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Die SPD hat bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen mit 22,1
Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis erzielt. Parteichefin
Bärbel Bas, selbst Duisburgerin, meint, zumindest sei das Desaster
ausgeblieben. Das Desaster wäre dann wohl ein noch besseres
Abschneiden der AfD und ein weiterer Absturz der SPD gewesen. Doch
die AfD hat ihr Ergebnis verdreifacht. In zwei Ruhrgebietsstädten,
Gelsenkirchen und Duisburg, hat sie es sogar in die Stichwahl für
den Oberbürgermeister-Posten geschafft. Die AfD wird in NRW
landesweit mit 552 statt 186 Vertretern in den Kommunalparlamenten
weiter spalten und hetzen. Sie haben von der schlechten politischen
Stimmung, Abstiegsängsten, rassistischen Debatten und verfallenden
Stadtteilen profitiert. Dabei hetzt die AfD Arme gegen noch Ärmere
auf. Ist die rechtsextreme Partei jetzt endgültig auch im Westen
angekommen? Ist sie die neue Arbeiterpartei? Und: Wie kann die SPD
eigentlich noch erfolgreich sein? Darüber sprechen wir, das
Ruhrgebiet fest im Blick, in der neuen Folge des Bundestalks. Es
geht um Strukturwandel und Abstiegsängste, Schrottimmobilien und
Armutsmigration. Außerdem schauen wir uns den Sozialdemokraten Marc
Herter genauer an. Er ist in Hamm mit beachtlichen 63,6 Prozent der
Stimmen als Oberbürgermeister bestätigt worden. Herter hat es
geschafft, den Negativtrend in seiner Kommune umzudrehen. Kann er
Vorbild sein? Das diskutiert Sabine am Orde, innenpolitische
Korrespondentin der taz, mit dem NRW-Korrespondenten Andreas
Wyputta, Anna Lehmann, SPD-Kennerin und Leiterin des
Parlamentsbüros, die im Wahlkampf in Gelsenkirchen unterwegs war,
sowie AfD-Watcher Gareth Joswig.
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„Ist die AfD die neue Arbeiterpartei?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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