Venezuela nach dem Angriff: Südamerika zwischen Sorge und Zustimmung

Venezuela nach dem Angriff: Südamerika zwischen Sorge und Zustimmung

Mehrere Länder reagieren auf den US-Einsatz in Venezuela. Welche Folgen hat dieser für die Stabilität in Südamerika? Und: Proteste im Iran gegen die Wirtschaftskrise
12 Minuten

Beschreibung

vor 2 Tagen
Der militärische Einsatz der USA in Venezuela hat in Süd- und
Mittelamerika weitreichende Reaktionen ausgelöst. Viele Regierungen
der Region sehen darin ein Signal für eine veränderte US-Politik
gegenüber Lateinamerika. Kuba verurteilte den Einsatz und warnte
vor Problemen bei der eigenen Energieversorgung, da ein großer Teil
des Öls aus Venezuela kommt. Kolumbien äußerte Sorgen um die
Sicherheitslage an der gemeinsamen Grenze. Brasilien und Mexiko
verwiesen auf die Bedeutung von Völkerrecht und Diplomatie. Andere
Länder begrüßten das Vorgehen, darunter Argentinien und Ecuador.
Welche Länder den Einsatz der USA befürworten, ordnet
ZEIT-Autor Philipp Lichterbeck ein.  Im Iran sind erneut
landesweite Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die
schlechte wirtschaftliche Lage ausgebrochen. Nach Angaben der
Menschenrechtsorganisation Hengaw wurden allein in der ersten Woche
mindestens 17 Menschen getötet. Die Proteste werden über
Chatgruppen organisiert, und seit Sonntag hat die iranische Führung
den Internetzugang im Land eingeschränkt, offenbar um Mobilisierung
und Berichterstattung zu erschweren. Die wirtschaftliche Krise
besteht seit Jahren, die Inflation lag zuletzt bei rund 50 Prozent.
Ob die Proteste das Potenzial haben, das politische System diesmal
grundlegend zu verändern, analysiert Islamwissenschaftlerin Amina
Aziz.    Und sonst so: Der Konzentrationstest der ZEIT
  Moderation und Produktion: Azadê Peşmen 
Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle Fragen,
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