch was passiert, wenn diese Identität den Blick darauf verstellt, was uns eigentlich wichtig ist? In dieser Folge von „Freiraum für Führungskräfte“ ist Marie-Thérèse Gels zu Gast. Sie begleitet Menschen in Verantwortung dabei, Klarheit zu gewinnen, innere Stabilität zu entwickeln und bewusster zu entscheiden. Dabei verbindet sie unternehmerische Erfahrung mit der Philosophie des Yoga Sūtra. In ihrem Podcast „Erfolg neu denken“ überträgt sie diese Perspektive auf die heutige Arbeitswelt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir authentischer führen und leben können. Muss persönliche Entwicklung immer bedeuten, etwas dazuzulernen und sich weiter zu optimieren? Oder kann sie auch darin liegen, vertraute Muster und Vorstellungen von uns selbst loszulassen? Die Fragen dieser Folge: - Woran erkennen wir, ob uns eine berufliche Identität Orientierung gibt oder uns begrenzt? - Wie können wir weniger aus dem Ego heraus handeln und zugleich ambitioniert und wirksam bleiben? - Welche Selbstführung hilft uns, unseren eigenen Weg zu gehen, statt vor allem Erwartungen anderer zu erfüllen? - Was macht die Philosophie des Yoga Sūtra für Führung und Arbeitsleben interessant? - Welche andere Sicht auf Entwicklung eröffnet sich, wenn wir den Druck zur ständigen Selbstoptimierung hinterfragen? Eine Folge für alle, die viel Verantwortung tragen und sich fragen, wie sie dabei mehr sie selbst bleiben können – beruflich wie privat. Weiterführende Links: - https://marie-therese-gels.de/ - Ihr Podcast „Erfolg neu denken" https://podcasts.apple.com/de/podcast/id1884290171
47 Minuten
100 Folgen „Freiraum für Führungskräfte“ – und für diese besondere Folge ist Prof. Dr. Judith Mangelsdorf wieder zu Gast. Judith ist Psychologin, Professorin für Positive Psychologie und eine der prägenden Stimmen dieses Fachgebiets im deutschsprachigen Raum. Schon ganz zu Beginn meines Podcasts war sie bei mir – sechs Jahre später schließt sich mit Folge 100 ein schöner Kreis. In unserem Gespräch geht es um die Frage, wie sich die Positive Psychologie weiterentwickeln muss, wenn individuelles Wohlbefinden allein nicht mehr ausreicht. Wir sprechen über regenerative Positive Psychologie, über den Unterschied zwischen individuellem und systemischem Flourishing und darüber, warum der Blick stärker auf die Systeme gerichtet werden muss, in denen wir leben und arbeiten. Außerdem geht es darum, ob die Positive Psychologie in den vergangenen Jahren vielleicht zu stark auf das Individuum fokussiert war, was Unternehmen und Führungskräfte daraus lernen können und welche Haltung es heute braucht. Und natürlich sprechen wir auch über Hoffnung und persönliche Schlüsselmomente. Eine ganz besondere Folge, die mir viel bedeutet. Mehr zu Prof. Dr. Judith Mangelsdorf: LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/prof-dr-judith-mangelsdorf-23860650 Deutsche Gesellschaft für Positive Psychologie: https://www.dgpp-online.de/
47 Minuten
Was bedeutet modernes Leadership heute? Wie gelingt es, wirtschaftlich erfolgreich zu führen und gleichzeitig Menschlichkeit, Verantwortung und emotionale Reife nicht aus dem Blick zu verlieren? Mein heutiger Gast ist Simona Deckers, Unternehmerin und Gründerin der Shanti Leadership Company, einer Boutique-Beratung für CEOs, Board Members und Unternehmer. Als „Partner to Leaders“ begleitet sie Führungspersönlichkeiten in Transformationsprozessen, bei Wachstumsstrategien und Teamfragen und setzt sich für ein Führungsverständnis ein, das strategische Exzellenz mit emotionaler Intelligenz, Sinn und Verantwortung verbindet. Auch wenn Simona vor allem mit Führungskräften auf höchster Ebene arbeitet, ist einer ihrer zentralen Gedanken für uns alle spannend: Leadership beginnt mit Self Leadership. Denn die Fähigkeit, andere gut zu führen, hängt immer auch damit zusammen, wie bewusst wir uns selbst führen. In dieser Folge sprechen wir unter anderem darüber: 1. Was modernes Leadership heute wirklich braucht Welche Herausforderungen sieht Simona aktuell für Führungskräfte und Unternehmen? Welche Fragen sollten sich Führungspersönlichkeiten heute stellen und was unterscheidet modernes Leadership von einem rein performancegetriebenen Führungsverständnis? 2. Warum Leadership mit Self Leadership beginnt Was bedeutet Selbstführung ganz konkret? Wie können wir bewusster mit unseren eigenen Mustern, Reaktionen und Entscheidungen umgehen und welche ersten Schritte sind auch ohne Coach im Alltag möglich? 3. Menschlichkeit, emotionale Reife und Bewusstsein in der Führung Wir sprechen darüber, wie sich Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit verbinden lassen, welche Rolle emotionale Intelligenz und innere Entwicklung spielen und warum auch Sinn, Werte und Bewusstsein für Simona zu zeitgemäßer Führung gehören. Ein Gespräch über Führung, Verantwortung und die Frage, wie wir Unternehmen zukunftsfähig gestalten können, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Mehr über Simona Deckers und ihre Arbeit: Shanti Leadership Company www.shanticompany.com LinkedIn www.linkedin.com/in/simonadeckers Instagram www.instagram.com/simonadeckers/ The Paths of Purpose Podcast paths-of-purpose.podigee.io
47 Minuten
"Jeder hat das Recht, im Job zufrieden zu sein." sagt Ragnhild Struss In unserem Gespräch schauen wir auf den Ansatz des Job Craftings. - Was kannst du machen, wenn dein Job nicht mehr mit deiner persönlichen Entwicklung mitgewachsen ist? - An welchen Rädchen kannst du drehen, um mehr Job-Zufriedenheit zu erreichen?
56 Minuten
Hier kommt eine sehr beliebte Folge, die für viele wieder aktueller denn je ist: Es geht um Berufliche Neuorientierung. Welche Fragen du dir stellen kannst, wie du herausfindest was du machen möchtest und wie du dich klarer aufstellen kannst. Links: https://www.schloemann-coaching.com/
50 Minuten
Burnout beginnt selten mit dem großen Zusammenbruch. Meist beginnt er viel früher – mit kleinen Warnsignalen, die wir übergehen, weil wir glauben, einfach nur eine stressige Phase zu haben. In dieser Folge spreche ich mit Christina Voss. Sie ist Mental-Health-Expertin, Speakerin und ehemalige Führungskraft in einem internationalen DAX-Konzern. Nach ihrem eigenen Burnout begleitet sie heute Menschen und Unternehmen dabei, chronischen Stress frühzeitig zu erkennen, Burnout vorzubeugen und mentale Gesundheit nachhaltig zu stärken. Im August erscheint ihr neues Buch „Burnout beginnt früher als du denkst“. Wir sprechen offen über unsere eigenen Erfahrungen mit Burnout – nicht, um Leidensgeschichten zu erzählen, sondern um deutlich zu machen, wie schleichend Erschöpfung entsteht und woran wir sie heute viel früher erkennen würden. Vor allem aber geht es um konkrete Impulse für den Alltag. In dieser Folge erfährst du: • Warum Burnout nicht plötzlich entsteht, sondern lange vorher beginnt. • Welche Warnsignale du ernst nehmen solltest. • Warum gerade engagierte und leistungsstarke Menschen besonders gefährdet sind. • Weshalb wir unsere eigenen Grenzen oft am schlechtesten wahrnehmen. • Wie Angehörige, Freundinnen, Freunde oder Partner Betroffene gut begleiten können. • Welche kleinen Veränderungen im Alltag einen großen Unterschied machen können. • Welche Verantwortung auch Führungskräfte und Unternehmen für mentale Gesundheit tragen. • Welche eine Gewohnheit Christina jedem Menschen empfiehlt, um langfristig gesund zu bleiben. Eine Folge für alle, die viel Verantwortung tragen, für andere da sind und dabei sich selbst nicht aus dem Blick verlieren möchten. Links zu Christina Voss www.christinavoss.de www.linkedin.com/in/christinavoß
47 Minuten
Der Arbeitsmarkt scheint auf den ersten Blick stabil. Gleichzeitig berichten viele erfahrene Führungskräfte und Manager, dass die Suche nach einer passenden Position anspruchsvoller geworden ist. Woran liegt das? In dieser Podcastfolge spreche ich mit Stefan Raatz über die aktuellen Entwicklungen im Management- und C-Level-Markt. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen von Personalberatung, Headhunting und Karrierewechseln und sprechen darüber, warum eine klare Positionierung heute oft wichtiger ist als eine große Zahl von Bewerbungen. Stefan Raatz ist Senior Partner und Mitinhaber der NewPlacement AG. Nach Stationen in leitenden Vertriebs- und Managementfunktionen bei Siemens, Colt Telecom, Deutsche Telekom, T-Systems und Fortinet begleitet er heute Führungskräfte, Topmanager und Spezialisten bei ihrer strategischen Karriereentwicklung. Im Gespräch erfährst du: • warum der Arbeitsmarkt für Führungskräfte heute ein Selektionsmarkt ist • weshalb eine klare Positionierung wichtiger geworden ist als breite Bewerbungsaktivitäten • welche Rolle der verdeckte Stellenmarkt bei der Besetzung von Führungspositionen spielt • wie Netzwerke und persönliche Sichtbarkeit Karrierechancen beeinflussen • warum erfolgreiche Karrieregestaltung lange vor einem geplanten Wechsel beginnt • was New Placement heute bedeutet und warum es weit über Lebenslaufoptimierung hinausgeht • welche konkreten Schritte Führungskräfte bereits heute unternehmen können, um ihre beruflichen Optionen zu erweitern Eine Folge für alle, die ihre Karriere aktiv gestalten, ihren Marktwert besser verstehen und sich frühzeitig mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen möchten. Weiterführende Links Website Stefan Raatz: https://www.newplacement.com/partner/stefan-raatz NewPlacement AG: https://www.newplacement.com Weitere Folgen zu dem Thema: Podcastfolge mit Sophie Schlömann #66 Berufliche Neuorientierung, so klappt es Podcastfolge mit André Neumann von occuperso #49 Erfolgreich bewerben und netzwerken
44 Minuten
In dieser Folge von Freiraum für Führungskräfte spreche ich mit Susanne Schluckebier, Mitgründerin von Mermaid & Broccoli. Mermaid & Broccoli begleitet Unternehmen und Führungskräfte dabei, die Chancen von Künstlicher Intelligenz zu nutzen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Im Mittelpunkt stehen Lernen, Zusammenarbeit, Führung und die Frage, wie technologische und menschliche Entwicklung gemeinsam gelingen können. KI ist längst in unseren Unternehmen angekommen. Doch die eigentliche Herausforderung liegt häufig nicht in der Technologie selbst, sondern in den Fragen, die sie für Menschen, Teams und Führungskräfte aufwirft. Gemeinsam schauen wir auf drei zentrale Herausforderungen, die Susanne aktuell in ihrer Arbeit mit Unternehmen beobachtet: 1. Orientierung schaffen Viele Organisationen befinden sich noch in einer Phase der Unsicherheit. Es fehlt an Klarheit darüber, wofür KI eingesetzt werden soll, welche Tools genutzt werden dürfen, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten und welche Auswirkungen die neuen Möglichkeiten auf Rollen, Aufgaben und Zusammenarbeit haben. Wir sprechen darüber, warum Führungskräfte gerade jetzt Orientierung geben müssen – fachlich, organisatorisch und emotional. Und darüber, weshalb psychologische Sicherheit eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass Menschen Veränderungen mitgehen können. 2. Mit unterschiedlichen Lerngeschwindigkeiten umgehen Während einige Mitarbeitende begeistert experimentieren und täglich neue Anwendungen ausprobieren, begegnen andere dem Thema zurückhaltend oder sogar skeptisch. Susanne erläutert, warum gemeinsames Lernen wichtiger ist als Perfektion, weshalb Unternehmen sichere Lernräume schaffen sollten und wie psychologische Sicherheit dabei hilft, Neues auszuprobieren und Fehler als Teil des Lernprozesses zu verstehen. Wir sprechen außerdem darüber, wie Lernen stärker an den Unternehmenszielen ausgerichtet werden kann und warum unterschiedliche Persönlichkeiten dabei unterschiedliche Zugänge brauchen. 3. Die Identitätsverschiebung verstehen Was passiert eigentlich mit meinem Selbstverständnis, wenn KI Aufgaben übernimmt, die bisher zu meinem Kompetenzbereich gehörten? Wer bin ich als Führungskraft, wenn ich künftig nicht nur Menschen, sondern auch KI-Systeme oder Agenten steuere? Welche Unsicherheiten entstehen dadurch und wie können wir ihnen begegnen? Über diese Fragen sind Susanne und ich besonders tief ins Gespräch gekommen. Denn die Einführung von KI verändert nicht nur Prozesse, sondern berührt oft auch unser Verständnis von Kompetenz, Wertschöpfung und Führung. Eine fertige Lösung präsentieren wir nicht. Dafür teilen wir viele Beobachtungen, Erfahrungen, Fragen und Denkanstöße für alle, die sich mit der Zukunft von Arbeit, Führung und Zusammenarbeit beschäftigen. Mehr über Susanne Schluckebier und Mermaid & Broccoli: https://mermaidbroccoli.com
42 Minuten
Wie klingt eigentlich Führung? In dieser Folge von „Freiraum für Führungskräfte“ spreche ich mit Laura Wällnitz, Sprechwissenschaftlerin, Stimmtrainerin, Wirkungsexpertin und Business Coach. Seit vielen Jahren begleitet sie Führungskräfte dabei, mit mehr Selbstsicherheit, Präsenz und Überzeugungskraft aufzutreten. Dabei verbindet sie fundiertes Wissen über Stimme und Kommunikation mit psychologischen Ansätzen und ihrer eigenen langjährigen Bühnenerfahrung. Laura ist überzeugt: Unsere Stimme verrät oft mehr über uns als unsere Worte. Sie zeigt Menschen, wie sie innere Stärke nach außen hörbar machen, souverän auftreten und auch unter Druck klar, präsent und überzeugend bleiben. In unserem Gespräch geht es unter anderem um: • Warum die Stimme ein Spiegel unseres Innenlebens ist und welche Signale Führungskräfte häufig unbewusst aussenden • Woran man echte Souveränität hört – und wie sich Stress, Unsicherheit oder Druck in der Stimme bemerkbar machen • Wie Stimme und innere Haltung zusammenwirken und ob wir durch unsere Stimme mehr Ruhe, Klarheit und Selbstvertrauen entwickeln können • Welche Hebel Führungskräfte kennen sollten, um mit ihrer Stimme mehr Präsenz und Wirkung zu entfalten • Was einen überzeugenden Auftritt in Meetings, Vorträgen und wichtigen Gesprächen ausmacht Besonders wertvoll: Laura teilt in dieser Folge eine Fülle von praktischen Tipps, sofort umsetzbaren Übungen und konkreten Techniken, die dabei helfen, die eigene Stimme bewusster einzusetzen und mit mehr Klarheit, Ruhe und Überzeugungskraft aufzutreten. Eine inspirierende Folge für alle Führungskräfte, die nicht nur gehört werden möchten, sondern mit ihrer Stimme Vertrauen schaffen, Menschen erreichen und wirksam führen wollen.
29 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Christin Krüger. Christin ist Coach, Beraterin und Sparringspartnerin mit dem Fokus auf stärkenorientierte Persönlichkeitsentwicklung, Führung und Potenzialentfaltung. Mit ihrer Marke ZWEITBLICK PARTNER begleitet sie Menschen, Teams und Führungskräfte dabei, mehr Klarheit über ihre Persönlichkeit, ihre Stärken und ihren eigenen Weg zu gewinnen. Ihre Arbeit verbindet wissenschaftlich fundierte Methoden mit einem empathischen, praxisnahen Ansatz. Christin und ich sind beide Teil der Academy von unfold e.V. und bilden gemeinsam mit Alina Buchholz zukünftige unfold Trainer:innen aus. In dieser Podcastfolge geben wir einen umfassenden Einblick in die Arbeit von unfold e.V., unsere gemeinsame Vision und die Frage, warum stärkenorientierte Entwicklung gerade heute wichtiger denn je ist. Wir sprechen darüber, wofür unfold e.V. steht, welche Werte und Überzeugungen unsere Arbeit prägen und wie wir Kinder und Jugendliche dabei unterstützen, ihre Potenziale zu entdecken und zu entfalten. Dabei geht es um die Vision einer Welt, in der junge Menschen ihre Stärken kennen, Selbstwirksamkeit erleben und ihren eigenen Weg mit mehr Zuversicht gestalten können. Außerdem stellen wir die verschiedenen Angebote von unfold e.V. vor und gehen besonders auf die Ausbildung zum unfold Trainer bzw. zur unfold Trainerin ein. Wir erläutern, welche Inhalte vermittelt werden, für wen die Ausbildung geeignet ist und wie Teilnehmende lernen, stärkenorientierte Entwicklungsräume für Kinder und Jugendliche zu gestalten. Wenn du mehr über unfold e.V. erfahren möchtest oder mit dem Gedanken spielst, selbst Teil der unfold Community zu werden, bietet dir diese Folge einen guten Überblick und viele persönliche Einblicke hinter die Kulissen unserer Arbeit. Interessant auch die Folge #71 mit Alina Buchholz zum Thema „Starke, resiliente Kinder und Jugendliche“. Die nächste Ausbildung startet im September 2026. Mehr Informationen zu unfold e.V. und unseren Angeboten findest du hier: • unfold e.V.: https://unfold-ev.de
52 Minuten
In dieser Folge von Freiraum für Führungskräfte spreche ich mit David Bausch über sein neues Buch „Das Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kannten“. David beschreibt darin eine Arbeitswelt an einem Wendepunkt. In Zeiten von Polykrisen, KI, Automatisierung und wachsender Erschöpfung verändern sich Arbeit, Führung und Zusammenarbeit fundamental. Sein zentrales Plädoyer: Gerade weil unsere Welt immer digitaler wird, braucht es mehr Menschlichkeit, mehr Reflexion und mehr bewusste Führung. Im Mittelpunkt seines Buches stehen die „Big Five of Human Work“: - Moderne Führung - Mentale Gesundheit - Vielfalt & Inklusion - Lernen & Entwicklung - Organisationskultur Dabei geht es David nicht um einzelne HR-Initiativen oder neue Buzzwords, sondern um die Haltung hinter diesen Themen. Immer wieder betont er: „Haltung ist der zentrale Schlüssel für unsere neue Arbeitswelt.“ In unserem Gespräch sprechen wir unter anderem darüber, - warum moderne Führung immer mit Selbstführung beginnt - weshalb psychologische Sicherheit zur Grundlage wirksamer Zusammenarbeit wird - warum mentale Gesundheit längst ein unternehmerisches Thema ist - weshalb Vielfalt im Kopf beginnt und Inklusion im täglichen Miteinander sichtbar wird - warum kritisches Denken, Ambiguitätstoleranz und bewusste Reflexion zu den wichtigsten Future Skills gehören - und weshalb Organisationskultur niemals auf PowerPoint-Folien entsteht, sondern in dem, was Menschen täglich erleben Besonders spannend fand ich Davids Gedanken zur Kulturarbeit in Organisationen. Veränderung beginnt für ihn nicht mit Leitbildern oder Plakaten, sondern mit ehrlicher Selbstreflexion — insbesondere in Führung. Oder wie er es formuliert: Kultur ist gelebte Realität und ein Spiegel menschlichen Verhaltens. Mich hat sowohl das Buch als auch unser Gespräch beeindruckt, weil David komplexe Themen mit großer Klarheit, Tiefe und Menschlichkeit verbindet. Viele Passagen fühlten sich weniger wie Managementliteratur an und eher wie eine Einladung zur ehrlichen Auseinandersetzung mit uns selbst und unserer Art zu führen Links: https://www.amazon.de/Das-Ende-Arbeitswelt-kannten-Handlungsfelder/dp/3648197770 https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1078359245 https://www.digi2place.de/ https://www.linkedin.com/in/dr-david-bausch-4098a01ba/
50 Minuten
Heute zu Gast ist Andrea Grundmann – Expertin für digitale Sichtbarkeit und Autorin des Buches „Digitales Charisma“. In ihrem Buch zeigt sie, wie es gelingt, im digitalen Raum mit Persönlichkeit und Haltung zu überzeugen – ohne künstliche Inszenierung oder laute Ego-Show. Denn eines wird immer klarer: Fachliche Kompetenz allein reicht nicht mehr aus. Was wirklich den Unterschied macht, ist die Fähigkeit, Vertrauen aufzubauen und Menschen zu erreichen. Genau darüber sprechen wir in dieser Folge. Andrea bringt Struktur in ein Thema, das viele eher diffus angehen: Sichtbarkeit. Ein zentraler Gedanke dabei: Sichtbarkeit beginnt nicht beim Posten, sondern bei Klarheit. Wir sprechen darüber, warum es entscheidend ist, mit der eigenen Zielintention zu starten. Was will ich eigentlich erreichen mit meiner Sichtbarkeit? Und weshalb echte Wirkung erst entsteht, wenn ich weiß, wen ich erreichen möchte. Dabei geht es nicht nur um Zielgruppen auf dem Papier, sondern um echte Zielpersonen. Wen möchte ich erreichen, wer sollte von mir erfahren und was weiß ich wirklich über diese Menschen? Was beschäftigt sie, was treibt sie an und wie gelingt es, sich wirklich in sie hineinzuversetzen? Ein besonderer Fokus liegt auf der Gefahr der sogenannten Expertenbrille. Also dem Risiko, aus der eigenen Perspektive zu kommunizieren und dabei an der Zielgruppe vorbeizugehen. Ein zentrales Thema unseres Gesprächs ist die sogenannte Story of Self. Sie ist der rote Faden, der alles zusammenhält. Sie macht dich greifbar, sorgt für Wiedererkennbarkeit und gibt deiner Kommunikation Konsistenz. Wir sprechen darüber, warum Fakten und Lebensläufe oft blass bleiben, während persönliche Geschichten im Gedächtnis bleiben. Und wie du dich deiner eigenen Story annähern kannst, inklusive einer konkreten Übung aus dem Buch. Ein weiterer spannender Punkt im Gespräch ist das Thema Authentizität. Authentisch zu wirken bedeutet nicht, einfach alles ungefiltert zu teilen. Sondern bewusst zu entscheiden, was du sichtbar machst und wofür du stehst. Authentizität ist kein Zufall, sondern kann und darf strategisch gedacht werden. Eng damit verbunden ist das Thema Haltung. Warum Haltung mehr ist als eine Meinung, warum sie Vertrauen schafft und warum sie ein zentraler Bestandteil von digitalem Charisma ist. Dabei geht es auch um die Frage, wie viel Persönlichkeit Sichtbarkeit eigentlich braucht. Die klare Antwort: Persönlichkeit ist keine Ego-Show. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass echte Verbindung entsteht. Gerade die eigenen Ecken und Kanten machen dich für andere greifbar und unterscheiden dich von austauschbarer Perfektion. Was du aus dieser Folge mitnehmen kannst - Starte mit Klarheit: Ziel, Zielgruppe und Wirkung - Denke aus der Perspektive deiner Audience, nicht aus deiner Expertenrolle - Entwickle deine eigene Story of Self als roten Faden - Verstehe Authentizität als bewusste Entscheidung - Zeige Haltung, auch wenn sie nicht allen gefällt - Und trau dich, als Mensch sichtbar zu werden Mehr zu Andrea Grundmann Andrea Grundmann unterstützt Führungskräfte und Unternehmerinnen dabei, online die gleiche Wirkung zu entfalten wie im persönlichen Kontakt – authentisch, klar und ohne Inszenierung. Links https://www.linkedin.com/in/andrea-grundmann/ https://www.andreagrundmann.de/story-of-self/
49 Minuten
In dieser Folge spreche ich mit Andreas Tietz – Leadership-Integrator, Persönlichkeitstrainer und ehemaliger Top-Manager in der Automobilindustrie mit über 25 Jahren Führungserfahrung. Andreas bringt eine Perspektive mit, die viele kennen – aber wenige so klar benennen können: den Weg von äußerem Erfolg hin zu innerer Leere. Und vor allem: den Weg zurück. Wir sprechen darüber, wie leistungsorientierte Menschen in Muster geraten, die sie lange tragen – bis der Körper irgendwann stoppt. Und darüber, was es braucht, um nicht nur auszusteigen, sondern wirklich neu zu integrieren. Andreas verbindet heute fundierte Persönlichkeitsdiagnostik mit Körperarbeit und Bewusstseinsarbeit, um Führungskräften zu helfen, wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen – und daraus wirksam zu führen. Darüber sprechen wir in dieser Folge: Warum Leistung für viele nicht nur Antrieb, sondern auch Überlebensstrategie ist Wie sich „Erfolg“ anfühlen kann – und wann er innerlich leer wird Die Rolle des Körpers als ehrlicher Frühindikator für Überlastung Warum gerade starke Führungskräfte Warnsignale so lange ignorieren Der Moment des Bruchs – und was danach kommt Ein zentraler Wendepunkt: Andreas beschreibt sehr offen den Moment, in dem sein Körper reagiert hat – und klar wurde: So geht es nicht weiter. Wir sprechen darüber, warum dieser Punkt oft nicht aus heiterem Himmel kommt, sondern sich lange ankündigt – und trotzdem übersehen wird. Was danach folgt: Neuorientierung und Integration Der Ausstieg aus einer erfolgreichen Managementkarriere Die Frage: Wer bin ich ohne meinen Status? Der Weg vom Manager zum Leadership-Integrator – kein Plan, sondern ein Prozess Und vor allem: Was bedeutet echte Integrationsarbeit? Andreas macht deutlich, dass es nicht um Selbstoptimierung geht, sondern um Verbindung – von Kopf, Körper, Emotionen und Stärken. Führung neu gedacht: „Fang bei dir an“ Ein zentrales Thema im Gespräch ist Führung als Haltung. Was verändert sich, wenn wir aufhören, uns über Leistung zu definieren? Warum Verletzlichkeit kein Risiko, sondern eine Ressource ist Und weshalb echte Führung immer bei uns selbst beginnt Konkrete Impulse für deinen Alltag: Diese Folge bleibt nicht auf der Reflexionsebene stehen. Andreas teilt sehr konkrete Ansätze. Die Ehrlichkeit, mit der Andreas über seinen eigenen Weg spricht – vom frühen Verlust seiner Eltern über seine Karriere bis hin zum bewussten Neuanfang – macht diese Folge besonders berührend und gleichzeitig sehr greifbar. Mehr zu Andreas Tietz: Leadership-Integrator & Coach Ehemaliger Automotive-Manager (u. a. Porsche) mit 25 Jahren Erfahrung Arbeitsschwerpunkte: Stärkenorientierung, Persönlichkeitsentwicklung, Integration von Körper, Geist und Emotionen Links & Kontakt: Website: www.livingreboot.de
50 Minuten
In einer Welt, die immer schneller wird und in der viele Führungskräfte dauerhaft im Reaktionsmodus sind, wirkt die Pause oft wie ein Luxus. Mein heutiger Gast Jorma Schneider zeigt, warum genau sie eine zentrale Voraussetzung für Klarheit, Verbindung und wirksame Entscheidungen ist. Jorma ist Co-Active Coach, Lern- und Entwicklungsbegleiter sowie Host des Podcasts JORMAZIN’. In seiner Arbeit begleitet er Menschen und Teams dabei, aus dem reinen Tun auszusteigen und wieder stärker in Kontakt mit sich selbst zu kommen. Es geht ihm nicht um noch mehr Methoden, sondern um eine andere Qualität von Präsenz – als Grundlage für Führung in komplexen Zeiten. In unserem Gespräch sprechen wir darüber, was es bedeutet, bewusst innezuhalten, warum echte Gespräche so selten geworden sind und wie es gelingen kann, auch in digitalen oder hybriden Kontexten Verbindung herzustellen. Außerdem werfen wir einen Blick auf typische innere Blockaden und die Frage, wie Führungskräfte handlungsfähig bleiben können, ohne Komplexität vorschnell zu reduzieren. In dieser Folge erfährst du: • warum die „Pause“ kein Stillstand ist, sondern ein Raum für Klarheit und Orientierung • was es bedeutet, vom Tun ins Sein zu kommen – und warum darin echte Wirksamkeit entsteht • woran du authentische Gespräche erkennst und wie echte Verbindung möglich wird • wie Präsenz und Beziehung auch in digitalen Arbeitswelten entstehen können • welche Rolle Stimme und innere Haltung für deine Wirkung als Führungskraft spielen • was typische innere Blockaden sind und wie du ihnen begegnen kannst • wie du mit Komplexität umgehen kannst, ohne sie zu vereinfachen Ein Gedanke, der aus diesem Gespräch besonders hängen bleibt: Führung beginnt nicht im Außen, sondern in der eigenen inneren Klarheit. Die Pause ist dabei kein Rückzug, sondern ein bewusster Schritt in die eigene Verantwortung. Mehr zu Jorma Schneider • Website: www.jormaschneider.de • Podcast: JORMAZIN • LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jorma-schneider • YouTube: https://www.youtube.com/@jormazin Informationen zu unfold e.V. - https://unfold-ev.de/
46 Minuten
In dieser Folge begrüßt Nicole den leidenschaftlichen Transformationsbegleiter Jan Köster. Jan ist nicht nur erfahrener Podcaster (u. a. „Methodenmontag“ und „Die Profiler“) und Stärkencoach, sondern bringt auch eine vielseitige berufliche Laufbahn mit: vom Pfadfinder über den Informatiker bis hin zum Vice President Transformation bei Gruner + Jahr. Heute arbeitet er bei Beratung Judith Andresen und begleitet Organisationen dabei, mit wachsendem Transformationsdruck umzugehen. Gleichzeitig ist er vierfacher Vater und bringt damit auch eine wichtige Perspektive auf Care-Arbeit und Verantwortung jenseits von Organisationen in das Gespräch ein. In dieser Folge geht es um die Frage, wie wir in einer Welt, die sich immer schneller verändert, Orientierung und Handlungsfähigkeit behalten können. Transformation ist längst mehr als ein Buzzword und gleichzeitig oft noch erstaunlich unklar. Gemeinsam gehen Nicole und Jan der Frage nach, was es heute wirklich braucht, um Organisationen zukunftsfähig zu gestalten. Im Zentrum steht dabei ein Perspektivwechsel: weg vom klassischen VUCA-Denken hin zu einer Realität, die noch schwerer greifbar ist und neue Antworten erfordert. Ein zentrales Thema ist der Übergang von VUCA zu BANI. Unsere Welt ist heute vor allem brüchig, ängstlich, nicht-linear und unverständlich. Systeme können plötzlich kippen, Entwicklungen verlaufen sprunghaft, etwa im Kontext von Künstlicher Intelligenz, und klare Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge verschwimmen zunehmend. Das führt bei vielen Menschen zu einer dauerhaften Grundanspannung und dem Gefühl von Kontrollverlust. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass Organisationen sich grundlegend anders aufstellen müssen. Laut World Economic Forum könnten bis 2030 rund 39 Prozent der heutigen Skills von Wissensarbeitenden an Relevanz verlieren. Entscheidend sind daher drei Fähigkeiten: Lernfähigkeit im Sinne kontinuierlicher Reflexion und Anpassung, Resilienz als Stabilität im Wandel sowie Stärkenorientierung mit dem Fokus auf Exzellenz statt Defizite. Ein besonders praxisnaher Impuls aus dem Gespräch ist der Umgang mit Unsicherheit. Transformation lässt sich nicht einfach planen und ausrollen. Stattdessen braucht es Experimente, um Hypothesen zu testen und herauszufinden, was wirklich funktioniert. Erst wenn sich ein Zielbild klarer abzeichnet, folgen iterative Anpassung und schließlich klassischer Change. Anhand konkreter Beispiele wird deutlich, wie Organisationen durch Ausprobieren zu tragfähigen Lösungen kommen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Zusammenspiel von Arbeitsweise, Arbeitsmittel und Arbeitsort. Veränderungen in einem dieser Bereiche wirken sich immer auf die anderen aus. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz als neues Arbeitsmittel verändert nicht nur die Art der Zusammenarbeit, sondern auch Kommunikationsformen und sogar die Gestaltung von Arbeitsorten. Deutlich wird auch, dass nachhaltige Transformation nicht durch das Kopieren fremder Modelle entsteht. Organisationen sind gut beraten, eigene Antworten zu entwickeln, statt vermeintlich erfolgreiche Konzepte einfach zu übernehmen. Mitarbeitende spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie sind die Expertinnen und Experten für ihre eigene Arbeit. Gute Transformation bindet sie aktiv ein und entwickelt Lösungen aus dem System heraus. Diese Folge ist besonders relevant für alle, die in ihrer Organisation nicht länger nur auf Veränderungen reagieren, sondern Transformation aktiv gestalten wollen. Der abschließende Impuls von Jan bringt die Haltung auf den Punkt: Embrace change and unfuck work. Transformation ist nicht nur Herausforderung, sondern vor allem eine Einladung, Arbeit neu zu denken und wirksam zu gestalten. Für alle, die Transformation nicht nur verstehen, sondern aktiv begleiten möchten: Jan Köster bietet gemeinsam mit Judith Andresen & Associates eine Ausbildung zum Team- und Transformationsbegleiter an. Weitere Informationen und Termine anbei. Links: https://www.judithandresen.com/ausbildung