Als Produktmanager ohne Macht führen – jenseits vom Organigramm
Julia Wissel im Gespräch mit Tim
43 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Wochen
In dieser Podcastfolge sind Tim und Julia Wissel im Gespräch und
beschäftigen sich mit der Frage, wie Produktmanagerinnen und
Produktmanager führen können, obwohl sie eigentlich ja oft keine
formale Macht besitzen. Der Blick richtet sich auf den Alltag
jenseits vom Organigram, dort wo Entscheidungen entstehen,
beeinflusst werden oder auch blockiert bleiben, obwohl niemand
offiziell zuständig zu sein scheint. Ohne Macht führen bedeutet in
diesem Kontext jedoch nicht, ohne Einfluss zu sein. Im Gegenteil.
Produktmanagement ist von Natur aus eine Führungsrolle, weil
Produkte Orientierung brauchen und Entscheidungen verlangen. Wer
Verantwortung für ein Produkt trägt, führt Teams, Stakeholder und
Organisationen, auch wenn keine disziplinarische Linie existiert.
Führung entsteht hier über Haltung, Klarheit und die Fähigkeit,
andere mitzunehmen. Wer glaubt, ohne formale Macht handlungsunfähig
zu sein, reduziert die eigene Rolle auf Verwaltung und verliert
Gestaltungsspielraum. Ein zentraler Hebel liegt in Beziehungen.
Entscheidungen entstehen selten dort, wo sie im Organigramm
verortet sind. Einfluss verläuft über Vertrauen, persönliche
Verbindungen und informelle Netzwerke. Wer versteht, wer wessen
Meinung hört und wer welche Themen wirklich treiben, gewinnt
Handlungsspielraum. Ohne Macht führen heißt deshalb, Zeit in
Beziehungspflege zu investieren und diese bewusst als Infrastruktur
für Entscheidungen zu begreifen. Gespräche außerhalb formaler
Meetings, echtes Interesse an den Herausforderungen anderer und
kontinuierlicher Austausch verändern die eigene Wirksamkeit
spürbar. Gleichzeitig braucht Führung ohne Macht eine klare
inhaltliche Position. Produktmanagerinnen und Produktmanager können
sich nicht darauf verlassen, dass gute Ideen sich von selbst
durchsetzen. Sie müssen argumentieren, Prioritäten begründen und
zeigen, welchen Beitrag Entscheidungen zum Unternehmenserfolg
leisten. Daten, Nutzerfeedback und strategische Einordnung schaffen
Glaubwürdigkeit. Wer klar benennen kann, welches Problem gelöst
wird und warum das relevant ist, wird gehört, auch ohne formale
Autorität. Ein weiterer Aspekt ist der bewusste Umgang mit
Hierarchie. Hierarchie verschwindet nicht dadurch, dass man sie
ignoriert. Sie kann Orientierung geben, wenn sie transparent
genutzt wird. Führung ohne Macht bedeutet nicht, Hierarchie zu
bekämpfen, sondern sie zu verstehen. Wer weiß, welche Themen auf
welcher Ebene entschieden werden und welche Zeithorizonte dort
relevant sind, kann seine Anliegen besser platzieren. Gespräche auf
Augenhöhe entstehen, wenn man die Perspektive des Gegenübers ernst
nimmt und dessen Kontext berücksichtigt. Ohne Macht zu führen
fordert aber auch Mut. Konflikte lassen sich nicht vermeiden, wenn
Produktverantwortung ernst genommen wird. Wer immer ausweicht, um
Harmonie zu bewahren, verzichtet auf Wirkung. Führung zeigt sich
darin, unbequeme Themen anzusprechen, Entscheidungen einzufordern
und Verantwortung nicht nach oben abzugeben. Gleichzeitig bleibt es
wichtig, offen für Feedback zu sein und eigene Annahmen zu
hinterfragen. Der Blick auf diese Form der Führung zeigt, dass
Macht im Produktmanagement weniger aus Positionen entsteht als aus
Klarheit, Vertrauen und Konsequenz. Wer bereit ist, Verantwortung
zu übernehmen, Beziehungen aufzubauen und Entscheidungen fundiert
vorzubereiten, führt bereits. Ohne Macht führen heißt nicht,
weniger Einfluss zu haben, sondern Einfluss anders zu gestalten und
bewusst einzusetzen. Wer noch weitere Fragen an Julia Wissel hat
oder direkt mit ihr in Kontakt kommen möchte, erreicht sie am
besten über ihr LinkedIn-Profil. Auf folgende Podcast-Episoden hat
Tim im Gespräch Bezug genommen bzw. passen hierzu: - Seine
Stakeholder kennen und richtig analysieren - Umgang mit schwierigen
Stakeholdern - Von der Führungskraft zurück zum Product Owner Wer
noch weitere Fragen an Julia Wissel hat oder direkt mit ihr in
Kontakt kommen möchte, erreicht sie am besten über ihr
LinkedIn-Profil.
beschäftigen sich mit der Frage, wie Produktmanagerinnen und
Produktmanager führen können, obwohl sie eigentlich ja oft keine
formale Macht besitzen. Der Blick richtet sich auf den Alltag
jenseits vom Organigram, dort wo Entscheidungen entstehen,
beeinflusst werden oder auch blockiert bleiben, obwohl niemand
offiziell zuständig zu sein scheint. Ohne Macht führen bedeutet in
diesem Kontext jedoch nicht, ohne Einfluss zu sein. Im Gegenteil.
Produktmanagement ist von Natur aus eine Führungsrolle, weil
Produkte Orientierung brauchen und Entscheidungen verlangen. Wer
Verantwortung für ein Produkt trägt, führt Teams, Stakeholder und
Organisationen, auch wenn keine disziplinarische Linie existiert.
Führung entsteht hier über Haltung, Klarheit und die Fähigkeit,
andere mitzunehmen. Wer glaubt, ohne formale Macht handlungsunfähig
zu sein, reduziert die eigene Rolle auf Verwaltung und verliert
Gestaltungsspielraum. Ein zentraler Hebel liegt in Beziehungen.
Entscheidungen entstehen selten dort, wo sie im Organigramm
verortet sind. Einfluss verläuft über Vertrauen, persönliche
Verbindungen und informelle Netzwerke. Wer versteht, wer wessen
Meinung hört und wer welche Themen wirklich treiben, gewinnt
Handlungsspielraum. Ohne Macht führen heißt deshalb, Zeit in
Beziehungspflege zu investieren und diese bewusst als Infrastruktur
für Entscheidungen zu begreifen. Gespräche außerhalb formaler
Meetings, echtes Interesse an den Herausforderungen anderer und
kontinuierlicher Austausch verändern die eigene Wirksamkeit
spürbar. Gleichzeitig braucht Führung ohne Macht eine klare
inhaltliche Position. Produktmanagerinnen und Produktmanager können
sich nicht darauf verlassen, dass gute Ideen sich von selbst
durchsetzen. Sie müssen argumentieren, Prioritäten begründen und
zeigen, welchen Beitrag Entscheidungen zum Unternehmenserfolg
leisten. Daten, Nutzerfeedback und strategische Einordnung schaffen
Glaubwürdigkeit. Wer klar benennen kann, welches Problem gelöst
wird und warum das relevant ist, wird gehört, auch ohne formale
Autorität. Ein weiterer Aspekt ist der bewusste Umgang mit
Hierarchie. Hierarchie verschwindet nicht dadurch, dass man sie
ignoriert. Sie kann Orientierung geben, wenn sie transparent
genutzt wird. Führung ohne Macht bedeutet nicht, Hierarchie zu
bekämpfen, sondern sie zu verstehen. Wer weiß, welche Themen auf
welcher Ebene entschieden werden und welche Zeithorizonte dort
relevant sind, kann seine Anliegen besser platzieren. Gespräche auf
Augenhöhe entstehen, wenn man die Perspektive des Gegenübers ernst
nimmt und dessen Kontext berücksichtigt. Ohne Macht zu führen
fordert aber auch Mut. Konflikte lassen sich nicht vermeiden, wenn
Produktverantwortung ernst genommen wird. Wer immer ausweicht, um
Harmonie zu bewahren, verzichtet auf Wirkung. Führung zeigt sich
darin, unbequeme Themen anzusprechen, Entscheidungen einzufordern
und Verantwortung nicht nach oben abzugeben. Gleichzeitig bleibt es
wichtig, offen für Feedback zu sein und eigene Annahmen zu
hinterfragen. Der Blick auf diese Form der Führung zeigt, dass
Macht im Produktmanagement weniger aus Positionen entsteht als aus
Klarheit, Vertrauen und Konsequenz. Wer bereit ist, Verantwortung
zu übernehmen, Beziehungen aufzubauen und Entscheidungen fundiert
vorzubereiten, führt bereits. Ohne Macht führen heißt nicht,
weniger Einfluss zu haben, sondern Einfluss anders zu gestalten und
bewusst einzusetzen. Wer noch weitere Fragen an Julia Wissel hat
oder direkt mit ihr in Kontakt kommen möchte, erreicht sie am
besten über ihr LinkedIn-Profil. Auf folgende Podcast-Episoden hat
Tim im Gespräch Bezug genommen bzw. passen hierzu: - Seine
Stakeholder kennen und richtig analysieren - Umgang mit schwierigen
Stakeholdern - Von der Führungskraft zurück zum Product Owner Wer
noch weitere Fragen an Julia Wissel hat oder direkt mit ihr in
Kontakt kommen möchte, erreicht sie am besten über ihr
LinkedIn-Profil.
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