Was ist für POs im Scrum Guide Expansion Pack drin?
Oliver & Dominique im Gespräch
50 Minuten
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Beschreibung
vor 7 Monaten
Dominique spricht in dieser Folge mit Oliver darüber, was in dem
vor einigen Wochen veröffentlichen Scrum Guide Expansion Pack für
Product Owner steckt. Während der Scrum Guide seit 2020 nicht mehr
aktualisiert wurde, liefert das Expansion Pack nun zusätzliche
Erläuterungen, neue Rollen, erweiterte Verantwortlichkeiten und
vertiefte Perspektiven auf Produktentwicklung mit Scrum. Was davon
ist hilfreich? Was bringt neue Klarheit – und was vielleicht neue
Verwirrung? Die Idee des Expansion Packs: Scrum verständlicher
machen und anschlussfähiger an die Herausforderungen der
Produktentwicklung in der Zukunft. Dabei setzen die Autoren rund um
Jeff Sutherland, Ralf Jocham und John Coleman auf Ergänzungen statt
grundlegende Veränderungen. Doch genau das macht es spannend – und
auch anspruchsvoll. Denn viele der zusätzlichen Perspektiven, etwa
zu Rollenverständnis, Stakeholder-Zusammenarbeit oder Discovery,
gehen deutlich über das hinaus, was der ursprüngliche Scrum Guide
als Framework abbildet. Für Product Owner enthält das Expansion
Pack gleich mehrere konkrete "Erweiterungen". Discovery wird als
fester Bestandteil von Scrum benannt – und sogar als Aufgabe des
gesamten Scrum Teams. Das rückt die Realität vieler Teams näher an
das, was ohnehin längst gelebt wird: Entscheidungen auf Basis
echter Erkenntnisse und Daten statt reiner Feature-Wünsche. Product
Owner werden dadurch hoffentlich weniger als reine Product Backlog
Verwalter, sondern als Verantwortliche für den gesamten
Produktlebenszyklus gesehen. Die Rolle wird explizit mit
Produktmanagement-Kompetenz verbunden – inklusive strategischem
Denken, Marktverständnis und Führungskraft auf Augenhöhe. Das war
im Scrum Guide aus unserer Sicht auch immer so gemeint aber nicht
explizit formuliert. Auch auf Artefakt-Ebene bringt das Scrum Guide
Expansion Pack neue Impulse: Das klassische Produktinkrement wird
ergänzt um das Produkt selbst als weiteres Artefakt, mit einem
klaren Fokus auf Outcome. Gleichzeitig sorgt die Trennung von
Output Done und Outcome Done für Irritationen – gerade, weil sie
die Verantwortung zwischen Product Owner und Product Developer
stärker aufteilt, als es aus unserer Sicht in der Praxis sinnvoll
ist. Für Oliver und Dominique wird klar: Das ganze Team sollte an
Outcome gemessen werden, nicht nur an fertigen Features. Neu
definiert wird auch die Stakeholder-Rolle. Sie ist nicht länger nur
eine diffuse Bezugsgruppe, sondern erhält im Expansion Pack eine
klar beschriebene Verantwortung: aktiver Beitrag zum Erfolg des
Produkts durch regelmäßige, zielgerichtete Interaktion mit dem
gesamten Scrum Team. Diese Perspektive unterstreicht, wie stark
gute Produktentwicklung auch von der Qualität der Zusammenarbeit
mit dem Umfeld abhängt – und nicht nur vom internen Prozess.
Ergänzt wird das durch eine weitere neue Rolle, den sogenannten
Supporter. Gemeint sind meist Führungskräfte, die systemische
Rahmenbedingungen schaffen, um Scrum-Teams handlungsfähig zu
machen. Ob diese neue Begrifflichkeit wirklich nötig ist, bleibt
offen – sie macht aber sichtbar, dass erfolgreiche Produktarbeit
mehr braucht als nur ein gut laufendes Sprint Board. Neben der
inhaltlichen Erweiterung bringt das Expansion Pack auch Risiken
mit. Wo zusätzliche Begriffe und Rollen eingeführt werden, steigt
die Komplexität – und damit die Gefahr, dass Organisationen
beginnen, das Dokument als Blaupause zu verstehen. Dabei war Scrum
immer als leichtgewichtiges Framework gedacht, das bewusst
Interpretationsspielräume lässt. Dominique und Oliver plädieren
dafür, das Expansion Pack als Impuls zu nutzen, nicht als Vorlage.
Das gilt auch für die beschriebenen Einsatzmöglichkeiten von KI im
Scrum-Kontext. Während das Expansion Pack versucht, auch hier
Orientierung zu geben, bleibt offen, ob die konkreten Szenarien
realistisch oder voreilig sind. Klar wird nur: Wer heute mit Scrum
arbeitet, sollte sich damit auseinandersetzen, wie Technologie,
Produktstrategie und Zusammenarbeit neu zusammenspielen – und welch
vor einigen Wochen veröffentlichen Scrum Guide Expansion Pack für
Product Owner steckt. Während der Scrum Guide seit 2020 nicht mehr
aktualisiert wurde, liefert das Expansion Pack nun zusätzliche
Erläuterungen, neue Rollen, erweiterte Verantwortlichkeiten und
vertiefte Perspektiven auf Produktentwicklung mit Scrum. Was davon
ist hilfreich? Was bringt neue Klarheit – und was vielleicht neue
Verwirrung? Die Idee des Expansion Packs: Scrum verständlicher
machen und anschlussfähiger an die Herausforderungen der
Produktentwicklung in der Zukunft. Dabei setzen die Autoren rund um
Jeff Sutherland, Ralf Jocham und John Coleman auf Ergänzungen statt
grundlegende Veränderungen. Doch genau das macht es spannend – und
auch anspruchsvoll. Denn viele der zusätzlichen Perspektiven, etwa
zu Rollenverständnis, Stakeholder-Zusammenarbeit oder Discovery,
gehen deutlich über das hinaus, was der ursprüngliche Scrum Guide
als Framework abbildet. Für Product Owner enthält das Expansion
Pack gleich mehrere konkrete "Erweiterungen". Discovery wird als
fester Bestandteil von Scrum benannt – und sogar als Aufgabe des
gesamten Scrum Teams. Das rückt die Realität vieler Teams näher an
das, was ohnehin längst gelebt wird: Entscheidungen auf Basis
echter Erkenntnisse und Daten statt reiner Feature-Wünsche. Product
Owner werden dadurch hoffentlich weniger als reine Product Backlog
Verwalter, sondern als Verantwortliche für den gesamten
Produktlebenszyklus gesehen. Die Rolle wird explizit mit
Produktmanagement-Kompetenz verbunden – inklusive strategischem
Denken, Marktverständnis und Führungskraft auf Augenhöhe. Das war
im Scrum Guide aus unserer Sicht auch immer so gemeint aber nicht
explizit formuliert. Auch auf Artefakt-Ebene bringt das Scrum Guide
Expansion Pack neue Impulse: Das klassische Produktinkrement wird
ergänzt um das Produkt selbst als weiteres Artefakt, mit einem
klaren Fokus auf Outcome. Gleichzeitig sorgt die Trennung von
Output Done und Outcome Done für Irritationen – gerade, weil sie
die Verantwortung zwischen Product Owner und Product Developer
stärker aufteilt, als es aus unserer Sicht in der Praxis sinnvoll
ist. Für Oliver und Dominique wird klar: Das ganze Team sollte an
Outcome gemessen werden, nicht nur an fertigen Features. Neu
definiert wird auch die Stakeholder-Rolle. Sie ist nicht länger nur
eine diffuse Bezugsgruppe, sondern erhält im Expansion Pack eine
klar beschriebene Verantwortung: aktiver Beitrag zum Erfolg des
Produkts durch regelmäßige, zielgerichtete Interaktion mit dem
gesamten Scrum Team. Diese Perspektive unterstreicht, wie stark
gute Produktentwicklung auch von der Qualität der Zusammenarbeit
mit dem Umfeld abhängt – und nicht nur vom internen Prozess.
Ergänzt wird das durch eine weitere neue Rolle, den sogenannten
Supporter. Gemeint sind meist Führungskräfte, die systemische
Rahmenbedingungen schaffen, um Scrum-Teams handlungsfähig zu
machen. Ob diese neue Begrifflichkeit wirklich nötig ist, bleibt
offen – sie macht aber sichtbar, dass erfolgreiche Produktarbeit
mehr braucht als nur ein gut laufendes Sprint Board. Neben der
inhaltlichen Erweiterung bringt das Expansion Pack auch Risiken
mit. Wo zusätzliche Begriffe und Rollen eingeführt werden, steigt
die Komplexität – und damit die Gefahr, dass Organisationen
beginnen, das Dokument als Blaupause zu verstehen. Dabei war Scrum
immer als leichtgewichtiges Framework gedacht, das bewusst
Interpretationsspielräume lässt. Dominique und Oliver plädieren
dafür, das Expansion Pack als Impuls zu nutzen, nicht als Vorlage.
Das gilt auch für die beschriebenen Einsatzmöglichkeiten von KI im
Scrum-Kontext. Während das Expansion Pack versucht, auch hier
Orientierung zu geben, bleibt offen, ob die konkreten Szenarien
realistisch oder voreilig sind. Klar wird nur: Wer heute mit Scrum
arbeitet, sollte sich damit auseinandersetzen, wie Technologie,
Produktstrategie und Zusammenarbeit neu zusammenspielen – und welch
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