Die “saubere” Verlängerung eines schmutzigen Krieges | Von Uwe Froschauer
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vor 1 Woche
Der EU-Kredit an die Ukraine
Ein Standpunkt von Uwe Froschauer.
Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich darauf geeinigt,
der Ukraine einen zinslosen Kredit für die Jahre 2026 und 2027 zu
gewähren. Die Einigung über den 90-Milliarden-Euro-Kredit wurde
in der Nacht zum 19. Dezember 2025 beim Gipfeltreffen in Brüssel
erzielt. Der Kompromiss am Ende dieses fragwürdigen Treffens
lautet: eine gemeinsame Schuldenaufnahme von 90 Milliarden Euros
zur Unterstützung des Kampfes der Ukraine gegen Russland. Der
EU-Haushalt steht als Garant, was bedeutet, dass
EU-Mitgliedsstaaten – besonders wirtschaftsstarke Länder wie
Deutschland – finanziell in die Haftung genommen werden.
Emmanuel Macron hat eines seiner Ziele seit Beginn seiner
Präsidentschaft erreicht. Er trat immer sehr konsequent für eine
gemeinsame europäische Finanzierung zentraler EU-Aufgaben ein.
Und der Krieg gegen Russland scheint mittlerweile eine solche
zentrale Aufgabe zu sein.
Emmanuel Macron meinte nach der Einigung.
„Was sehr besorgniserregend gewesen wäre — rein intellektuell
gesehen —, ist, wenn ein Land die Entscheidung blockieren wollte.
Und ich denke, es war sehr wichtig, dass wir bei den Entscheidungen
einstimmig waren. Daher sehe ich das als ein Zeichen von Vertrauen
und Solidarität.“
Wie schön, dass sich die Kriegstreiber anscheinend einig sind.
Weiterhin sagte Macron:
„Wir haben geliefert, was wir der Ukraine versprochen haben.
Das Ausbleiben dieser Entscheidung wäre eine Katastrophe
gewesen.“
und
„Diese Option war der realistischste und praktischste
Weg, die Ukraine und ihre Kriegsanstrengungen zu
finanzieren.“
Wenigstens ist er ehrlich und sagt damit indirekt, dass dieser
Kredit der Verlängerung des Krieges dient.
Die Befürworter sehen den Kredit als notwendig, damit die Ukraine
finanziell handlungsfähig bleibt, gerade für Militär und
Staatsausgaben in den kommenden zwei Jahren.
Weitere Befürworter
António Costa, Präsident des Europäischen Rates, meinte:
„Wir haben eine Einigung erzielt. Wir haben beschlossen, der
Ukraine für die nächsten zwei Jahre 90 Milliarden Euro zur
Verfügung zu stellen.“
Herr Costa, eine Frage: Verfolgen Sie und ihre Mitstreiter mit
dieser Finanzierung irgendeine Strategie, oder ist dieses in
meinen Augen sinnlose, zusätzlichen Tod bringende Unterfangen ein
weiteres planloses Element im bellizistischen Flickwerk des
“Wertewestens” seit Kriegsbeginn?
Der Kredit ersetzt keine Strategie – er ersetzt die Planlosigkeit
der europäischen Entscheider. Die einzig richtige Entscheidung
wäre, dem von den europäischen Politmarionetten dämonisierten
russischen Regierungschef, Wladimir Putin, die Hand zu reichen,
und diesen Krieg zur Vermeidung weiterer Opfer zu beenden.
Der EU-Kredit beantwortet nur eine einzige Frage:
Wie überlebt der ukrainische Staat die nächsten zwei Jahre?
Er beantwortet nicht:
Wie endet dieser Krieg?
Was ist das politische Ziel?
Wo liegt die Grenze des Unterstützbaren?
Stattdessen wird Zeit gekauft. Zeit ist bequem. Zeit verschiebt
Verantwortung. Zeit erlaubt es, schwierige Fragen nicht zu
stellen. Doch Zeit ist keine Strategie.
Afghanistan zeigte, was passiert, wenn Staaten durch externe
Finanzierung am Leben gehalten werden, ohne dass ein politisches
Endziel existiert.
Frieden kann nicht durch Geld, nicht durch pubertäre
Demonstration von Stärke, sondern ausschließlich durch
diplomatische Verhandlungen erreicht werden.
Kriege, die finanziell stabilisiert werden, enden selten schnell,
wie uns die Geschichte gelehrt hat.
Weiterhin äußerte
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