Strukturen, die Produktentwicklung behindern – und was ihr dagegen tun könnt
Johannes Schartau im Gespräch mit Oliver
45 Minuten
Podcast
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Beschreibung
vor 8 Monaten
Viele Product Owner:innen spüren es – aber können es oft nicht
genau benennen: Irgendetwas in der Organisation steht der
Produktarbeit im Weg. In dieser Folge spricht Oliver mit Johannes
Schartau über genau solche Strukturen, die Produktentwicklung
behindern und was man konkret tun kann, wenn man mittendrin steckt.
Johannes bringt viel Erfahrung aus der agilen
Organisationsentwicklung mit und zeigt, wie tief verwurzelte Muster
in Unternehmen verhindern, dass Teams wirksam arbeiten können. Wenn
Product Owner:innen formal die Verantwortung für ein Produkt
tragen, aber faktisch keine Entscheidungen treffen dürfen, ist das
kein individuelles Problem – sondern ein strukturelles. Viele
Organisationen sind immer noch stark auf Vorhersagbarkeit,
Projektplanung und Output optimiert. Dabei braucht erfolgreiche
Produktentwicklung genau das Gegenteil: Spielräume,
Feedbackschleifen und Entscheidungsfreiheit. Diese strukturellen
Blockaden haben viele Gesichter. Budgetprozesse, die nur einmal im
Jahr laufen. Matrixorganisationen, die Verantwortlichkeit
aufteilen, bis nichts mehr übrig bleibt. Zentralisierte Funktionen
wie UX oder Architektur, die nicht Teil der Teams sind. Oder
Zielsysteme, die auf Umsatz und Liefertermine setzen – aber keine
Verbindung zur tatsächlichen Wirkung im Markt haben. All das bremst
die Produktentwicklung nicht nur aus, es entkoppelt Teams von dem,
was eigentlich zählt: Nutzerverhalten, Marktveränderung, echte
Wertschöpfung. Johannes und Oliver diskutieren, was Produktmenschen
tun können, wenn sie sich in genau solchen Situationen
wiederfinden. Sie zeigen, wie man den eigenen Handlungsspielraum
erkennt, nutzt – und erweitert. Oft geht es dabei nicht um große
Transformationen, sondern um kleine Schritte: klare Erwartungen
klären, eigene Ziele greifbar machen, Verbündete finden, Hypothesen
testen. Wer zum Beispiel aufzeigt, wie viel Zeit durch fehlende
UX-Kapazität verloren geht, führt keine Ideologiedebatte – sondern
eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung. Klar ist: Strukturen, die
Produktentwicklung behindern, verschwinden nicht von allein. Doch
sie lassen sich verändern, wenn Produktverantwortliche mit einem
klaren Blick, systemischem Verständnis und viel Pragmatismus
agieren. Es hilft, mit den bestehenden Regeln zu arbeiten, statt
sich außerhalb davon zu stellen. Wer zeigt, welchen Wert eine
kleine Veränderung bringt, wird gehört. Und wer konkrete Bitten
formuliert – anstatt nur Frust zu teilen – bekommt eher
Unterstützung. Diese Folge ist ein realistischer Blick auf das, was
viele spüren, aber selten so offen benennen. Und sie macht Mut,
Verantwortung zu übernehmen, ohne sich selbst zu überfordern. Denn
Veränderung beginnt oft nicht mit einem neuen Organigramm – sondern
mit einem gut gesetzten Gespräch.
genau benennen: Irgendetwas in der Organisation steht der
Produktarbeit im Weg. In dieser Folge spricht Oliver mit Johannes
Schartau über genau solche Strukturen, die Produktentwicklung
behindern und was man konkret tun kann, wenn man mittendrin steckt.
Johannes bringt viel Erfahrung aus der agilen
Organisationsentwicklung mit und zeigt, wie tief verwurzelte Muster
in Unternehmen verhindern, dass Teams wirksam arbeiten können. Wenn
Product Owner:innen formal die Verantwortung für ein Produkt
tragen, aber faktisch keine Entscheidungen treffen dürfen, ist das
kein individuelles Problem – sondern ein strukturelles. Viele
Organisationen sind immer noch stark auf Vorhersagbarkeit,
Projektplanung und Output optimiert. Dabei braucht erfolgreiche
Produktentwicklung genau das Gegenteil: Spielräume,
Feedbackschleifen und Entscheidungsfreiheit. Diese strukturellen
Blockaden haben viele Gesichter. Budgetprozesse, die nur einmal im
Jahr laufen. Matrixorganisationen, die Verantwortlichkeit
aufteilen, bis nichts mehr übrig bleibt. Zentralisierte Funktionen
wie UX oder Architektur, die nicht Teil der Teams sind. Oder
Zielsysteme, die auf Umsatz und Liefertermine setzen – aber keine
Verbindung zur tatsächlichen Wirkung im Markt haben. All das bremst
die Produktentwicklung nicht nur aus, es entkoppelt Teams von dem,
was eigentlich zählt: Nutzerverhalten, Marktveränderung, echte
Wertschöpfung. Johannes und Oliver diskutieren, was Produktmenschen
tun können, wenn sie sich in genau solchen Situationen
wiederfinden. Sie zeigen, wie man den eigenen Handlungsspielraum
erkennt, nutzt – und erweitert. Oft geht es dabei nicht um große
Transformationen, sondern um kleine Schritte: klare Erwartungen
klären, eigene Ziele greifbar machen, Verbündete finden, Hypothesen
testen. Wer zum Beispiel aufzeigt, wie viel Zeit durch fehlende
UX-Kapazität verloren geht, führt keine Ideologiedebatte – sondern
eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung. Klar ist: Strukturen, die
Produktentwicklung behindern, verschwinden nicht von allein. Doch
sie lassen sich verändern, wenn Produktverantwortliche mit einem
klaren Blick, systemischem Verständnis und viel Pragmatismus
agieren. Es hilft, mit den bestehenden Regeln zu arbeiten, statt
sich außerhalb davon zu stellen. Wer zeigt, welchen Wert eine
kleine Veränderung bringt, wird gehört. Und wer konkrete Bitten
formuliert – anstatt nur Frust zu teilen – bekommt eher
Unterstützung. Diese Folge ist ein realistischer Blick auf das, was
viele spüren, aber selten so offen benennen. Und sie macht Mut,
Verantwortung zu übernehmen, ohne sich selbst zu überfordern. Denn
Veränderung beginnt oft nicht mit einem neuen Organigramm – sondern
mit einem gut gesetzten Gespräch.
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