Designprinzipien für Conversational AI

Designprinzipien für Conversational AI

Dominique & Oliver im Gespräch
36 Minuten

Beschreibung

vor 7 Monaten
Was zeichnet gute Conversational AI eigentlich aus? Welche
Prinzipen braucht es für eine gezielte Gestaltung? Genau darüber
unterhalten sich Dominique und Oliver in dieser Folge und sie
klären, wie sich digitale Produkte verändern, wenn Sprache zur
primären Schnittstelle wird. Denn sobald wir uns mit Systemen
unterhalten, entsteht etwas, das weit über Funktion hinausgeht:
Beziehung. Und diese will gestaltet sein. Conversational AI ist
nicht einfach ein neues Interface. Sie bringt eine neue Metapher in
die Produktentwicklung. Früher waren digitale Produkte vor allem
Werkzeuge – heute können sie zu Gesprächspartnern werden. Das
verändert Erwartungen, Erleben und die Verantwortung in der
Gestaltung. Wer mit Chatbots, Sprachassistenten oder
GPT-Integrationen arbeitet, muss mehr tun, als ein paar gute
Prompts schreiben. Es geht um Haltung, Verhalten und Beziehung.
Doch dann stellt sich die Frage: Welche Rolle soll die
Conversational AI im Produkt einnehmen? Ist sie ein einmaliger
Helfer oder ein persönlicher Assistent? Entsteht eine flüchtige
Begegnung oder eine langfristige Interaktion? Und wie spiegelt sich
das in Sprache, Ton, Humor oder Autonomie wider? Dominique
beschreibt, wie Werte und Prinzipien einer Organisation sich
konkret in Conversational AI übersetzen lassen – über Tonalität,
Reaktionen, Grenzen und Masterprompts. Auch allgemeine
Designprinzipien verändern sich. Menschliche Kommunikation wird zur
Vorlage für Interaktion. Systeme sollten Feedback aufnehmen, sich
anpassen, aber auch ihre eigene Linie behalten. Sie dürfen
Charakter haben, quirlig oder nüchtern, ernst oder verspielt. Aber
immer konsistent – und im Einklang mit dem, was das Produkt
ausmacht. Anthropomorphisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein
Werkzeug, um Interaktion greifbar zu machen. Wer mit Conversational
AI arbeitet, gibt dem Produkt eine Stimme. Interesant ist dabei
auch die Rückkopplung Mensch-Maschine, bei dem eine Conversational
AI "lernt" was Nutzer:innen wollen/brauchen. Aber Lernen ist dabei
nicht nur Sache der Maschine. Auch die Teams hinter dem Produkt
müssen beobachten, reflektieren und nachschärfen. Denn Nutzer:innen
geben Feedback – implizit, durch Nutzung, Sprache, Abbrüche oder
Überraschung. Diese Rückmeldungen gilt es ernst zu nehmen. Wer sie
ignoriert, verschenkt Entwicklungspotenzial. Gleichzeitig braucht
es Verantwortung. Technisch ist vieles möglich – doch nicht alles
sinnvoll. Dark Patterns funktionieren auch in Sprachinterfaces.
Doch wer Beziehung aufbauen will, braucht Vertrauen. Und wer
Vertrauen will, muss Haltung zeigen. Auch das ist Teil von
Conversational AI: ethische Klarheit, bewusste Gestaltung,
respektvoller Umgang. Am Ende bleibt festzuhalten, dass nicht jedes
Produkt eine eigene Persönlichkeit oder ein Chatinterface braucht.
Aber wer Conversational AI nutzt, sollte wissen, worauf er sich
einlässt. Denn am Ende geht es um mehr als nur Funktion. Es geht
darum, wie wir mit Technik umgehen – und wie Technik mit uns
umgeht. Verlinkungen: - Dominique verwies einmal auf die Folge mit
dem Decision Stack. Dabei bezieht er sich auf die Abhängigkeit von
Unternehmenswerten und den Werten, die das Produkt zum Ausdruck
bringt. -> https://produktwerker.de/the-decision-stack/ - Oliver
hat noch auf die Folge der Sendung mit der Maus verwiesen, die in
sehr einfacher Form vermittelt, was wir heutzutage unter KI
verstehen. Auch für Erwachsene sehenswert. ->
https://www.wdrmaus.de/extras/mausthemen/kuenstliche_intelligenz/index.php5

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