Therapeutische Hypnose: Einsatz, Wirkung und Grenzen | Andrea Morawe erklärt

Therapeutische Hypnose: Einsatz, Wirkung und Grenzen | Andrea Morawe erklärt

23 Minuten

Beschreibung

vor 1 Monat

Ein Thema, das seit Jahrhunderten fasziniert und wissenschaftlich
erstaunlich gut untersucht ist: Die Hypnose!


Hypnose ist entgegen der landläufigen Meinung kein Schlaf oder
Kontrollverlust, keine Willenlosigkeit und auch kein Zustand, in
dem man stecken bleiben kann. Übrigens auch nichts
Übernatürliches!


Es ist ein natürlicher Zustand, den jeder Mensch mehrfach täglich
erlebt oder erleben kann, z.B. kurz vor dem Einschlafen oder
Aufwachen oder auch beim Lesen eines guten Buchs.


Je öfter man hypnotisiert wird, desto einfacher wird es, wieder
in den hypnotischen Zustand zu gehen. Viele Probleme sind durch
Hypnose sinnvoll begleitend therapeutisch zu unterstützen, denn
man ist dabei weiterhin ansprechbar und kontrollfähig.


Das Gehirn zeigt messbare Veränderungen in Aufmerksamkeit,
Wahrnehmung und Emotionsregulation.





Das Mind-Modell erklärt die hypnotische Wirkung. Wir haben
nämlich das Bewusste, dort sitzt Logik und Analyse. Dieser
Zustand wird bei der Hypnose umgangen, so gelangen wir in den
Bereich des Unterbewussten. In diesem ist ein riesiges Archiv aus
Erinnerungen und Emotionen. Hier können Suggestionen besonders
gut wirken.





Demgegenüber steht der somatische Teil, der Körper. Hier
beeinflusst die Hypnose die Stressachse, deswegen sinken auch
ganz viele Teile des Körpers unter Hypnose ab. Das zeigen sogar
MRTs.


Das bedeutet insgesamt: Das Unterbewusstsein ist zugänglicher,
der Körper geht in die Entspannung und in eine fokussierte
Wahrnehmung.





Bei der Hypnose gibt es verschiedene Formen:


Die Selbsthypnose, bei der man selbst die Hypnose immer
wiederholen kann. Sie hilft vor allem bei hoher Stressbelastung,
Schlafstörungen oder auch chronischen Schmerzen.


Und die Blitzhypnose/Showhypnose, die ist bekannt aus
Fernsehauftritten, aber tatsächlich auch medizinisch nutzbar. Sie
nutzt den überraschenden Moment und man ist schnell in einem
Trance-ähnlichen Zustand. Deswegen wird sie in Notsituationen wie
Panikattacken oder auch bei Kindern genutzt. Wichtig: Das ersetzt
nicht die therapeutische Sitzung!


Man darf Menschen auch nur hypnotisieren, wenn der Patient
zugestimmt hat.


Nach der Hypnose folgt die Vertiefung und danach die
Suggestionen, die man im Unterbewusstsein platziert. Danach kommt
die Rückführung.





Die therapeutische Hypnose bzw. Hypnotherapie ist besonders
wirksam bei chronischen Schmerzzuständen, aktuen Schmerzen,
Angststörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen und
Rauchentwöhnung.





Dann gibt es noch die Regression, die kontrovers diskutiert aber
auch sehr wirksam ist. Diese bietet Zugang zu früheren
Erfahrungen.


Hypnose kann Schmerzen um 30-40% senken. Auch beim Zahnarzt wird
sie gerne eingesetzt.





Die Wirkung von Hypnose ist auch bei Prüfungsangst oder Flugangst
nachgewiesen. Sie verbessert dabei die kognitive Kontrolle und
senkt die physiologische Stressantwort.





Viele kennen Hypnose auch zur Rauchentwöhnung. Wichtig ist dabei,
dass der Patient auch wirklich aufhören möchte, zu rauchen. Der
Effekt tritt übrigens nicht immer sofort ein, manchmal braucht
der auch 2 Monate.





Die Hypnose ist keine Leistung der GKV, obwohl es gute
Studienlagen dazu gibt. Deswegen ist sie eine IGeL-Leistung.





Wichtig ist: Sucht euch unbedingt jemanden mit einer
qualifizierten Hypnose-Ausbildung!


Die Behandlung ersetzt nie die ärztliche Diagnostik, sondern
ergänzt sie nur und ein guter Therapeut wird nie eine Geling
Garantie aussprechen!





Andrea hält Hypnose für eine sinnvolle Ergänzung. Wenn du weitere
Fragen zu dem Thema hast, dann meld dich gerne bei ihr.








Folg Andrea auf Instagram:
https://www.instagram.com/andrea.morawe/





 


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