Frédéric Bastiat - Der Klassische Unterricht und der Sozialismus

Frédéric Bastiat - Der Klassische Unterricht und der Sozialismus

14 Minuten

Beschreibung

vor 1 Jahr

In dieser Folge unterhalten sich zwei KI-Hosts über das o.g. Werk
aus dem oeconimus-Verlag.


Nach Frédéric Bastiat (1801-1850) ist die Schule nur dann eine
fruchtbare Einrichtung, wenn allen Kindern und Eltern die freie
Wahl zum Besuch dieser Anstalten freisteht. „Der Zwang zum Besuch
solcher Staatsanstalten hat den großen Nachteil, daß der
Unterricht gleichförmig, und daß er, nachdem man ihm eine falsche
Richtung gegeben hat, mit der Zeit nicht fortschreitet. ... Das
Monopol bringt alles zum Stillstand, was es berührt.“
Die staatliche Bildung ist die pandemische Ausbreitung schlechter
Ideen, die sich von Generation zu Generation reproduzieren. Der
Autor sieht die Lehren der Antike im Verdacht stehen, die Köpfe
der jungen Menschen mit falschen Ideen zu versorgen. Die
Idealisierung der Antike war der große Fehler der Neuzeit. Sie
war geprägt von „Gewalttätigkeit, Ungerechtigkeit, Betrug,
fortwährenden Krieg, Sklaverei, falsche Politik, falsche
Sittlichkeit, und falsche Religion“. Zum Beweis läßt er
ausführlich antike Persönlichkeiten und ihre französischen
„Urenkel“ w. z. B. die Jakobiner zu Wort kommen.
Bastiat: „Die Umsturzlehren, denen man den Namen Sozialismus und
Kommunismus gegeben hat, sind die Frucht des klassischen
Unterrichts, möge er nun von der Geistlichkeit oder von Gymnasien
und Universitäten gegeben werden. ... Für Eigentum vermag man im
ganzen Altertum keine leidliche Definition zu finden. Wir sagen
jetzt: der Mensch ist Eigentümer seiner selbst, folglich
Eigentümer seiner Fähigkeiten, und deshalb auch Eigentümer des
Erzeugnisses seiner Fähigkeiten. Konnten aber die Römer einen
solchen Begriff vom Eigentum haben? Konnten Sklavenbesitzer
sagen: der Mensch gehört sich selbst? Konnten die Verächter der
Arbeit sagen: der Mensch ist Eigentümer des Erzeugnisses seiner
Fähigkeiten? Damit hätten die Römer das Todesurteil ihrer
Gesellschaft unterschrieben.“
Und weiter: „Auf was gründete man denn im Altertum das Eigentum?
Auf das Gesetz. Eine unheilvolle Idee! Die unglückseligste, die
je in der Welt entstanden ist, weil sie den Gebrauch und den
Mißbrauch von allem rechtfertigt, was das Gesetz als Eigentum zu
erklären beliebt, selbst der Früchte des Raubes, sogar des
Menschen. ... Rom und Sparta waren zwei Genossenschaften von
Menschen, die einen gemeinschaftlichen und bestimmten Zweck
hatten: die Plünderung. Keiner von diesen Staaten war eine
Gesellschaft nach unseren Begriffen, sondern ein Heer.“
Der Sozialismus ist nach Bastiat ein Kind der Idealisierung der
Antike und ihrer Gesellschaftsformen. Sein Plädoyer gilt dem
freien zwanglosen Unterricht, dem Wettbewerb der Ideen um für die
Zukunft gesellschaftliche Fehlentwicklungen auszuschließen zu
können. Der Nachwelt hinterließ er die Warnung unter keinen
Umständen, den Unterricht dem Staat zu übertragen.


Hier geht´s zum besprochenen Buch:


Frédéric Bastiat - Der Klassische Unterricht und der Sozialismus





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