Guten Morgen, Steven Walter!
Der Intendant des Beethovenfestes über die USA in Zeiten von Donald
Trump
34 Minuten
Podcast
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Beschreibung
vor 10 Monaten
Steven Walter, Intendant der Beethovenfeste Bonn und
deutsch-amerikanischer Doppelstaatsbürger, gibt nach einem Thomas
Mann-Fellowship in den USA Einblicke in die Musikgesellschaft und
das politische Klima in Zeiten von Donald Trump. Er berichtet über
ein Land, das von vielen in der Kulturszene als »gehijacked«
empfunden wird. In der US-Kultur gebe es eine Mischung aus
Schockstarre, Angst und »Soul Searching« bezüglich Themen wie
»Wokeness«. Trotz Fragmentierung der Linken sieht Walter Anzeichen
für zunehmenden Protest und bessere Organisation. Die
Kulturförderung sei in den USA stärker privat und weniger staatlich
als in Deutschland. Diese Staatsferne schütze zwar vor direktem
staatlichem Zugriff, ermögliche aber auch politische Einflussnahme
durch Stiftungen. In Deutschland sei staatliche Förderung nötig,
müsse aber Kunstfreiheit und Distanz wahren. Walter und
Gesprächspartner diskutieren einen möglichen »Backlash« gegen linke
Kulturprojekte, der mit einer Entkopplung von Lebensrealitäten
zusammenhängen könnte. Er sieht politische Phänomene wie den
Trumpismus auch als kulturelles Problem, basierend auf Gefühlen von
Abgehängtheit. Walter beobachtete zudem eine gesellschaftliche
»Anästhesierung«, der Kultur durch Bedeutung entgegenwirken könne.
Am teilweise bundesfinanzierten Kennedy Center kam es nach Trumps
Amtsantritt schnell zu politischer Einflussnahme und Entlassungen.
Liberale Geldgeber zogen sich teils zurück. Langfristig bleibt
Walter wegen einer starken Zivilgesellschaft in den USA
optimistisch. Seine Reise inspirierte ihn unter anderem durch
offene, Post-Genre-Ansätze und die amerikanische Servicekultur.
deutsch-amerikanischer Doppelstaatsbürger, gibt nach einem Thomas
Mann-Fellowship in den USA Einblicke in die Musikgesellschaft und
das politische Klima in Zeiten von Donald Trump. Er berichtet über
ein Land, das von vielen in der Kulturszene als »gehijacked«
empfunden wird. In der US-Kultur gebe es eine Mischung aus
Schockstarre, Angst und »Soul Searching« bezüglich Themen wie
»Wokeness«. Trotz Fragmentierung der Linken sieht Walter Anzeichen
für zunehmenden Protest und bessere Organisation. Die
Kulturförderung sei in den USA stärker privat und weniger staatlich
als in Deutschland. Diese Staatsferne schütze zwar vor direktem
staatlichem Zugriff, ermögliche aber auch politische Einflussnahme
durch Stiftungen. In Deutschland sei staatliche Förderung nötig,
müsse aber Kunstfreiheit und Distanz wahren. Walter und
Gesprächspartner diskutieren einen möglichen »Backlash« gegen linke
Kulturprojekte, der mit einer Entkopplung von Lebensrealitäten
zusammenhängen könnte. Er sieht politische Phänomene wie den
Trumpismus auch als kulturelles Problem, basierend auf Gefühlen von
Abgehängtheit. Walter beobachtete zudem eine gesellschaftliche
»Anästhesierung«, der Kultur durch Bedeutung entgegenwirken könne.
Am teilweise bundesfinanzierten Kennedy Center kam es nach Trumps
Amtsantritt schnell zu politischer Einflussnahme und Entlassungen.
Liberale Geldgeber zogen sich teils zurück. Langfristig bleibt
Walter wegen einer starken Zivilgesellschaft in den USA
optimistisch. Seine Reise inspirierte ihn unter anderem durch
offene, Post-Genre-Ansätze und die amerikanische Servicekultur.
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