SPRECHSTUNDE: Eure Fragen zu Zielen, Vorsätzen und realistischen Veränderungen

SPRECHSTUNDE: Eure Fragen zu Zielen, Vorsätzen und realistischen Veränderungen

Felix Moese & Matthias Baum
25 Minuten
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 3 Tagen
„Wie klein müssen Veränderungen sein, damit das Gehirn sie nicht
als Risiko einstuft?“ „Ist es für das Gehirn besser, ein großes
Ziel zu haben oder viele kleine Schritte zu gehen?“ „Warum fühlt
sich Veränderung selbst bei kleinen Vorhaben oft so anstrengend
an?“ „Lehnt das Gehirn Veränderung grundsätzlich ab oder lässt sich
Offenheit für neue Ziele trainieren?“ Vielen Dank für Eure Fragen
zur aktuellen Folge „Dein Gehirn will keine Ziele - es will
überleben: Zielsetzung evolutionär verstehen“. Matthias Baum aus
dem HEALTH NERDS Wissenschaftsteam liefert hier in der Sprechstunde
die Antworten. Zur Hauptfolge: „Unser Gehirn ist nicht dafür
gemacht, Ziele zu verfolgen. Es ist dafür gemacht, zu überleben.“
Mit diesem Perspektivwechsel startet die erste HEALTH NERDS Folge
des neuen Jahres. Denn wenn Neujahrsvorsätze scheitern, liegt das
selten an mangelnder Disziplin. Viel häufiger kollidieren sie mit
einem biologischen System, das Sicherheit, Energie und
Vorhersagbarkeit höher priorisiert als Fortschritt. In dieser Folge
HEALTH NERDS sprechen Podcast-Host Felix Moese und
Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum darüber, warum Vorsätze
aus neurobiologischer Sicht so oft ins Leere laufen. Abnehmen, mehr
Bewegung oder weniger Stress scheitern nicht am Wissen, sondern
daran, dass unser Gehirn Veränderung zunächst als Risiko bewertet –
vor allem, wenn Ziele abstrakt, radikal oder weit entfernt sind. Im
Zentrum steht ein entscheidender Gedanke: Unser Gehirn sucht keinen
Neustart, sondern einen Reset. Nicht Motivation ist der Hebel,
sondern Entlastung. Schlaf, Stresslevel, Energiezustand und
Struktur entscheiden darüber, ob Veränderung zugelassen oder
blockiert wird. Statt großer Zielzustände rücken deshalb kleine,
konkrete Handlungen in den Fokus. Feste Zeiten, überschaubare
Schritte und schnelle Rückmeldung signalisieren Sicherheit. So
entstehen Routinen, die deutlich weniger Willenskraft brauchen –
Motivation wird überflüssig, weil Verhalten automatisch wird.
Besonders deutlich zeigt sich das beim Thema Gewichtsreduktion:
Nicht Verbote oder radikale Pläne führen zum Erfolg, sondern das
gezielte Zurücksetzen einzelner Stellschrauben – etwa beim
Essrhythmus, Snacken oder der Alltagsbewegung. Ein Reset auf
Handlungsebene, der dem System erlaubt, sich neu zu stabilisieren.
Eine Folge über realistische Veränderung jenseits von
Perfektionsdruck – und darüber, warum echter Fortschritt nicht am
1. Januar beginnt, sondern mit dem nächsten machbaren Schritt.
HEALTH NERDS. Mensch, einfach erklärt. Ein ALL EARS ON YOU Original
Podcast.

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