Detailgrad & Darstellungsform einer Product Roadmap

Detailgrad & Darstellungsform einer Product Roadmap

Oliver & Tim im Gespräch
50 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche
In dieser Podcast Folge sprechen Oliver und Tim darüber, wie eine
Product Roadmap gestaltet sein kann, ohne ihre eigentliche Aufgabe
zu verlieren. Beide bringen ihre Erfahrungen aus Trainings und der
täglichen Arbeit mit Produktteams ein und nehmen sich bewusst Zeit
für die Frage, welchen Detailgrad eine Product Roadmap wirklich
braucht und in welchen Darstellungsform sie hilfreich ist. Eine
Product Roadmap entsteht nicht als Lieferplan und auch nicht als
Versprechen auf Termine. Sie beschreibt eine Richtung und schafft
Orientierung darüber, welche Wirkung mit einem Produkt in welcher
Reihenfolge erreicht werden soll. Genau hier liegt der Kern der
Diskussion. Eine Product Roadmap hilft dann, wenn sie Klarheit über
Ziele und Wirkungen erzeugt und nicht versucht, zukünftige
Entwicklungen bis ins letzte Detail vorwegzunehmen. Die ist keine
vorhersage der Zukunft. Zu viel Genauigkeit erzeugt
Scheinsicherheit und lenkt den Blick schnell auf Output statt auf
Wirkung. Was für Templates nutzt du bei der Arbeit mit Product
Roadmaps? Gibt es Tools oder Darstellungsformen auf die wir zu
wenig oder garnicht eingegangen sind? Teile deine Erfahrungen oder
Geschichten deiner Arbeit mit Product Roadmaps doch mit uns und der
Community. Hinterlasse gerne einen Kommentar unterm Blog-Artikels
oder auf unserer Produktwerker LinkedIn-Seite. Der Detailgrad einer
Product Roadmap hängt stark vom Kontext ab. In stabilen Umfeldern
kann eine längere Vorschau sinnvoll erscheinen, während in einem
volatilen Produktumfeld kurze Zeithorizonte und bewusst grobe
Darstellungen besser funktionieren. Entscheidend ist, dass die
Product Roadmap Raum für Lernen lässt und Veränderungen nicht als
Störung wahrgenommen werden. Sie bleibt ein lebendiges
Arbeitsinstrument und kein statisches Dokument. Auch die
Darstellungsform spielt dabei eine wichtige Rolle. Eine Product
Roadmap darf einfach sein und muss nicht jedes Element erklären,
solange sie ihre Richtung klar vermittelt. Wirkungsziele,
übergeordnete Themen und zeitliche Orientierung reichen oft aus, um
Gespräche zu ermöglichen und Entscheidungen zu unterstützen.
Zusätzliche Details entstehen dort, wo sie gebraucht werden, etwa
im Backlog oder in der täglichen Arbeit mit dem Team. Eine gute
Product Roadmap macht also sichtbar, was gerade wichtig ist und was
bewusst später oder gar nicht verfolgt wird. Sie hilft dabei,
Erwartungen zu managen und Diskussionen auf einer sachlichen Ebene
zu führen. Gleichzeitig zeigt sie, dass Produktentwicklung kein
Abarbeiten von Listen ist, sondern ein kontinuierlicher Prozess aus
Entscheiden, Lernen und Anpassen. Am Ende geht es bei der Product
Roadmap um Verantwortung. Wer sie nutzt, übernimmt Verantwortung
für Richtung, Fokus und Wirkung des Produkts. Genau dafür ist sie
gedacht und genau dann entfaltet sie ihren Wert im Alltag von
Product Ownern, Produktmanagern und Führungskräften. Im Gespräch
empfehlen Tim & Oliver diese Bücher, Videos und Websites: -
Nacho Bassino: Product Direction - C. Todd Lombardo, Bruce
McCarthy, Evan Ryan, Michael Connors: Product Roadmaps Relaunched -
Video: "Going beyond the 'Now-Next-Later' Roadmap" mit Phil Hornby
beim ProductTank Cologne - Website von Phil Hornby:
talkingroadmaps.com und die Roadmap Visual Patterns Passende
frühere Folgen: - Agile Product Roadmaps - Wie agil ist eine
jährliche Roadmap? - Mit mehreren Product Roadmaps arbeiten? -
Product Roadmaps in der täglichen Arbeit einsetzen - Vom Projekt-
zum Produktmodus

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