Valentine Mühlberger – Im zweiten Leben: Sommelière

Valentine Mühlberger – Im zweiten Leben: Sommelière

Karrierewandlerin oder Weinberufene – auf kleinen Umwegen
2 Stunden 26 Minuten
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Beschreibung

vor 7 Monaten
Klar ist sie Quereinsteigerin. Natürlich ist sie keine Sommelière
im klassischen Sinne – und doch trägt Valentine Mühlenberger so
viel mehr Weinleben und Weinliebe in sich als neun von zehn ihrer
Kollegen. Warum? Weil bei ihr keine Flasche einfach nur geöffnet
wird. Weil sie mit jeder Geste, jedem Wort und jedem Glas eine
ganze Beziehung aufmacht – zwischen Winzer und Genießer, zwischen
Rebstock und Tisch. Weil sie mit allem, was sie ist, inszeniert,
serviert, doziert – und dabei Wein nicht nur erklärt, sondern
verkörpert. Man kann über Wein sprechen – oder man kann Wein
sprechen. Über 300 Veranstaltungen in sieben Jahren sind die
Kräuter und der Pfeffer in ihrem bewegten Weinleben. Die Brühe ist
ihre Bar RIX, das Salz ihre unfassbare Gastfreundschaft – und vor
allem: ihre Liebe zu Essen und Trinken als Kultur, als Erfahrung,
als gelebter Genuss. Was ihr wahrscherinlich durch ihre
französische Mutter sprichwörtlich in die Wiege gelegt wurde. Mit
der Bar RIX hat sie einen Ort geschaffen, der nicht um
Authentizität bettelt, sondern sie atmet. Kein
Schickimicki-Lifestyle, kein Verkaufsdruck, sondern ein Restaurant,
das wie eine Schule funktioniert, eine Bar, die wie ein Zuhause
klingt. Traditionell im Herzen, modern im Auftritt. Hier begegnet
man nicht dem Sommelier-Pathos, sondern der gelebten Freude am
Wein, an der echten Beziehung zwischen Menschen und Flaschen, an
Momenten, die nicht wiederholbar sind. Ach so – warum neun von
zehn? Weil die Liste ihrer Abschlüsse sich liest wie das
internationale Who’s Who des Wein-Business: WSET Diploma,
Weinakademikerin, Sud de France Master Level Certificate.
Berufsbegleitende Studiengänge in Dijon und Beaune,
Lesebeteiligungen bei großen Winzern Frankreichs – Château Latour,
Domaine Leroy – um nur zwei zu nennen. Und dann war da noch das
Praktikum an der Ahr – freiwillig im Weinberg, während der
Pandemie. Kein Geld, kein Glanz – nur Erde, Reben, Rückgrat.
Valentine hat nicht studiert, um zu glänzen, sondern um zu
verstehen. Sie hat nicht gegründet, um zu besitzen, sondern um zu
geben. Und sie hat nicht ausgeschenkt, um zu beeindrucken – sondern
um zu berühren. Was man mit Geld nicht kaufen kann: Herz, Haltung,
Tiefe. Was man bei Valentine immer bekommt: all das – in flüssiger
Form, in Flaschenform, im Gespräch. Wer mit ihr reist, reist durch
Welten. Wer bei ihr trinkt, reist durch Zeit.

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