Berechnung des eigenen Stundensatzes – IT-Berufe-Podcast-Shorts #4
11 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 6 Monaten
Der Stundensatz für deine Projektdokumentation – Berechne ihn
bitte nicht selbst!
Hey, angehender IT-Profi! Heute dreht sich alles um ein Thema,
das jeder Azubi kennt: den Stundensatz in der
Projektdokumentation. Wie oft ich schon gefragt wurde, „Wie
berechne ich meinen Stundensatz?“ – keine Sorge, ich hab’s auch
mal durchgemacht! 🤷
Warum ist der Stundensatz wichtig?
Deine Projekte brauchen eine klare Kostenrechnung, egal ob sie
klein oder groß sind. Wenn du über 80 Stunden arbeitest, kommt da
so einiges zusammen! Doch solltest du deinen Stundensatz selbst
berechnen? Klare Antwort: Lass es sein! Das kann nur
schiefgehen.
Arbeitgeber-Perspektive
Die Berechnung muss aus Sicht deines Arbeitgebers geschehen.
Versicherungen, Gemeinkosten – da wird viel mehr aufgerufen, als
du vielleicht denkst. Du willst dir da keine falschen Zahlen
umhängen – schau dir lieber die Zahl an, die die
Personalabteilung für dich hat.
Warum nicht selbst rechnen?
Die Wahrheit ist: Es gibt ganze Abteilungen, die sich mit solchen
Kalkulationen beschäftigen. Wenn du versuchst, es selbst zu
machen, könntest du auf die Nase fallen und unrealistische
Stundensätze herausbekommen – 4 Euro? Unmöglich! 150 Euro? Nur in
Ausnahmefällen! 🤦
Die einfache Lösung
Frag einfach bei deiner Personalabteilung nach – so sparst du dir
den Stress. Halte fest, was im Stundensatz alles enthalten ist,
und notiere das in deiner Dokumentation. Ein einfacher Satz
reicht: „Der Stundensatz beträgt 40 Euro inklusive aller Kosten.“
Fazit: Mach’s dir leicht!
Zusammengefasst: Berechne deinen Stundensatz nicht selbst. Frag
nach und nutze die Zahl, die dir dein Unternehmen gibt.
Vielleicht interessiert dich mehr darüber, wie die Berechnung
erfolgt – ich habe dafür auch einen Podcast gemacht! Also, hör
rein, aber lass die Finger von der Selbstkalkulation! Viel Erfolg
bei deiner Projektdokumentation!
Inhalt Warum benötigst du einen Stundensatz?
Für deine Projektdokumentation ist es wichtig, eine
Kostenrechnung zu machen. Das ist Pflichtprogramm, egal ob es
sich um ein kleines oder großes Projekt handelt. Schließlich
musst du auch deine Arbeitszeit berücksichtigen, und die kann bei
80 Stunden oder mehr schnell zusammenkommen! Das ist besonders
relevant für Anwendungsentwickler und andere IT-Berufe.
Doch nun zur entscheidenden Frage: Solltest du diesen Stundensatz
selbst berechnen? Klare Antwort: Nein! Der Prozess ist so
komplex und zeitaufwendig, da kannst du nur etwas falsch machen.
Viele Azubis greifen zum einfachsten Mittel – sie nehmen einfach
ihre Ausbildungsvergütung und rechnen damit. Falsch! Das ist nur
die Sicht auf deinen Nettoeinkommen. Aber dein Arbeitgeber hat
noch viel mehr auf dem Zettel, was es zu beachten gilt.
Die Perspektive des Arbeitgebers
Die Berechnung des Stundensatzes muss also aus Sicht des
Arbeitgebers erfolgen. Was deine Vergütung sind, ist lediglich
die Spitze des Eisbergs. Arbeitgeber müssen Sozialversicherungen,
zusätzliche Versicherungen und eine ganze Reihe von Gemeinkosten
wie Hardware oder IT-Infrastruktur einpreisen. Diese Kosten
werden dann auf deine Projektpreise umgelegt. Glaub mir, das
dabei den Überblick zu behalten, ist kein Zuckerschlecken und
sollte nicht in deine Hände gelegt werden!
Warum solltest du das nicht selbst tun?
Die Wahrheit ist: Da gibt es ganze Abteilungen, die sich mit
dieser komplexen Kalkulation befassen – Buchhaltung, Controlling,
Rechnungswesen – du hast bestimmt schon von ihnen gehört. Die
sind dafür zuständig und nicht du! Wenn du also versuchst, selbst
einen Stundensatz zu berechnen, wirst du mit großer
Wahrscheinlichkeit wichtige Aspekte übersehen und dich in einem
Schlamassel wiederfinden.
Das Schlimmste, was passieren kann? Du bekommst am Ende einen
unrealistischen Stundensatz – von 4 Euro bis 150 Euro habe ich
alles gesehen. Aber sei mal ehrlich, wie realistisch ist das? 4
Euro? Viel zu wenig, um damit leben zu können. Und die 150 Euro?
Naja, in einem Großkonzern vielleicht, aber auch das ist eher die
Ausnahme. 🤷
Die richtige Herangehensweise
Der Schlüssel ist, dass du einfach die Zahl von deiner
Personalabteilung oder dem zuständigen Kollegen anfordest. So
viel einfacher und weniger stressig. Notiere dir, was in diesem
Stundensatz steckt – zum Beispiel: Ausbildungsvergütung,
Lohnnebenkosten und Gemeinkosten. Das musst du in deiner
Projektdokumentation anmerken, um zu zeigen, dass du verstehst,
wie dieser Wert zustande kommt.
Schreib einfach einen kurzen Satz, z.B.: „Der vorgegebene
Stundensatz beträgt 40 Euro und beinhaltet alle notwendigen
Kosten.“ Wichtig ist, dass du nicht versuchst, diesen
Stundensatz selbst zu potenzieren oder zu analysieren – das führt
nur zu Verwirrungen und Zeitverschwendung!
Fazit: Mach es dir einfach!
Zusammengefasst heißt das: Berechne deinen Stundensatz nicht
selbst. Frag einfach nach und nutze die Zahl, die dir dein
Unternehmen bereitstellt. Und klar, es ist wichtig, dass du
weißt, wie man diesen Stundensatz grundsätzlich berechnet. Aber
du musst nicht ins Detail gehen und jede Kleinigkeit ausrechnen.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie die Berechnung
eigentlich funktioniert, habe ich dazu auch einen Podcast
aufgenommen – schau dir das auf jeden Fall an, aber verabschiede
dich von der Idee, es selbst in deiner Doku zu machen. Du kannst
nur verlieren – und das will ja keiner, oder?
Mach’s gut und viel Erfolg bei deiner Projektdokumentation!
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Zusammensetzung des Stundensatzes – Häufige Fragen im
Fachgespräch
Transkription der gesamten Episode
Automatisch erzeugte Transkription der Episode
[0:21] Wie berechne ich den Stundensatz für meine
Projektdokumentation korrekt? Ich weiß nicht, ob es eine Frage
gibt, die mir häufiger gestellt wurde in den letzten Jahren.
Und meine Antwort ist immer dieselbe. Lass es einfach sein.
Berechne deinen Stundensatz bitte nicht selbst. Und heute will
ich mal kurz darauf eingehen, warum das meine Standardantwort
ist. Fang vorhin an. Stundensatz, wofür brauchen wir den? Du
musst natürlich für deine Projektarbeit, also für das Projekt,
das du umsetzt, in deiner Projektdokumentation eine
Kostenrechnung machen. Das gehört, würde ich einfach mal
pauschal sagen, bei jedem Projekt dazu. Egal, ob es sich am
Ende amortisiert oder nicht. Das ist eine ganz andere Frage.
Werde ich an anderer Stelle nochmal beantworten. Aber dass du
die Kosten betrachten musst, das ist aus meiner Sicht
Pflichtprogramm und ich glaube auch aus Sicht vieler anderen
Prüfenden. Und da ist meistens der größte Brocken dein Anteil.
Das heißt, deine, im Fall von Anführungsentwicklerinnen, 80
Stunden Arbeit, in den anderen IT-Berufen halt 40 Stunden. Da
kommt ganz gut was zusammen, wenn man so eine Woche
beziehungsweise zwei arbeitet. Und das sollte man in die Kosten
auf jeden Fall einplanen. Ja, wenn man jetzt nicht gerade eine
riesen Serveranschaffung als Fisi macht zum Beispiel, dann wird
da nicht mehr viel Großartiges dazukommen, außer die eigene
Arbeitsleistung. Deswegen sollte man das auf jeden Fall
vernünftig mit einrechnen. Überhaupt keine Frage. Jetzt ist nur
die Frage, die für dich interessant ist. Solltest du das selber
machen? Und da ist meine ganz klare Antwort Nein.
[1:41] Wenn du schon mal irgendwo in der Schule
oder sonst irgendwo was zum Thema Stundensatz gehört hast, dann
müsstest du wissen, wie kompliziert und umständlich und
umfangreich es ist, einen richtigen Stundensatz für eine Person
zu berechnen. Und was ich leider dann sehr, sehr häufig sehe in
so einer Projektdokumentation, und das kann ich schon gar nicht
mehr erzählen, wie oft ich das gesehen habe, dann nehmen dann
halt einfach die Azubis ihre Azubi-Vergütung im dritten
Ausbildungsjahr, teilen das durch ihre Arbeitstage, teilen das
nochmal durch die Stunden pro Arbeitstag und schwupp, fertig
ist der Stundenlohn. Stundenlohn, ich sage selber schon falsch,
der Stundensatz natürlich. Übrigens Unterschied Lohn, Gehalt,
Ausbildungsvergütung und Stundensatz. Solltest du dir unbedingt
angucken für die Abschlussprüfung.
[2:18] Hier geht es um den Stundensatz. Und das
ist natürlich nicht alles, was da drin steckt. Das ist so die,
wie soll ich sagen, die Sicht eines Arbeitnehmenden, der sagt,
ja, das Geld, was bei mir auf dem Konto landet, das ist ja mein
Stundensatz, ist ja klar. Ja, nee, sondern du musst den
Stundensatz natürlich aus Sicht deines Arbeitgebers berechnen.
Und der zahlt natürlich noch einen Haufen mehr Geld, als nur
das, was bei dir auf dem Konto landet. Und müsste man jetzt
nochmal den Unterschied zwischen Netto und Brutto wiederholen.
Das wollte ich mir heute sparen. Aber es geht eben nicht nur
darum, was du bekommst, sondern es gibt noch einen Haufen
weiterer Kosten, die dein Arbeitgeber für dich zahlen muss.
Nummer eins wären zum Beispiel die Sozialversicherungen, die on
top kommen. Da gibt es vielleicht noch zusätzliche
Versicherungen, die für dich abgeschlossen werden. Es gibt
vielleicht, weiß ich nicht, vermögenswirksame Leistungen. Es
gibt ganz sicher einen Riesenhaufen an Gemeinkosten, die in
deinem Stundensatz mit drin sein müssen. So zum Beispiel deine
Hardware, dein PC, dein Laptop, mit dem du jeden Tag arbeitest,
der fällt nicht vom Himmel und den schenkt dir dein Arbeitgeber
auch nicht, sondern der muss den auch irgendwie finanziert
bekommen. Und wie funktioniert das? Indem er alle diese Dinge
in deinen Stundensatz einpreist und der Kunde, der dich dann
bucht und dein Projekt bezahlt, das darüber finanziert. Das
heißt, alles, was nicht im Stundensatz drin ist, muss dein
Arbeitgeber aus seiner eigenen Tasche zahlen. Und das will er
nicht oder sie.
[3:33] Das heißt, es ist kein kleines Unterfangen,
mal eben einen Stundensatz für einen Entwickler oder einen
Physi oder was auch immer auszurechnen. Dafür gibt es eigene
Abteilungen, zum Beispiel Buchhaltung, Rechnungswesen,
Controlling, wer auch immer das in eurem Unternehmen macht. Das
heißt, es kann und soll nicht dein Anspruch sein, diese
betriebswirtschaftliche Kalkulation mit allen Sonderfällen und
allen Sonderzahlungen und hier muss auch noch der Firmenwagen
mit rein und hier gibt es noch eine Abschreibung auf ein
Gebäude und hier haben wir noch monatliche Stromkosten und ich
weiß nicht, was da alles mit einkalkuliert werden muss. Da
vergisst du 100%ig irgendetwas und dann hast du es halt falsch
berechnet. Und schon müsste ich dir dafür theoretischen Punkt
abziehen. Also lass es doch einfach.
[4:11] Es hat keiner den Anspruch an einen FISI,
an einen Amuse-Entwickler, an irgendeinen IT-Beruf, dass du
sauber bis aufs kleinste Detail einen Stundsatz ausrechnest.
Mit zum Beispiel, hast du vielleicht schon mal gehört in der
Berufsschule, dem Betriebsabrechnungsbogen, wo du alle
Gemeinkosten aufschlüsseln musst, verteilen musst auf
Kostenstellen etc. Pp. und runterrechnen. Das ist so aufwendig
und umständlich, das kann niemand von dir verlangen für deine
Projektdokumentation. Dann am Ende sollst du ja auch noch so
ein bisschen den Kern deines Berufs zeigen, nämlich, dass du
zum Beispiel Netzwerke zusammenbauen kannst oder dass du eine
Software programmieren kannst oder was auch immer. Und der
kaufmännische Anteil, bitte jetzt nicht falsch verstehen, der
ist nicht uninteressant oder unwichtig, aber du sollst das
nicht in seiner Detailtiefe darstellen, weil das kannst du gar
nicht leisten in der kurzen Zeit. Du sollst dich auf das
fokussieren, was technisch dein Projekt ausmacht. Aber du
sollst natürlich die Kosten betrachten, nur dass du die
Berechnung dieser Kosten, deines Stundensatzes nicht selber
machen sollst. Was ist meine Antwort? Frag bei dir im
Unternehmen, Chef, Personalleitung oder Personalabteilung,
Rechnungswesen, Controlling, wen auch immer ihr da habt, der
dafür zuständig ist, nach dem Stundensatz für einen Azubi im
dritten Ausbildungsjahr. Fertig. Die geben dir eine Zahl. Und
mit dieser Zahl rechnest du.
[5:24] Du wirst nicht hergehen und auch nur
ansatzweise versuchen, solche Sachen wie deine
Auszubildungsvergütung geteilt durch deine Tage und dann musst
du noch die Urlaubstage und deine Krankheitstage mit einrechnen
und dann noch die Sozialversicherung und dann noch die
Gemeinkosten und dann noch den Gewinnzuschlag und da wirst du
hundertprozentig was vergessen.
[5:41] Und es ist aber leider so, dass viele
Prüflinge das berechnen wollen. Warum auch immer, weil sie das
irgendwo gesehen haben oder irgendwer das gesagt hat. Und dann
habe ich schon Stundensätze gesehen und das ist jetzt kein
Spaß. Ich habe schon so viele Dokus gelesen ja auch. Von 4 Euro
irgendwas bis hin zu 150 Euro für einen Azubi im dritten
Ausbildungsjahr. Und ich würde behaupten, dass es beides extrem
unrealistisch ist. 4 Euro, das ist weit unter Mindestlohn, da
kann kein Mensch von leben. Und das ist niemals etwas, was dein
Arbeitgeber dir oder für dich in Rechnung stellt. Das ist viel,
viel, viel, viel, viel zu wenig. Und 150 Euro für eine Zubi im
dritten Ausbildungsjahr, naja, wenn ich irgendwo in einem
Riesenkonzern bin und ich weiß, aber auch das finde ich äußerst
unrealistisch, aber sei es drum. Das ist auf jeden Fall
realistischer als die 4 Euro irgendwas, die dabei rauskommen.
Also lass es einfach sein. Hol dir die Zahl von dem
Zuständigen, der ist zuständig bei euch im Unternehmen.
[6:33] Und dann musst du selbstverständlich für
die Prüfung wissen, wie sich so ein Stundensatz denn berechnen
würde. Aber du musst das niemals in seiner Vollumfänglichkeit
in deiner Projektdokumentation demonstrieren. Du musst es
vielleicht im Fachgespräch erklären, wenn du in einer Doku
schreibst, ich habe als pauschalen Satz von meiner
Personalabteilung genannt bekommen, 40 Euro für ein Azubi. Dann
musst du natürlich aufschlüsseln können, was da drin ist,
nämlich Bruttogehalt plus Lohnnebenkosten plus Gemeinkosten und
alles, was noch dazugehört. Das ist natürlich ein wichtiger
Prüfungsinhalt. Aber bitte verschwende nicht deine und meine
Zeit als Prüfender in deiner Projektdokumentation und versuch
da selber zu berechnen. Du kannst es einfach nur falsch machen.
[7:13] Was du natürlich auch nicht machen kannst,
ist, hier, ich habe diesen Satz bekommen vom Personal und ich
habe eigentlich gar keine Ahnung, was da so drinsteckt und
warum der so ist, wie er ist, aber ich rechne einfach damit.
[7:22] So dumm stellen darfst du dich natürlich
auch nicht, genauso wenig wie du, wenn dein Chef sagt, du musst
aber Programmiersprache X nehmen, nicht sagen kannst, ja Chef,
das mache ich, sondern auch vernünftig begründen solltest,
warum das die richtige Wahl ist und wenn nicht, dann auch
vielleicht etwas dazu sagen solltest, warum es vielleicht nicht
die richtige Wahl ist. Und im Stundensatz genau das Gleiche. Da
kannst du eine kleine Fußnote oder einen Nebensatz oder sonst
irgendwas in einer Doku schreiben. Dieser Wert wurde mir
vorgegeben, aber er beinhaltet im Kern die
Ausbildungsvergütung, die Lohnnebenkosten und die Gemeinkosten
oder was auch immer. Da reicht ja so ein kleiner Satz, um zu
zeigen, hey, ich weiß, wie der sich zusammensetzt, aber ich
weiß auch, dass es nicht mein Job ist, den zu berechnen,
sondern ich rechne mit den Sachen, die mein Unternehmen mir
vorgibt. Ja, das ist okay. Wie bei vielen anderen Fragen auch,
Technologie etc. Sachen, die dir vorgegeben werden, völlig in
Ordnung. Wir arbeiten nicht bei Wünsch dir was, sondern im
Unternehmen, was der auch bestimmt Vorgaben machen wird und das
ist auch völlig in Ordnung. Du musst als Prüfling aber in der
Lage sein, das zu reflektieren und zu sagen, war es denn
richtig, diese Entscheidung zu treffen oder könnte man es auch
anders machen? Und beim Stundensatz eben nicht, war es richtig
oder nicht, das kannst du schlecht kontrollieren, aber wie
würdest du ihn denn berechnen, wenn du es machen müsstest? Das
solltest du wissen, musst es aber nicht komplett in deiner Doku
selber berechnen. Das kann nur zu Fehlern führen. So,
zusammengefasst, lass es sein, berechne den Stundensatz nicht
selbst, nimm einen vorgegebenen, der einigermaßen realistisch
ist und wenn dein Unternehmen, letzter Einschub vielleicht
noch, diesen Stundensatz nicht nach außen geben möchte, aus
Gründen des Datenschutzes, dann…
[8:51] Das habe ich auch schon so oft gelesen in
Dokumentation, musst du eigentlich auch links und rechts einen
an den Ohren haben, weil das hat nichts mit Datenschutz zu tun.
Wenn dein Unternehmen diese Stundensätze nicht nach draußen
geben möchte, dann ist es, weil sie halt, weiß ich nicht, ihre
Mitbewerber nicht darüber informieren wollen, was sie für
Kostenstrukturen haben, eine Art Geschäftsgeheimnis, wie auch
immer oder warum auch immer man sowas nicht preisgeben sollte,
ist ja ganz egal, ist ja völlig legitim. Aber es hat 0,0 mit
Datenschutz zu tun, denn dieser Stundensatz ist nicht
individuell auf eine persönliche Person, wollte ich schon
sagen, auf eine natürliche Person zurückzuführen. Das heißt, es
ist kein Personenbeziehungsdatum, weil dieser Stundensatz gilt
für, gehe ich jetzt einfach mal von aus, alle Azubis im dritten
Ausbildungsjahr oder alle Entwicklerinnen oder alle
Projektleiterinnen oder was auch immer. Und das sagt 0,0
darüber aus, was die Leute individuell zum Beispiel verdienen.
Das ist ja ein Durchschnittsatz, der alle Kosten beinhaltet,
inklusive Strom und Miete und ich weiß nicht was. Das heißt, es
erlaubt überhaupt gar keinen Rückschluss auf irgendein
individuelles Gehalt oder sonst etwas. Das heißt, Stundensätze
haben einfach nichts mit Datenschutz zu tun. Das wäre auch der
Unterschied zu einem Stundenlohn oder einem Gehalt in der
Ausbildungsvergütung. Das wäre dann etwas anderes. Soll
vielleicht nicht jeder wissen, wer genau was verdient. Aber der
Stundensatz gehört eben nicht dazu. So, das war es zu meinem
Lieblingsthema Stundensatz.
[10:10] Wie man den genau berechnet, wie gesagt,
das solltest du ja wissen, dazu habe ich eine ausführliche
Podcast-Ebisode aufgenommen, schon vor langer Zeit, die kannst
du dir gerne nochmal anhören, aber bitte lass es sein, in
deiner Doku den selber auszurechnen, du kannst es nur falsch
machen. So, das war das Wort zum Stundensatz, nicht zum Sonntag
und damit bin ich für heute durch.
bitte nicht selbst!
Hey, angehender IT-Profi! Heute dreht sich alles um ein Thema,
das jeder Azubi kennt: den Stundensatz in der
Projektdokumentation. Wie oft ich schon gefragt wurde, „Wie
berechne ich meinen Stundensatz?“ – keine Sorge, ich hab’s auch
mal durchgemacht! 🤷
Warum ist der Stundensatz wichtig?
Deine Projekte brauchen eine klare Kostenrechnung, egal ob sie
klein oder groß sind. Wenn du über 80 Stunden arbeitest, kommt da
so einiges zusammen! Doch solltest du deinen Stundensatz selbst
berechnen? Klare Antwort: Lass es sein! Das kann nur
schiefgehen.
Arbeitgeber-Perspektive
Die Berechnung muss aus Sicht deines Arbeitgebers geschehen.
Versicherungen, Gemeinkosten – da wird viel mehr aufgerufen, als
du vielleicht denkst. Du willst dir da keine falschen Zahlen
umhängen – schau dir lieber die Zahl an, die die
Personalabteilung für dich hat.
Warum nicht selbst rechnen?
Die Wahrheit ist: Es gibt ganze Abteilungen, die sich mit solchen
Kalkulationen beschäftigen. Wenn du versuchst, es selbst zu
machen, könntest du auf die Nase fallen und unrealistische
Stundensätze herausbekommen – 4 Euro? Unmöglich! 150 Euro? Nur in
Ausnahmefällen! 🤦
Die einfache Lösung
Frag einfach bei deiner Personalabteilung nach – so sparst du dir
den Stress. Halte fest, was im Stundensatz alles enthalten ist,
und notiere das in deiner Dokumentation. Ein einfacher Satz
reicht: „Der Stundensatz beträgt 40 Euro inklusive aller Kosten.“
Fazit: Mach’s dir leicht!
Zusammengefasst: Berechne deinen Stundensatz nicht selbst. Frag
nach und nutze die Zahl, die dir dein Unternehmen gibt.
Vielleicht interessiert dich mehr darüber, wie die Berechnung
erfolgt – ich habe dafür auch einen Podcast gemacht! Also, hör
rein, aber lass die Finger von der Selbstkalkulation! Viel Erfolg
bei deiner Projektdokumentation!
Inhalt Warum benötigst du einen Stundensatz?
Für deine Projektdokumentation ist es wichtig, eine
Kostenrechnung zu machen. Das ist Pflichtprogramm, egal ob es
sich um ein kleines oder großes Projekt handelt. Schließlich
musst du auch deine Arbeitszeit berücksichtigen, und die kann bei
80 Stunden oder mehr schnell zusammenkommen! Das ist besonders
relevant für Anwendungsentwickler und andere IT-Berufe.
Doch nun zur entscheidenden Frage: Solltest du diesen Stundensatz
selbst berechnen? Klare Antwort: Nein! Der Prozess ist so
komplex und zeitaufwendig, da kannst du nur etwas falsch machen.
Viele Azubis greifen zum einfachsten Mittel – sie nehmen einfach
ihre Ausbildungsvergütung und rechnen damit. Falsch! Das ist nur
die Sicht auf deinen Nettoeinkommen. Aber dein Arbeitgeber hat
noch viel mehr auf dem Zettel, was es zu beachten gilt.
Die Perspektive des Arbeitgebers
Die Berechnung des Stundensatzes muss also aus Sicht des
Arbeitgebers erfolgen. Was deine Vergütung sind, ist lediglich
die Spitze des Eisbergs. Arbeitgeber müssen Sozialversicherungen,
zusätzliche Versicherungen und eine ganze Reihe von Gemeinkosten
wie Hardware oder IT-Infrastruktur einpreisen. Diese Kosten
werden dann auf deine Projektpreise umgelegt. Glaub mir, das
dabei den Überblick zu behalten, ist kein Zuckerschlecken und
sollte nicht in deine Hände gelegt werden!
Warum solltest du das nicht selbst tun?
Die Wahrheit ist: Da gibt es ganze Abteilungen, die sich mit
dieser komplexen Kalkulation befassen – Buchhaltung, Controlling,
Rechnungswesen – du hast bestimmt schon von ihnen gehört. Die
sind dafür zuständig und nicht du! Wenn du also versuchst, selbst
einen Stundensatz zu berechnen, wirst du mit großer
Wahrscheinlichkeit wichtige Aspekte übersehen und dich in einem
Schlamassel wiederfinden.
Das Schlimmste, was passieren kann? Du bekommst am Ende einen
unrealistischen Stundensatz – von 4 Euro bis 150 Euro habe ich
alles gesehen. Aber sei mal ehrlich, wie realistisch ist das? 4
Euro? Viel zu wenig, um damit leben zu können. Und die 150 Euro?
Naja, in einem Großkonzern vielleicht, aber auch das ist eher die
Ausnahme. 🤷
Die richtige Herangehensweise
Der Schlüssel ist, dass du einfach die Zahl von deiner
Personalabteilung oder dem zuständigen Kollegen anfordest. So
viel einfacher und weniger stressig. Notiere dir, was in diesem
Stundensatz steckt – zum Beispiel: Ausbildungsvergütung,
Lohnnebenkosten und Gemeinkosten. Das musst du in deiner
Projektdokumentation anmerken, um zu zeigen, dass du verstehst,
wie dieser Wert zustande kommt.
Schreib einfach einen kurzen Satz, z.B.: „Der vorgegebene
Stundensatz beträgt 40 Euro und beinhaltet alle notwendigen
Kosten.“ Wichtig ist, dass du nicht versuchst, diesen
Stundensatz selbst zu potenzieren oder zu analysieren – das führt
nur zu Verwirrungen und Zeitverschwendung!
Fazit: Mach es dir einfach!
Zusammengefasst heißt das: Berechne deinen Stundensatz nicht
selbst. Frag einfach nach und nutze die Zahl, die dir dein
Unternehmen bereitstellt. Und klar, es ist wichtig, dass du
weißt, wie man diesen Stundensatz grundsätzlich berechnet. Aber
du musst nicht ins Detail gehen und jede Kleinigkeit ausrechnen.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie die Berechnung
eigentlich funktioniert, habe ich dazu auch einen Podcast
aufgenommen – schau dir das auf jeden Fall an, aber verabschiede
dich von der Idee, es selbst in deiner Doku zu machen. Du kannst
nur verlieren – und das will ja keiner, oder?
Mach’s gut und viel Erfolg bei deiner Projektdokumentation!
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Zusammensetzung des Stundensatzes – Häufige Fragen im
Fachgespräch
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[0:21] Wie berechne ich den Stundensatz für meine
Projektdokumentation korrekt? Ich weiß nicht, ob es eine Frage
gibt, die mir häufiger gestellt wurde in den letzten Jahren.
Und meine Antwort ist immer dieselbe. Lass es einfach sein.
Berechne deinen Stundensatz bitte nicht selbst. Und heute will
ich mal kurz darauf eingehen, warum das meine Standardantwort
ist. Fang vorhin an. Stundensatz, wofür brauchen wir den? Du
musst natürlich für deine Projektarbeit, also für das Projekt,
das du umsetzt, in deiner Projektdokumentation eine
Kostenrechnung machen. Das gehört, würde ich einfach mal
pauschal sagen, bei jedem Projekt dazu. Egal, ob es sich am
Ende amortisiert oder nicht. Das ist eine ganz andere Frage.
Werde ich an anderer Stelle nochmal beantworten. Aber dass du
die Kosten betrachten musst, das ist aus meiner Sicht
Pflichtprogramm und ich glaube auch aus Sicht vieler anderen
Prüfenden. Und da ist meistens der größte Brocken dein Anteil.
Das heißt, deine, im Fall von Anführungsentwicklerinnen, 80
Stunden Arbeit, in den anderen IT-Berufen halt 40 Stunden. Da
kommt ganz gut was zusammen, wenn man so eine Woche
beziehungsweise zwei arbeitet. Und das sollte man in die Kosten
auf jeden Fall einplanen. Ja, wenn man jetzt nicht gerade eine
riesen Serveranschaffung als Fisi macht zum Beispiel, dann wird
da nicht mehr viel Großartiges dazukommen, außer die eigene
Arbeitsleistung. Deswegen sollte man das auf jeden Fall
vernünftig mit einrechnen. Überhaupt keine Frage. Jetzt ist nur
die Frage, die für dich interessant ist. Solltest du das selber
machen? Und da ist meine ganz klare Antwort Nein.
[1:41] Wenn du schon mal irgendwo in der Schule
oder sonst irgendwo was zum Thema Stundensatz gehört hast, dann
müsstest du wissen, wie kompliziert und umständlich und
umfangreich es ist, einen richtigen Stundensatz für eine Person
zu berechnen. Und was ich leider dann sehr, sehr häufig sehe in
so einer Projektdokumentation, und das kann ich schon gar nicht
mehr erzählen, wie oft ich das gesehen habe, dann nehmen dann
halt einfach die Azubis ihre Azubi-Vergütung im dritten
Ausbildungsjahr, teilen das durch ihre Arbeitstage, teilen das
nochmal durch die Stunden pro Arbeitstag und schwupp, fertig
ist der Stundenlohn. Stundenlohn, ich sage selber schon falsch,
der Stundensatz natürlich. Übrigens Unterschied Lohn, Gehalt,
Ausbildungsvergütung und Stundensatz. Solltest du dir unbedingt
angucken für die Abschlussprüfung.
[2:18] Hier geht es um den Stundensatz. Und das
ist natürlich nicht alles, was da drin steckt. Das ist so die,
wie soll ich sagen, die Sicht eines Arbeitnehmenden, der sagt,
ja, das Geld, was bei mir auf dem Konto landet, das ist ja mein
Stundensatz, ist ja klar. Ja, nee, sondern du musst den
Stundensatz natürlich aus Sicht deines Arbeitgebers berechnen.
Und der zahlt natürlich noch einen Haufen mehr Geld, als nur
das, was bei dir auf dem Konto landet. Und müsste man jetzt
nochmal den Unterschied zwischen Netto und Brutto wiederholen.
Das wollte ich mir heute sparen. Aber es geht eben nicht nur
darum, was du bekommst, sondern es gibt noch einen Haufen
weiterer Kosten, die dein Arbeitgeber für dich zahlen muss.
Nummer eins wären zum Beispiel die Sozialversicherungen, die on
top kommen. Da gibt es vielleicht noch zusätzliche
Versicherungen, die für dich abgeschlossen werden. Es gibt
vielleicht, weiß ich nicht, vermögenswirksame Leistungen. Es
gibt ganz sicher einen Riesenhaufen an Gemeinkosten, die in
deinem Stundensatz mit drin sein müssen. So zum Beispiel deine
Hardware, dein PC, dein Laptop, mit dem du jeden Tag arbeitest,
der fällt nicht vom Himmel und den schenkt dir dein Arbeitgeber
auch nicht, sondern der muss den auch irgendwie finanziert
bekommen. Und wie funktioniert das? Indem er alle diese Dinge
in deinen Stundensatz einpreist und der Kunde, der dich dann
bucht und dein Projekt bezahlt, das darüber finanziert. Das
heißt, alles, was nicht im Stundensatz drin ist, muss dein
Arbeitgeber aus seiner eigenen Tasche zahlen. Und das will er
nicht oder sie.
[3:33] Das heißt, es ist kein kleines Unterfangen,
mal eben einen Stundensatz für einen Entwickler oder einen
Physi oder was auch immer auszurechnen. Dafür gibt es eigene
Abteilungen, zum Beispiel Buchhaltung, Rechnungswesen,
Controlling, wer auch immer das in eurem Unternehmen macht. Das
heißt, es kann und soll nicht dein Anspruch sein, diese
betriebswirtschaftliche Kalkulation mit allen Sonderfällen und
allen Sonderzahlungen und hier muss auch noch der Firmenwagen
mit rein und hier gibt es noch eine Abschreibung auf ein
Gebäude und hier haben wir noch monatliche Stromkosten und ich
weiß nicht, was da alles mit einkalkuliert werden muss. Da
vergisst du 100%ig irgendetwas und dann hast du es halt falsch
berechnet. Und schon müsste ich dir dafür theoretischen Punkt
abziehen. Also lass es doch einfach.
[4:11] Es hat keiner den Anspruch an einen FISI,
an einen Amuse-Entwickler, an irgendeinen IT-Beruf, dass du
sauber bis aufs kleinste Detail einen Stundsatz ausrechnest.
Mit zum Beispiel, hast du vielleicht schon mal gehört in der
Berufsschule, dem Betriebsabrechnungsbogen, wo du alle
Gemeinkosten aufschlüsseln musst, verteilen musst auf
Kostenstellen etc. Pp. und runterrechnen. Das ist so aufwendig
und umständlich, das kann niemand von dir verlangen für deine
Projektdokumentation. Dann am Ende sollst du ja auch noch so
ein bisschen den Kern deines Berufs zeigen, nämlich, dass du
zum Beispiel Netzwerke zusammenbauen kannst oder dass du eine
Software programmieren kannst oder was auch immer. Und der
kaufmännische Anteil, bitte jetzt nicht falsch verstehen, der
ist nicht uninteressant oder unwichtig, aber du sollst das
nicht in seiner Detailtiefe darstellen, weil das kannst du gar
nicht leisten in der kurzen Zeit. Du sollst dich auf das
fokussieren, was technisch dein Projekt ausmacht. Aber du
sollst natürlich die Kosten betrachten, nur dass du die
Berechnung dieser Kosten, deines Stundensatzes nicht selber
machen sollst. Was ist meine Antwort? Frag bei dir im
Unternehmen, Chef, Personalleitung oder Personalabteilung,
Rechnungswesen, Controlling, wen auch immer ihr da habt, der
dafür zuständig ist, nach dem Stundensatz für einen Azubi im
dritten Ausbildungsjahr. Fertig. Die geben dir eine Zahl. Und
mit dieser Zahl rechnest du.
[5:24] Du wirst nicht hergehen und auch nur
ansatzweise versuchen, solche Sachen wie deine
Auszubildungsvergütung geteilt durch deine Tage und dann musst
du noch die Urlaubstage und deine Krankheitstage mit einrechnen
und dann noch die Sozialversicherung und dann noch die
Gemeinkosten und dann noch den Gewinnzuschlag und da wirst du
hundertprozentig was vergessen.
[5:41] Und es ist aber leider so, dass viele
Prüflinge das berechnen wollen. Warum auch immer, weil sie das
irgendwo gesehen haben oder irgendwer das gesagt hat. Und dann
habe ich schon Stundensätze gesehen und das ist jetzt kein
Spaß. Ich habe schon so viele Dokus gelesen ja auch. Von 4 Euro
irgendwas bis hin zu 150 Euro für einen Azubi im dritten
Ausbildungsjahr. Und ich würde behaupten, dass es beides extrem
unrealistisch ist. 4 Euro, das ist weit unter Mindestlohn, da
kann kein Mensch von leben. Und das ist niemals etwas, was dein
Arbeitgeber dir oder für dich in Rechnung stellt. Das ist viel,
viel, viel, viel, viel zu wenig. Und 150 Euro für eine Zubi im
dritten Ausbildungsjahr, naja, wenn ich irgendwo in einem
Riesenkonzern bin und ich weiß, aber auch das finde ich äußerst
unrealistisch, aber sei es drum. Das ist auf jeden Fall
realistischer als die 4 Euro irgendwas, die dabei rauskommen.
Also lass es einfach sein. Hol dir die Zahl von dem
Zuständigen, der ist zuständig bei euch im Unternehmen.
[6:33] Und dann musst du selbstverständlich für
die Prüfung wissen, wie sich so ein Stundensatz denn berechnen
würde. Aber du musst das niemals in seiner Vollumfänglichkeit
in deiner Projektdokumentation demonstrieren. Du musst es
vielleicht im Fachgespräch erklären, wenn du in einer Doku
schreibst, ich habe als pauschalen Satz von meiner
Personalabteilung genannt bekommen, 40 Euro für ein Azubi. Dann
musst du natürlich aufschlüsseln können, was da drin ist,
nämlich Bruttogehalt plus Lohnnebenkosten plus Gemeinkosten und
alles, was noch dazugehört. Das ist natürlich ein wichtiger
Prüfungsinhalt. Aber bitte verschwende nicht deine und meine
Zeit als Prüfender in deiner Projektdokumentation und versuch
da selber zu berechnen. Du kannst es einfach nur falsch machen.
[7:13] Was du natürlich auch nicht machen kannst,
ist, hier, ich habe diesen Satz bekommen vom Personal und ich
habe eigentlich gar keine Ahnung, was da so drinsteckt und
warum der so ist, wie er ist, aber ich rechne einfach damit.
[7:22] So dumm stellen darfst du dich natürlich
auch nicht, genauso wenig wie du, wenn dein Chef sagt, du musst
aber Programmiersprache X nehmen, nicht sagen kannst, ja Chef,
das mache ich, sondern auch vernünftig begründen solltest,
warum das die richtige Wahl ist und wenn nicht, dann auch
vielleicht etwas dazu sagen solltest, warum es vielleicht nicht
die richtige Wahl ist. Und im Stundensatz genau das Gleiche. Da
kannst du eine kleine Fußnote oder einen Nebensatz oder sonst
irgendwas in einer Doku schreiben. Dieser Wert wurde mir
vorgegeben, aber er beinhaltet im Kern die
Ausbildungsvergütung, die Lohnnebenkosten und die Gemeinkosten
oder was auch immer. Da reicht ja so ein kleiner Satz, um zu
zeigen, hey, ich weiß, wie der sich zusammensetzt, aber ich
weiß auch, dass es nicht mein Job ist, den zu berechnen,
sondern ich rechne mit den Sachen, die mein Unternehmen mir
vorgibt. Ja, das ist okay. Wie bei vielen anderen Fragen auch,
Technologie etc. Sachen, die dir vorgegeben werden, völlig in
Ordnung. Wir arbeiten nicht bei Wünsch dir was, sondern im
Unternehmen, was der auch bestimmt Vorgaben machen wird und das
ist auch völlig in Ordnung. Du musst als Prüfling aber in der
Lage sein, das zu reflektieren und zu sagen, war es denn
richtig, diese Entscheidung zu treffen oder könnte man es auch
anders machen? Und beim Stundensatz eben nicht, war es richtig
oder nicht, das kannst du schlecht kontrollieren, aber wie
würdest du ihn denn berechnen, wenn du es machen müsstest? Das
solltest du wissen, musst es aber nicht komplett in deiner Doku
selber berechnen. Das kann nur zu Fehlern führen. So,
zusammengefasst, lass es sein, berechne den Stundensatz nicht
selbst, nimm einen vorgegebenen, der einigermaßen realistisch
ist und wenn dein Unternehmen, letzter Einschub vielleicht
noch, diesen Stundensatz nicht nach außen geben möchte, aus
Gründen des Datenschutzes, dann…
[8:51] Das habe ich auch schon so oft gelesen in
Dokumentation, musst du eigentlich auch links und rechts einen
an den Ohren haben, weil das hat nichts mit Datenschutz zu tun.
Wenn dein Unternehmen diese Stundensätze nicht nach draußen
geben möchte, dann ist es, weil sie halt, weiß ich nicht, ihre
Mitbewerber nicht darüber informieren wollen, was sie für
Kostenstrukturen haben, eine Art Geschäftsgeheimnis, wie auch
immer oder warum auch immer man sowas nicht preisgeben sollte,
ist ja ganz egal, ist ja völlig legitim. Aber es hat 0,0 mit
Datenschutz zu tun, denn dieser Stundensatz ist nicht
individuell auf eine persönliche Person, wollte ich schon
sagen, auf eine natürliche Person zurückzuführen. Das heißt, es
ist kein Personenbeziehungsdatum, weil dieser Stundensatz gilt
für, gehe ich jetzt einfach mal von aus, alle Azubis im dritten
Ausbildungsjahr oder alle Entwicklerinnen oder alle
Projektleiterinnen oder was auch immer. Und das sagt 0,0
darüber aus, was die Leute individuell zum Beispiel verdienen.
Das ist ja ein Durchschnittsatz, der alle Kosten beinhaltet,
inklusive Strom und Miete und ich weiß nicht was. Das heißt, es
erlaubt überhaupt gar keinen Rückschluss auf irgendein
individuelles Gehalt oder sonst etwas. Das heißt, Stundensätze
haben einfach nichts mit Datenschutz zu tun. Das wäre auch der
Unterschied zu einem Stundenlohn oder einem Gehalt in der
Ausbildungsvergütung. Das wäre dann etwas anderes. Soll
vielleicht nicht jeder wissen, wer genau was verdient. Aber der
Stundensatz gehört eben nicht dazu. So, das war es zu meinem
Lieblingsthema Stundensatz.
[10:10] Wie man den genau berechnet, wie gesagt,
das solltest du ja wissen, dazu habe ich eine ausführliche
Podcast-Ebisode aufgenommen, schon vor langer Zeit, die kannst
du dir gerne nochmal anhören, aber bitte lass es sein, in
deiner Doku den selber auszurechnen, du kannst es nur falsch
machen. So, das war das Wort zum Stundensatz, nicht zum Sonntag
und damit bin ich für heute durch.
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