Spezial: Machtwechsel oder Übergangsphase? Venezuelas ungewisse Zukunft

Spezial: Machtwechsel oder Übergangsphase? Venezuelas ungewisse Zukunft

Nach dem Angriff der USA auf Venezuela ist unklar, wie es in dem Land weitergeht. Aber ein "regime change" wäre gefährlich. Über die Hintergründe und Folgen des Angriffs.
9 Minuten

Beschreibung

vor 2 Tagen
Raketen und Flugobjekte über der venezolanischen Hauptstadt
Caracas, Explosionen und ein vermisster Staatschef – so haben viele
Venezolaner den Samstagmorgen erlebt. In den frühen Morgenstunden
hat das Militär der USA mehrere Angriffe gegen das südamerikanische
Land gestartet, Militärkasernen und Häfen wurden attackiert. Kurz
vor 11 Uhr deutscher Zeit verkündete US-Präsident Donald Trump dann
die "Gefangennahme" von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro. Laut
der Nachrichtenagentur Reuters sollen Elitesoldaten der USA die
Operation durchgeführt haben. Spannungen zwischen den USA und
Venezuela gibt es bereits länger. Seit Monaten versenkt das
US-Militär Boote vor der Küste Venezuelas, die angeblich Drogen
transportieren sollen. Diese Drogen würden laut Trump die
Sicherheit der USA gefährden. Der Vorwurf: Auch Machthaber Maduro
sei in die Geschäfte mit Rauschgiften verwickelt. Hierfür soll er
sich nun in den USA verantworten, eine Anklage vor einem New Yorker
Gericht ist vonseiten des US-Justizministeriums bereits geplant.
Nach der Militäraktion hat die Vizepräsidentin Venezuelas, Delcy
Rodríguez, die Staatsgeschäfte übernommen. Das Land könnte aber in
Instabilität abrutschen, denn die Elite des Landes ist eng mit dem
Regime Maduro verknüpft. Ein erzwungener Regimewechsel könnte zu
einem Bürgerkrieg führen oder kriminelle Gruppen befördern. Im
Gespräch mit Azadê Peşmen berichtet Alexander Kauschanski,
Auslandsredakteur der ZEIT, über die aktuellen Entwicklungen in
Venezuela. Außerdem erklärt er die Hintergründe des Angriffs und
blickt in die mögliche Zukunft Venezuelas. Moderation und
Produktion: Azadê Peşmen Mitarbeit: Benjamin Probst Alle Folgen
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