Vom Anwalt zum Medien-CEO: Ein ungewöhnlicher Weg - Interview mit Dr. Rainer Esser

Vom Anwalt zum Medien-CEO: Ein ungewöhnlicher Weg - Interview mit Dr. Rainer Esser

41 Minuten

Beschreibung

vor 2 Tagen
Wie schafft es jemand, einen Verlag vom Abstiegsplatz in die
Champions League zu führen? Dr. Rainer Esser erzählt von seiner
bemerkenswerten Karriere, die über eine Banklehre, ein Jurastudium
und die Deutsche Journalistenschule schließlich zur Spitze der Zeit
Verlagsgruppe führte. Besonders überraschend: Seine Banklehre war
für das Management wichtiger als das Jurastudium. 1999 übernahm
Esser die Geschäftsführung eines angeschlagenen Verlags mit 300
Mitarbeitern. Seine Erfolgsformel basierte auf schnellem
Ausprobieren neuer Geschäftsmodelle mit niedrigen Investitionen und
einer Kultur der Wertschätzung (die übrigens das volle Potenzial
der Mitarbeiter entfaltete). Heute beschäftigt das Unternehmen 1400
Menschen und finanziert sich zu 75 Prozent durch Verkaufserlöse.
Die digitale Transformation sah Esser nicht als radikale
Neuerfindung, sondern als natürliche Erweiterung – er entwickelte
die Zeit von einem Papierprodukt zu hundert digitalen Produkten.
Eine prägende Begegnung hatte er mit Helmut Schmidt, dessen
umfassendes Wissen und analytische Fähigkeiten ihn tief
beeindruckten. Nach 27 Jahren übergibt Esser seine operative Rolle
und wechselt ab Februar in den Aufsichtsrat. Sein Rat an sein
jüngeres Ich? Mehr Geduld, Selbstbewusstsein und Diplomatie hätten
geholfen. Erfahre mehr über diese inspirierende Führungsgeschichte
und die Zukunft des Qualitätsjournalismus. In dieser Folge hörst
Du: Jurastudium als Karrierevorteil im Medienmanagement – Essers
unkonventioneller Weg vom Jura-Studium über Journalismus ins
Management zeigt, dass diverse Fachkompetenzen in
Führungspositionen wertvoller sein können als klassische
Medienwirtschafts-Ausbildungen. Digitale Transformation ohne
radikalen Bruch – Die digitale Neuausrichtung erfolgte nicht durch
Zerstörung des Bestehenden, sondern durch Ausbau vorhandener
Stärken – ein konservativer Ansatz, der sich als erfolgreicher
erwies als disruptive Strategien. Niedriges Risiko durch schnelle
Experimente – Essers Innovationsformel basiert auf niedrigen
Investitionsschwellen und rasantem Testen statt großer, teurer
Projekte – dies reduziert Misserfolgsrisiken deutlich. Viel Spaß
und viel Inspiration! Was ist Dein Aha-Moment?

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