Die essbaren Städte von übermorgen – können Stadtäcker, Hochbeete und grüne Dächer die Erde retten?

Die essbaren Städte von übermorgen – können Stadtäcker, Hochbeete und grüne Dächer die Erde retten?

mit Jörn Hamacher, Mitglied des Ernährungsrats Köln
30 Minuten

Beschreibung

vor 3 Jahren
mit Jörn Hamacher, Mitglied des Ernährungsrats Köln Die Städte
wachsen. Wir werden mobiler, wohnen zunehmend allein und kaufen im
Internet ein. Dafür brauchen wir mehr Straßen, mehr Wohnraum, mehr
Logistikzentren. Bis 2050 werden 2/3 der Weltbevölkerung in Städten
leben – eine Herausforderung auch für unsere Ernährung, es sei denn
… die Städte sind essbar. Gemeinsam mit Jörn Hamacher, Mitglied vom
Ernährungsrat Köln, klären Mori und Patricia in dieser Folge: Was
kommt nach dem Gemüsebeet im Kleingarten und der Hochbeet-Anlage
auf dem Dach? Wie sehen die essbaren Städte von übermorgen aus?
Anleitung fürs Hochbeet: Den optimalen Standort finden: der ist an
einem ebenen, windgeschützten, sonnigen Plätzchen. Zum Beispiel auf
eurer Terrasse oder vor einer Hecke. Wenn ihr die Kiste fürs Beet
nicht komplett selber bauen möchtet, holt euch einen fertigen
Bausatz aus dem Baumarkt. Hier empfiehlt sich eine Kiste aus
Lärchenholz mit einer Breite von 130cm, damit ihr an alles gut
rankommt. Als Auskleidung der Kiste eignen sich Teichfolie oder
auch Kunststoffplatten. Jetzt wird der Hochbeet Kasten befüllt.
Optimalerweise sieht das so aus: die unterste Schicht besteht aus
Ästen oder Holzschnitzeln als Drainage. Dann folgt eine ganz dünne
Schicht aus Laub und Rasenschnitt. Als drittes folgt Komposterde
und als letztes kommt eine Schicht mit Garten – oder Pflanzenerde.
Jetzt könnt ihr euer Beet bepflanzen. Achtung! In den ersten beiden
Jahren enthält das frische Hochbeet die meisten Nährstoffe. Hier
eignen sich zum Start besonders sogenannte Starkzehrer wie Tomaten,
Sellerie, Gurken oder auch Zucchini. An den Rändern könnt ihr
Rankpflanzen ansetzen, wie zum Beispiel Erdbeeren. Bei
hochwachsendem Gemüse wie Tomaten, solltet ihr darauf achten, dass
es die anderen Gewächse nicht überschattet. Passt bei eurer
Bepflanzung auch auf, dass Pflanzen mit tiefen Wurzeln neben denen
mit oberflächlichem Wurzelsystem wachsen. Alle 4 – 5 Jahre muss ein
Hochbeet komplett neu befüllt werden, ansonsten reicht es, die
oberste Schicht zu Saisonbeginn aufzufüllen. Da die Sonne die
Kästen mehr austrocknen kann als Beete am Boden, muss in trockenen
Zeiten manchmal mehrmals am Tag gegossen werden, um für ausreichend
Feuchtigkeit zu sorgen.

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15