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Beschreibung
vor 8 Monaten
In einigen Organisationen fehlt der Scrum Master – und oft
übernimmt dann einfach die Product Ownerin oder der Product Owner
diese Rolle gleich mit. Eine Doppelrolle, die auf den ersten Blick
pragmatisch wirkt, aber in der Praxis große Risiken birgt. In
dieser Folge sprechen Tim und Oliver offen darüber, was passiert,
wenn die Verantwortung für Produkt und Team-Entwicklung in einer
Person vereint ist – und warum das langfristig fast nie gut
ausgeht. Viele Teams arbeiten ohne Scrum Master, weil die Rolle im
Unternehmen noch nicht etabliert ist, keine passende Person
gefunden wurde oder weil das Budget gekürzt wurde. Und es werden
gefühlt immer mehr. Was dann oft folgt: Die Product Ownerin
übernimmt einfach mit – lädt zu Events ein, moderiert
Retrospektiven, erklärt Prozesse, arbeitet an der Team-Motivation.
Klingt erstmal lösungsorientiert. Aber genau darin liegt das
Problem. Eine funktionierende Produktentwicklung - vor allen in
Scrum - lebt davon, dass Rollen klar getrennt sind. Die PO-Rolle
fokussiert auf Wert, Wirkung, Nutzer:innen und Geschäftserfolg. Die
Scrum Master-Verantwortlichkeit hingegen kümmert sich um
Rahmenbedingungen, Prozessqualität und die Lern-Entwicklung des
Teams. Wer beides gleichzeitig macht, verliert Fokus. Statt
Marktchancen zu analysieren, steckt man in Moderation fest. Statt
Stakeholder zu führen, erklärt man zum dritten Mal das Framework
Scrum. Und am Ende leidet beides: das Produkt und das Team. Noch
kritischer wird es, wenn in der Doppelrolle Interessenkonflikte
auftreten. Wie soll eine Person gleichzeitig Coach sein und
gleichzeitig Druck machen, weil ein Release ansteht? Wie kann man
Konflikte moderieren, in denen man selbst Partei ist? Und wie wirkt
das auf ein Team, das sich ohnehin fragt, ob es wirklich
mitgestalten darf – oder doch nur Vorgaben bekommt? Gerade dort, wo
Teams anfangen, echte Ownership zu übernehmen, blockiert die
Doppelrolle oft ungewollt genau diesen Prozess. Das größte Risiko:
Man gewöhnt sich daran. Alle tun so, als wäre das normal. Die
Organisation spart sich eine Rolle, das Team freut sich über
weniger Abstimmung, und die PO reibt sich auf. Diese Form der
organisatorischen Schuld muss sichtbar gemacht werden. Es braucht
Transparenz – und klare Absprachen, wie lange diese Übergangslösung
trägt. Wer die Doppelrolle stillschweigend hinnimmt, macht es der
Organisation zu leicht, nichts zu verändern. Die Folge zeigt, wie
man trotz der Doppelrolle handlungsfähig bleibt – zumindest
vorübergehend. Klare Rollensignale helfen. Externe Moderation
entlastet. Reflektion im Team schafft Verständnis. Und vor allem:
Man muss reden – mit dem Team, mit Vorgesetzten, mit anderen POs.
Denn aus der Überforderung heraus entsteht keine gute
Produktentwicklung. Wenn du selbst in der Doppelrolle steckst oder
jemanden kennst, der dort gerade kämpft: Diese Folge hilft, die
Situation klarer zu sehen – und erste Schritte raus aus dem Dilemma
zu finden. Damit Verantwortung wieder dort landen kann, wo sie
hingehört.
übernimmt dann einfach die Product Ownerin oder der Product Owner
diese Rolle gleich mit. Eine Doppelrolle, die auf den ersten Blick
pragmatisch wirkt, aber in der Praxis große Risiken birgt. In
dieser Folge sprechen Tim und Oliver offen darüber, was passiert,
wenn die Verantwortung für Produkt und Team-Entwicklung in einer
Person vereint ist – und warum das langfristig fast nie gut
ausgeht. Viele Teams arbeiten ohne Scrum Master, weil die Rolle im
Unternehmen noch nicht etabliert ist, keine passende Person
gefunden wurde oder weil das Budget gekürzt wurde. Und es werden
gefühlt immer mehr. Was dann oft folgt: Die Product Ownerin
übernimmt einfach mit – lädt zu Events ein, moderiert
Retrospektiven, erklärt Prozesse, arbeitet an der Team-Motivation.
Klingt erstmal lösungsorientiert. Aber genau darin liegt das
Problem. Eine funktionierende Produktentwicklung - vor allen in
Scrum - lebt davon, dass Rollen klar getrennt sind. Die PO-Rolle
fokussiert auf Wert, Wirkung, Nutzer:innen und Geschäftserfolg. Die
Scrum Master-Verantwortlichkeit hingegen kümmert sich um
Rahmenbedingungen, Prozessqualität und die Lern-Entwicklung des
Teams. Wer beides gleichzeitig macht, verliert Fokus. Statt
Marktchancen zu analysieren, steckt man in Moderation fest. Statt
Stakeholder zu führen, erklärt man zum dritten Mal das Framework
Scrum. Und am Ende leidet beides: das Produkt und das Team. Noch
kritischer wird es, wenn in der Doppelrolle Interessenkonflikte
auftreten. Wie soll eine Person gleichzeitig Coach sein und
gleichzeitig Druck machen, weil ein Release ansteht? Wie kann man
Konflikte moderieren, in denen man selbst Partei ist? Und wie wirkt
das auf ein Team, das sich ohnehin fragt, ob es wirklich
mitgestalten darf – oder doch nur Vorgaben bekommt? Gerade dort, wo
Teams anfangen, echte Ownership zu übernehmen, blockiert die
Doppelrolle oft ungewollt genau diesen Prozess. Das größte Risiko:
Man gewöhnt sich daran. Alle tun so, als wäre das normal. Die
Organisation spart sich eine Rolle, das Team freut sich über
weniger Abstimmung, und die PO reibt sich auf. Diese Form der
organisatorischen Schuld muss sichtbar gemacht werden. Es braucht
Transparenz – und klare Absprachen, wie lange diese Übergangslösung
trägt. Wer die Doppelrolle stillschweigend hinnimmt, macht es der
Organisation zu leicht, nichts zu verändern. Die Folge zeigt, wie
man trotz der Doppelrolle handlungsfähig bleibt – zumindest
vorübergehend. Klare Rollensignale helfen. Externe Moderation
entlastet. Reflektion im Team schafft Verständnis. Und vor allem:
Man muss reden – mit dem Team, mit Vorgesetzten, mit anderen POs.
Denn aus der Überforderung heraus entsteht keine gute
Produktentwicklung. Wenn du selbst in der Doppelrolle steckst oder
jemanden kennst, der dort gerade kämpft: Diese Folge hilft, die
Situation klarer zu sehen – und erste Schritte raus aus dem Dilemma
zu finden. Damit Verantwortung wieder dort landen kann, wo sie
hingehört.
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