Guten Morgen, Hedwig Kainberger!

Guten Morgen, Hedwig Kainberger!

vor 3 Wochen
Axel Brüggemann im Gespräch mit der Journalistin der Salzburger Nachrichten.
30 Minuten
Podcast
Podcaster

Beschreibung

vor 3 Wochen
Die Feuilletonredakteurin der Salzburger Nachrichten, Hedwig
Kainberger, sieht die Salzburger Festspiele in einer tiefgreifenden
Führungskrise. Im Podcast von BackstageClassical spricht sie von
einem »massiven, drastischen und tiefgehenden Streit« zwischen
Intendant Markus Hinterhäuser und dem Kuratorium. Der Konflikt
markiere einen »tiefen Vertrauensbruch« im Innersten des Festivals.
Auslöser sei nicht eine einzelne Personalentscheidung, sondern eine
grundsätzliche Zerrüttung der Arbeitsbasis. Die Nominierung der
früheren Burgtheaterdirektorin Karin Bergmann zur
Schauspielleiterin sei lediglich »der letzte Tropfen gewesen, der
das Fass zum Überlaufen gebracht hat«. Das Kuratorium werfe
Hinterhäuser mangelnde Verständigung und fehlende Loyalität vor.
Kainberger zufolge entwickelt sich der Streit inzwischen auch zu
einer juristischen Auseinandersetzung. Im Zentrum steht eine
Vertragsklausel, die für die geplante dritte Amtszeit des
Intendanten ab 2026 ein »Wohlverhalten« gegenüber dem Präsidium und
Dritten fordert. »Das Kuratorium sagt, der Intendant erfüllt nicht
die Bedingung des Wohlverhaltens«, erklärt sie. Hinterhäuser trage
als Arbeitgeber Verantwortung für mehr als 200 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter und habe zugleich eine Loyalitätspflicht gegenüber dem
Eigentümer der Festspiele. Kritisch bewertet Kainberger zudem das
Verhalten beider Seiten in der Kommunikation. »Weder das Kuratorium
noch der Intendant sind sehr offen in der Kommunikation«, sagt sie.
Viele Vorwürfe beruhten auf Gerüchten, eine unabhängige Klärung sei
erschwert, da Hinterhäuser seit Wochen schweigt und das Kuratorium
keine Details nennt, um »keine Schmutzwäsche zu waschen«. Für die
entscheidende Sitzung des Kuratoriums am 20. März erwartet
Kainberger keine Wende. Sie spricht sich für einen klaren Schnitt
aus: »Ich glaube, dass die beiden sich zu beider Seite
Schmerzlinderung am 21. März trennen sollten.« Trotz der aktuellen
Spannungen zeigt sich Kainberger optimistisch, dass die Institution
selbst nicht gefährdet ist: »Am 21. März werden nicht die
Salzburger Festspiele in der Salzach versinken«, sagt sie. [Hier
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