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  4. Theorie der sanften Plünderung - Von der Psychologie der Besteuerung
Die Boston Tea Party entzündete sich an drei Pence pro Pfund Tee.
Heute zieht der deutsche Staat mehr als die Hälfte des Einkommens
eines Durchschnittsverdieners ein – und niemand revoltiert. Wie
ist das möglich?

Der italienische Ökonom Amilcare Puviani gab darauf bereits 1903
eine unbequeme Antwort: Wir zahlen nicht trotz, sondern wegen
unserer Unwissenheit. Der Staat hat gelernt, seine wahren Kosten
systematisch zu verschleiern. Puviani nannte dieses Prinzip
„Finanzillusion“ – treffender wäre: sanfte Plünderung.

Die Methoden sind bis heute dieselben. „Temporäre“ Steuern, die
nie verschwinden. Der Solidaritätszuschlag, 1991 angeblich für
ein Jahr eingeführt, bestand über drei Jahrzehnte. Die Sektsteuer
von 1902 zur Finanzierung der kaiserlichen Flotte wird noch immer
erhoben – obwohl diese Flotte längst Geschichte ist. Steuern
verstecken sich im Produktpreis, Schulden verschieben die
Rechnung auf kommende Generationen, Inflation erledigt den Rest.

Puviani beschreibt kein fiskalisches Chaos, sondern ein System.
Der Bürger soll glauben, weniger zu zahlen und mehr zu bekommen,
als tatsächlich der Fall ist. Ein zu Unrecht vergessener
Klassiker – und eine präzise Erklärung dafür, warum wir heute
Belastungen hinnehmen, die früher Aufstände ausgelöst hätten.

Hier geht´s zum Buch:

Amilcare Puviani – Theorie der sanften Plünderung

weitere Bücher zum Thema:

Frédéric Bastiat - Volkswirtschaftliche Harmonien: Band 1

Frédéric Bastiat - Volkswirtschaftliche Harmonien: Band 2

Frédéric Bastiat - Der Staat & Das Gesetz

Für mehr Literatur zurindividuellen Freiheit und
Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier(oeconimus.com)⁠
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„Theorie der sanften Plünderung - Von der Psychologie der Besteuerung“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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